Beamer als Fernsehersatz

Liebe Wissende,
ich oute mich hiemit mal als total Unwissender…

Wenn ich meinen Fernseher durch einen Beamer ersetzen möchte, welche Geräte brauche ich dann?

DVBT-Receiver als Quelle für das TV-Signal?
Muss dann auch die Stereoanlage angeschlossen werden, um überhaupt einen Ton zu erhalten?

In meiner Vorstellung ist es so, dass der Beamer lediglich das Bild projizieren kann oder liege ich da total falsch.

Wer von Euch hat die olle Fernsehkiste (ich mag den riesen Apparat nimmer) durch eine Lösung mit Beamer ersetzt und kann mir seine Erfahrungen mitteilen?

Herzlichen Dank für Eure Unterstützung,

karotier

Moin,

DVBT-Receiver als Quelle für das TV-Signal?
Muss dann auch die Stereoanlage angeschlossen werden, um
überhaupt einen Ton zu erhalten?

Genau so. Allerdings liefert DVB-T nicht gerade die besten Bilder für
eine große Diagonale.
Ist Dir bewusst das die Lampen im Beamer nur 3000-6000 Stunden halten und
neue Lampen fast das gleiche kosten wie der Beamer selber?
Somit ist ein Beamer (für mich) absolut ungeeignet als TV ersatz. Denn wenn
man mal schnell 15 min. tagesschau anschauen will ist das auch wieder ein
zu hoher Verschleiß denn man sollte diese Lampen nicht unnötig kurz an und
ausschalten.
Höchstens für Filme vom PC oder DVD Player.
http://www.manager-magazin.de/life/technik/0,2828,42…

Gruß
Andi

Hallo,

Beamer sind nicht nur im Betrieb wegen der Lampenksoten sehr teuer (wie einen Fernseher stundenlang durchlaufenlassen ist nicht empfehlenswert), sie sind auch bei weitem nicht so tageslichtgeeignet wie ein Fernseher, auch wenn es grosse Unterschiede in der Helligkeit gibt. Sonne ist Gift und meistens ist auch die Helligkeit eines Arbeitsraums noch zu hoch. Wenn man dir das Ding in einem schummrigen Vorführraum zeigt, dann verlang mal das Licht anzumachen.

Gruss Reinhard

Hi
vermutlich könntest du bei täglichem Gebrauch vom Preis der verbrauchten Lampen 3 TVs/Anno kaufen :smile:
gut, bisserl Übertreibung ist enthalten :smile:
JS

Hi,

ich träume auch von einem Beamer, aber in einer Dachgeschosswohnung geht das nicht gut :wink: Trotzdem, mit meinem Ex zusammen hatte ich auch einen (plus passende Wohnung), aktuell hat mein Bruder einen…

Wenn ich meinen Fernseher durch einen Beamer ersetzen möchte,
welche Geräte brauche ich dann?

DVBT-Receiver als Quelle für das TV-Signal?

z. B. oder einen Receiver wie du ihn jetzt schon hast. Allerdings sind Beamer bei schwankenden Signalstärken etwas empfindlicher, da kann es schon mal zu Blackouts kommen. Verbinden würde ich das mit S-Video-Kabel (oder höherwertiger mit HDMI)

Muss dann auch die Stereoanlage angeschlossen werden, um
überhaupt einen Ton zu erhalten?

Nen Beamer hat einen Lautsprecher, allerdings so eine Quäkkiste. Ich würde immer auch das Audio-Out in Kombination mit einer Stereoanlage (natürlich mit guten Boxen und 6.1 System *träum*) nutzen.

Wer von Euch hat die olle Fernsehkiste (ich mag den riesen
Apparat nimmer) durch eine Lösung mit Beamer ersetzt und kann
mir seine Erfahrungen mitteilen?

Siehe oben

Noch ein Nachtrag zu den Birnen, ich habe bisher an keinem Beamer eine Birne gewechselt, auch Brüderchen, der seinen seit 5 Jahren in Betrieb hat, hat immer noch die erste Birne drin (und er hat keinen (!) weiteren Fernseher). Klar Birnen sind teuer, also informier dich vorher. Zusätzlich brauchst du auch noch eine Leinwand oder eine hochwertige weiß gespachtelte Platte und evtl. noch eine Deckenhalterung. Strom hast du von oben?

Wie schaut dein Wohnzimmer aus, direktes Licht von hinten (nicht so toll) bzw. kannst du es abdunkeln?

