Hallo,
ich habe kürzlich gelesen, daß ein Schweizer irgendein Elementarteilchen gebeamt hat. Wer-weiss-was darüber?
Gruß Tilo
Hallo,
ich habe kürzlich gelesen, daß ein Schweizer irgendein Elementarteilchen gebeamt hat. Wer-weiss-was darüber?
Gruß Tilo
hallo,
das hat er dann sicher mit dem rosen-podolski-einstein-paradoxon getan, also dem EPR-paradoxox, wobei jenes kein paradoxon ist klarerweise.
es geht, wenn es ginge, mit hemden ungefaehr so. eine mutter schenkt ihren 2 soehnen jeweils zwei handtuecher, gruen und blau. es begibt sich nun, dass immer wenn der eine sein gruenes auf die leine haengt, der andere sein blaues auf die leine haengt und umgekehrt mit den farben und personen. das funktioniert ohne absprache. einer kann seinen wunsch auch auslosen via wuerfel, ob er sein handtuch jetzt aufhaengt. das interessante ist, es funktioniert ueber beliebige entfernungen und geschieht dabei instantan. das funktioniert natuerlich nur fuer miteinander verschraenkte quantenmechanische zustaende. und nicht fuer handtuecher. das verschraenkt ist hier wichtig weiter.
ich denke, solches tat dann jener schweizer. er macht am ort a etwas und am ort b ensteht aufgrund der quantenmechanischen verschraenkung dasselbe teilchen, ergo beamen. aber den vorgang genau kann man nur nach einigen semestern quantenmechanik verstehen. und selbst einstein schuettelte noch den kopf darueber.
ok ciao beste gruesse, lego
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Tunneln
Der Handtuch-Geschichte schließe ich mich nicht ungesehen an, denn damit bewegst Du ja nix von A nach B, sondern änderst lediglich den statistischen Zustand von Teilchen B.
Ich denke, bei dem „Beam“-Dings handelt es sich um ein klassisches Tunnel-Experiment. Wenn Du Elementarteilchen mit genügend großer Geschwindigkeit (im Bereich der Lichtgeschw., also fast ein Warp) auf etwas ziemlich solides „draufballerst“ (z.B. eine Wand), gelingt es einem bescheiden kleinen Prozentsatz der Teilchen, durch die Wand durchzutunneln. Will sagen, sie tauchen auf der anderen Seite ohne messbaren Zeitverlust wieder auf. Keinesfalls alle, das Geschäft ist eben risikoreich, aber wenn man einige Millionen Teilchen da hinschickt … jedenfalls ist es angeblich sogar schon gelungen (erinnere mich an einen Bild der Wissenschaft - Artikel vom letzten Jahr), damit einen Teil einer Symphonie zu übertragen.
Erklärungen für’s Tunneln gibts zahlreiche, aber ich krieg meine Gedanken nicht sortiert genug, um’s in einen wer-weiss-was-Artikel zu quetschen.
Fabian.
=Þ
Anton Zeilinger - Quantenteleportation
Hallo Thilo,
hier, etwa in der Mitte wird Anton Zeilinger aus Österreich mit seinem Experiment der Quantenteleportation beschrieben:
http://www.star-voyager.de/beamen.html
Mit diesen Informationen kannst du sicher noch viele weitere links finden.
gerhard
hallo,
Der Handtuch-Geschichte schließe ich mich nicht ungesehen an,
denn damit bewegst Du ja nix von A nach B, sondern änderst
lediglich den statistischen Zustand von Teilchen B.
ok, ich weiss bis dato nicht, was jener schweizer und welcher was genau getan hat. und richtig ist, es wird nichts von a nach b transportiert beim EPR-paradoxon. vielmehr ist es meist ein teilchen c, welches die quantenmechanisch miteinander verschraenkten zustaende a und b aussendet. das funktioniert aber auf beliebige entfernungen gleich gut.
beim tunneln hingegen kommt es auf die hoehe der energiebarriere an. man betrachte eine kugel auf einem berg in einer talmulde. die hoehe der talmulde gibt die energiebarriere an. dabei ist es voellig egal,welche geschwindigkeit die kugel hat. sie kann ruhen. mit einer gewissen wahrscheinlichkeit befindet sich ein teil ihrer wellenfunktion auf der anderen seite des walles und sie kann dann, unter brechung des energiesatzes, hindurchtunneln und den rest des berges hinunterrollen. der energiesatz wird natuerlich nur kurzzeitig gebrochen, die energie umgekehrt proportional ausgeborgt zur zeit, bis rueckzahlung faellig ist. fuer 1 joule muss man die energie bereits nach 10 hoch minus 34 sekunden zurueckgeben. das ganze berechnet sich aus der heisenbergschen unschaerferelation und der planckschen naturkonstante. atomare prozesse sind hier mit sagen wir 10 hoch minus 18 sekunden noch sehr sehr langsam. aber wir reden meist auch von viel weniger energie.
alldieweil tunneln ist auch instantan, aber eben sehr sehr unwahrscheinlich, kaeptn J.Tiberius K. muesste laenger warten, als das universum alt werden wird, bis es endlich passiert, und dann wird nur ein teil von ihm ankommen, vielleicht fehlt die leber oder nur ein nasenhaar wird gebeamt. natuerlich funktioniert das nur auf der quantenmechanischen ebene, und selbst ein nasenhaar hat sehr sehr viele quanten. und das tunneln wird immer unwahrscheinlicher mit der entfernung, denn die unschaerferelation uebertraegt sich auch auf die groessen impuls und ort. mithin waere der EPR-effekt, wenn man wollte, der wesentlich praktikablere.
das problem bei beiden, die informationsmenge die fuer ein „beamen“ zu speichern waere und wie wollte man die infos vorher messen? weiter die energiemenge fuer die apparatur und die apparatur selbst, allein wenn man ein molekuel beamen wollte, da stecken auch schon einige hundert und mehr quanten drin
beste gruesse, lego
Ich denke, bei dem „Beam“-Dings handelt es sich um ein
klassisches Tunnel-Experiment. Wenn Du Elementarteilchen mit
genügend großer Geschwindigkeit (im Bereich der Lichtgeschw.,
also fast ein Warp) auf etwas ziemlich solides „draufballerst“
(z.B. eine Wand), gelingt es einem bescheiden kleinen
Prozentsatz der Teilchen, durch die Wand durchzutunneln. Will
sagen, sie tauchen auf der anderen Seite ohne messbaren
Zeitverlust wieder auf. Keinesfalls alle, das Geschäft ist
eben risikoreich, aber wenn man einige Millionen Teilchen da
hinschickt … jedenfalls ist es angeblich sogar schon
gelungen (erinnere mich an einen Bild der Wissenschaft -
Artikel vom letzten Jahr), damit einen Teil einer Symphonie zu
übertragen.Erklärungen für’s Tunneln gibts zahlreiche, aber ich krieg
meine Gedanken nicht sortiert genug, um’s in einen
wer-weiss-was-Artikel zu quetschen.Fabian.
=Þ
Anton und lego haben es getroffen, danke an alle.
Danke