hallo,
Bayern führt ab September die 42-Stunden-Woche im öffentlichen Dienst ohne Lohnausgleich ein.
wegen der EU Erweiterung sitzen viele große Firmen schon auf gepackten Koffern so rechnet die deutsche Siemens schon in Ing.-Stunden.
müssen wir alle länger Arbeiten oder wie kann man die Konku. in Polen…china …und aufhalten?
cu
Friedrich
PS:Inselträume http://homepage.uibk.ac.at/homepage/csac/csac3574/su…
Die 42 Stundenwoche ist ein Dienst an der Wirtschaft.Wie auch Stoiber es
ausgedrueckt hat will er dass die „Vorreiterrolle“ auf die Wirtschaft
abfaerbt.Nach dem verlorenen Streik sollen jetzt nach Moeglichkeit
alle tariflichen Erungenschaften wieder getilgt werden.Die
Arbeitszeit ist da nur der Anfang.Danach muessen noch die Loehne runter
um wieder „wettbewerbsfaehig“ zu werden.Und das ganze hat im Zeichen der
Globalisierung kein Ende.Wer glaubt dass er seine Situation mit den
aktuellen „Reformen“ verbessern kann wird wohl enttaeuscht werden.
Solange sich Gewinn machen laesst wird ausgelagert.
Die hohen Loehne muessen oft als Vorwand herhalten,die hohe
Produktivitaet wird dabei „uebersehen“…
Uns droht man mit den Tschechen,denen mit den Polen,denen mit Rumaenien,denen
mit der Ukraine,denen mit den Philippinen…usw.
Die grossen Konzerne springen in der Kette auch mal gleich ganz bis zum Ende.
Man kann gar nicht billig genug werden.Dazu kommen noch andere „Standortvoteile“:
Giftige Abwaesser entsorgen?Ach was…in der 3. Welt kann man das
in den naechsten Bach kippen.Arbeitsschutz?Ach was…wer sich verletzt
ist selber schuld.Steuern?Nee lass mal…irgendwo gibts noch Subventionen.
Arbeitnehmerrechte?Och nee…dann ist man nicht mehr
wettbewerbsfaehig…
Solange sich Gewinn rauspressen laesst wird der Mensch zur austauschbaren
Ware reduziert die sich gefaelligst der Bilanz unterzuordnen hat.
Dazu kommt noch die Anonymitaet in den grossen Firmen.
Den Kollegen Karl Meier(mit dem man oft Karten spielt) rauszuschmeissen ist
schwer.Personalnummer 0500 bis 0999 zu entlassen ist wenig mehr als eine
Aktennotiz.Den Stress hat dann ja jemand anderes in der Befehlskette.
Die meisten haben sich damit abgefunden oder beide Ohren verschlossen.
Und ich glaube nicht dass sich daran so schnell was aendern wird.
Viele glaube anscheinend dass wenn es dem Metzger gut geht,es den Schweinen
auch gut gehen muss…
Hallo,
müssen wir alle länger Arbeiten oder wie kann man die Konku.
in Polen…china …und aufhalten?
…indem du für unter 0,30 Euro arbeitest und das 45h die Woche. Ansonsten bist du als Kostenfaktor zu teuer.
Gruß
Frank
Hi!
müssen wir alle länger Arbeiten
Genau das ist der Irrtum in der Sache. Wenn von 35 / 37 / 38,5 / 40 Stunden die Woche auf 42 oder gar 45 Stunden die Woche verlängert wird, dann wird definitiv nicht länger gearbeitet. Man sitzt die Zeit einfach ab, verklönt sie irgendwo auf dem Flur, in der Kantine oder vor dem Getränkeautomat.
42 ist doch nichts weiter als eine Hausnummer, mit der Wirtschaftsbosse und die ihnen hörigen Politiker die eigene Unfähigkeit kaschieren wollen. Ob jemand 35 oder 45 Stunden für das gleiche Geld im Büro hockt, ist völlig egal. Entscheidend ist die Effizienz während der Arbeitszeit. Ich halte jede Wette, dass es Unternehmen gibt, die mit einer 35-Stunden-Woche effizienter sind als andere mit einer 45-Stunden-Woche. Aber so lange die Wirtschaftsbosse ihr Versagen mit solchen Mitteln und Absegnung durch die Politiker vertuschen können, ändert sich gar nichts.
Grüße
Heinrich
Hallo,
kurze Vorbemerkung: die 42-Stunde-Woche finde ich an und für sich gar nicht sooo schlimm - in der Schweiz ist das ganz normal (allerdings verdient man da ja auch um einiges besser).
