Hai, Ostlandreiter,
Warum sind in Berlin kaum oder überhaupt keine Bauwerke
vorhanden, die älter als, sagen wir einmal, 250 Jahre alt
sind?
???
„Die Spandauer Zitadelle wurde im Jahr 1594 fertiggestellt“
von http://lexikon.freenet.de/Berlin-Spandau
Alt genug? Steht da rum, kannste kieken komm.
Oder auch
Schloss Bellevue … nach Plänen von Philipp Daniel Boumann errichtet und 1786 fertiggestellt."
von http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Bellevue
aber es gibt nicht nur die Postkartenmotive, sondern auch, gut versteckt, Überreste der alten Dörfer. Bei uns hier in Neukölln, z.B., mitten im Kietz, abseits der Hauptstraßen:
Kirchgasse 5, Schul- und Anstaltshaus, 1753-54, Umbauten 1841, 1885
(siehe Ensemble Kirchgasse 5-18…)
Kirchgasse 6, Wohnhaus, 1749, Umbau 1849
(siehe Ensemble Kirchgasse 5-18…)
Kirchgasse 11, Wohnhaus und Nebengebäude, 1780, Umbauten 1812, 1849
(siehe Ensemble Kirchgasse 5-18…)
Das aber insgesamt recht wenig alte Bausubstanz übrig ist, erscheint eigentlich ganz logisch, wenn man die Geschichte Berlins bedenkt. Vor grad mal gut 750 Jahren gegründet, hat die Stadt schon eine Menge mitgemacht. Sie hat z.B. immer wieder mal starke Wachstumsphasen gehabt und da wurde der Platz einfach gebraucht.
Berlin war (und ist) auch lange Hautpstadt - und die meisten Herrscher, ob nun geerbt oder gewählt, basteln an ‚ihrer‘ Stadt gerne rum - und schon wird wieder geschleift und neu gemacht.
Und dann waren da noch die zwei Kriege, in denen Berlins Baudenkmäler (logischerweise) nicht geschont wurden.
Eigentlich ist es erstaunlich, wieviel übrig ist.
Gruß
Sibylle