Doch nun meine Frage: kann man denn dagegen etwas tun, dass die Firmen aus Deutschland flüchten und sich in BIlliglohnländer absetzen (damit meine ich nicht: mehr arbeiten für weniger Geld)? Besonders, wenn es sich um Firmen handelt, die keine roten Zahlen schreiben, sondern die auch in Deutschland große Gewinne fahren? Könnte man für solche Firmen, welche im Ausland die wichtigsten deutschen Standards (Krankenversicherung etc.) nicht einhalten, nicht Zölle auf ihre Produkte erheben? Oder verstößt das jetzt wieder gegen irgendein Abkommen?
Neugierig auf Eure Antworten,
Mirjam
Gut erkannt Heinrich.
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Aber so lange die Wirtschaftsbosse ihr
Versagen mit solchen Mitteln und Absegnung durch die Politiker
vertuschen können, ändert sich gar nichts.
Ja klar, und was war mit der 35-Stunden-Woche und den angeblich vielen tausend neuen Arbeitsplätzen?
Alles nur gelogen.
*wink*
Rainer
Hallo zusammen,
sicher gibt es eine möglichkeit.
es müssten sich alle eu staaten (auch beitrittsstaaten) zu einer großen „richtigen“ gemeinschaft zusammenschließen.
bsp.
wenn daimlercrysler meint die müssen ihre produktion nach indien verlegen, so sollte die eu politik den ganz locker sagen
„geh doch“ im gegenzug kostet dann ein daimler halt nicht mehr 35.000 euros sonder 130.000 euro, weil 100.000 „steuern oder zoll“ gebraucht werden um das heer der arbeitslosen zu finanzieren. dann bin ich mal gespannt wieviel leute in europa einen daimler fahren und wieviele kunden dann in indien existieren. dann lach ich mich tot
nie würden die in diesem szenario den abgang machen
cu alex
Aber so lange die Wirtschaftsbosse ihr
Versagen mit solchen Mitteln und Absegnung durch die Politiker
vertuschen können, ändert sich gar nichts.Ja klar, und was war mit der 35-Stunden-Woche und den
angeblich vielen tausend neuen Arbeitsplätzen?
Alles nur gelogen.
Hi Rainer,
die ganze Arbeitszeitverkürzungsdiskussion hat halt offenbar zu einer deutlichen Effizienzsteigerung geführt
und nix wars mit Tausenden neuer Arbeitsplätze…
Tja, man kann Heinrich nur zustimmen!
Henning.
Hi alle,
kann mir als wirtschaftspolitische Null-Nummer mal jemand erklären, wie es funktionieren soll, mehr Arbeitsplätze zu schaffen (und damit die Arbeitslosigkeit abzubauen), indem man immer weniger Menschen immer länger arbeiten lassen will? Das geht einfach nicht in meinen Kopf…
Euch ein schönes Wochenende,
Anja
Kann mir keiner erklären? *gg owT
…
Hi alle,
kann mir als wirtschaftspolitische Null-Nummer mal jemand
erklären, wie es funktionieren soll, mehr Arbeitsplätze zu
schaffen (und damit die Arbeitslosigkeit abzubauen), indem man
immer weniger Menschen immer länger arbeiten lassen will? Das
geht einfach nicht in meinen Kopf…
Ich auch nicht. Tipp: frag mal unsere Neolibs, exc, Twix. Die haben immer ne Ausrede parat 
Gruß
Frank
Ich auch nicht. Tipp: frag mal unsere Neolibs, exc, Twix.
Dein Glück, daß Klaus das noch nicht gelesen hat. Der hätte Dir virtuell schon längst den Hals umgedreht.
Ich sehe mich durch die Titulierung nicht ganz so beleidigt, obwohl ich kein Neoliberaler bin, was sich darin niederschlägt, daß ich nicht der Ansicht bin, daß längere Arbeitszeiten zu mehr Arbeitsplätzen führen. Allerdings führen kürzere Arbeitszeiten auch nicht zu mehr Arbeitsplätzen.
Gruß,
Christian
Hi,
kann mir als wirtschaftspolitische Null-Nummer mal jemand
erklären, wie es funktionieren soll, mehr Arbeitsplätze zu
schaffen (und damit die Arbeitslosigkeit abzubauen), indem man
immer weniger Menschen immer länger arbeiten lassen will?
es geht - zumindest aus meiner Sicht dabei nicht darum, mehr Arbeitsplätze zu schaffen, sondern bestehende zu erhalten. Durch Mehrarbeit bei gleichen Bezügen führen zu niedrigeren Kosten und das Unternehmen kann somit seine Produkte am Markt günstiger anbieten.
Daß kürzere Arbeitszeiten nicht zu mehr Arbeitsplätzen führen ist einerseits empirisch erwiesen und leicht erklärbar. Nehmen wir der Einfachheit halber einen Betrieb zur Hand, in dem 20 Arbeitskräfte eine absolut identische Tätigkeit ausführen. Bei einer Verkürzung der Arbeitszeit von 38 auf 35 Stunden, ergibt sich somit ein nicht erledigtes Arbeitsvolumen von 60 Stunden. Damit könnte man knapp zwei Leute einstellen, wenn man so unwesentliche praktische Details wie Urlaub usw. ausläßt. Soweit die Theorie.
Dummerweise machen normalerweise nicht 20 Leute in einem Betrieb das gleiche, sondern deutlich weniger, damit haut das ganze bei weniger als 10 Leuten nicht hin. Außerdem braucht man die Leute nicht zwangsläufig 35 Stunden in jeder Woche, sondern mal 32 Stunden und mal 40. Die Abweichungen nach oben werden heute mit Überstunden geregelt, die Abweichungen nach unten durch bezahltes Rumlungern am Arbeitsplatz oder im optimalen Fall über Arbeitszeitkonten.
Das Zauberwort lautet also Flexibilisierung.
Gruß,
Christian
Ich auch nicht. Tipp: frag mal unsere Neolibs, exc, Twix.
Dein Glück, daß Klaus das noch nicht gelesen hat. Der hätte
Dir virtuell schon längst den Hals umgedreht.
Das bezweifle ich, da er sich selbst in einem Artikel in diese Ecke gestellt hat. Das war auch nicht als Beleidigung gedacht. Allerdings bin ich mir bei Klaus nicht mehr sicher, ob er nur „Gags“ macht.
Ich sehe mich durch die Titulierung nicht ganz so beleidigt,
obwohl ich kein Neoliberaler bin, was sich darin
niederschlägt, daß ich nicht der Ansicht bin, daß längere
Arbeitszeiten zu mehr Arbeitsplätzen führen. Allerdings führen
kürzere Arbeitszeiten auch nicht zu mehr Arbeitsplätzen.
Und ich bahaupte ganz klar, dass es unmöglich ist, in dieser Wirtschaft mehr Arbeitsplätze zu schaffen. Es ist in D nicht mehr möglich, noch mehr Mehrwert zu schaffen, daher sind AN nur noch Kostenfaktoren.
Gruß
Frank
Ich auch nicht. Tipp: frag mal unsere Neolibs, exc, Twix.
Dein Glück, daß Klaus das noch nicht gelesen hat. Der hätte
Dir virtuell schon längst den Hals umgedreht.Das bezweifle ich, da er sich selbst in einem Artikel in diese
Ecke gestellt hat.
Im Gegentum. Er hat stets und mehrfach bestritten, ein Neoliberaler zu sein. Aber da Du die Artikel Andersdenkender regelmäßig nur in dem Maße regisitrierst, in dem sie Dir Gelegeneheit geben, Deine Plattitüden zu wiederholen, überrascht mich das nicht.
Und ich bahaupte ganz klar, dass es unmöglich ist, in dieser
Wirtschaft mehr Arbeitsplätze zu schaffen. Es ist in D nicht
mehr möglich, noch mehr Mehrwert zu schaffen, daher sind AN
nur noch Kostenfaktoren.
Daß Dir Deine Zeit für den Unfug nicht zu schade ist, ist einerseits traurig, andererseits komisch, wenn auch wahrscheinlich unfreiwillig.
C.
Hi,
Im Gegentum. Er hat stets und mehrfach bestritten, ein
Neoliberaler zu sein.
Nö, er wollte sogar aus mir einen machen, oder so.
Frage, ernsthaft: was versteht „ihr“/du unter Neoliberalismus?
Gruß
Frank
hi dan,
sicher sind wir nicht die durchblicker, aber die in der regierung auch nicht.
ich glaube, daß niemand in der regierung den „arsch in der hose“ hat. die sind doch voll abgesichert.
in unserem land ist die lobby der wirtschaft stärker als jeder politikerwillen.
bsp.
normalerweise musste der dailervorstand auf termine beim kanzler warten und nicht umgekehrt!
cu
alex
ps: lass uns so ne partei gründen 
Hi!
in unserem land ist die lobby der wirtschaft stärker als jeder
politikerwillen.
Sägen die nicht am Ast, auf dem sie sitzen?
Die Unternehmen zahlen immer weniger Steuern
Die Unternehmen bauen kontinuierlich Arbeitsplätze ab
Die Unternehmen verlagen Arbeitsstätten ins Ausland
Woher nimmt die Unternehmenslobby also zukünftig ihren Einfluss auf die Politiker?
Grüße
Heinrich