Gruss,
Julia

… gibt da nur eine Alternative:

LED Beamer. Praktisch unbegrenzte Lebensdauer.
Die sind aber eine neue Entwicklung, bisher gibt es nur ein Modell von Samsung und eines e. weiteren Herstellers.

Jedoch nur VGA Auflösung, geringe Lichtstärke.

Daher warte ich noch.

Wer sichs leisten kann, kann natürlich auch einen Standard Beamer als Fernseherersatz nutzen.

Herzlichen Dank zunächst einmal für Eure Antworten.

Worum es mir gehr, ist dieses "Möbelstück " Fernseher los zu werden. Eigentlich läuft bei mir die Kiste maximal zweimal in der Woche und dann auch echt nicht länger als eine Stunde. Damit sollte die Haltbarkeit einer Lampe für den Beamer ja nicht übermäßig strapaziert werden.
Große weiße Wände , glatt verputzt hat der Raum, und verdunkeln lässt er sich auch. Auch Stromzuführung aus der Decke des Raumes ist gegeben…

Nur… ich weiß immer noch nicht recht, wie der Beamer das TV-Signal des DVBT-Empfängers in ein Bild umwandelt… Brauche ich dafür denn noch ein zusätzliches Gerät oder kann ich einfach den Receiver mit dem Beamer per Kabel verbinden und gut ist?
Da ich natürlich auch möglichst wenig Kabelsalat verursachen möchte, gibt es auch eine möglichkeit, Beamer und Stereoanlage über ein Funkmodul zu koppeln? Ggf, dann auch Beamer Stereoanlage UND DVBT-Emfänger/ oder DVD-Player?

Vielen Dank für zweckdienliche Hinweise.

Karotier

Hallo Karo,

guck doch mal in die aktuelle c’t (Heft 23/2007) Computerzeitschrift. Dort gibt es einen Test von „Billigen Beamern“, vielleicht hilft dir das weiter.

Gruß: Uli

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Herzlichen Dank zunächst einmal für Eure Antworten.

Ich habe einen Beamer (Acer PD723) als Fernseher-Ersatz im Einsatz und behaupte deshalb, mitreden zu können :smile: Vorab: ich bin sehr zufrieden, und würde das auch nach 2 Jahren, die der Beamer jetzt bei mir läuft, wieder tun. Ich habe damals 1500 Euro für das Teil bezahlt, heute würde man geeignete Beamer (keinen Billigschrott) bereits deutlich unter 1000 Euro bekommen.

Worum es mir gehr, ist dieses "Möbelstück " Fernseher los zu
werden. Eigentlich läuft bei mir die Kiste maximal zweimal in
der Woche und dann auch echt nicht länger als eine Stunde.
Damit sollte die Haltbarkeit einer Lampe für den Beamer ja
nicht übermäßig strapaziert werden.

Das Lampenthema wird idR zu oberflächlich diskutiert. Eine neue Lampe kostet für meinen Beamer etwa 300 Euro. Ob sie die angegebenen Hersteller-Lebensdauerstunden (mindestens 3000) erreicht wird man sehen. Tastache ist, sie ist bereits nach weit weniger (1000 Stunden) deutlich dunkler geworden. Ich kann das aber problemlos ausgleichen, indem ich die Rollos ein wenig weiter runter mache. Die Lampe wird voraussichtlich 4 Jahre halten. Das macht also etwa 75 Euro/Jahr aus --> kein Thema.

Eigentlich wäre der Beamer tageslichttauglich (3000 Lumen - wahrscheinlich „Herstelleroptimiert“ („geschönt“)). In der Praxis hat man aber eine gewisse Lichtmenge aus der Lampe, die man über eine gewisse Distanz auf eine mehr oder weniger große Wandfläche projeziert. Je größer die Distanz und je größer die Wandfläche desto weniger Licht pro Quadratzentimeter, und desto früher müssen die Rollos runter. Bei meiner Bilddiagonale von 5 Metern (!) müssen (Faustregel) tagsüber die Rollos immer runter, und nachts nicht (smile). Die Lampe lässt wie wir wissen nach, und ich muss dann eben mit den Rollos „nachregeln“. In der Praxis mache ich die Rollos immer ganz runter, weil mich sonst das Licht von der Seite stört, weil es den Blick ablenkt.

Ich kann eine derartig große Fläche machen, weil ich ein vergleichweise sehr großes Wohnzimmer mit einer geeigneten fesnterlosen Wand habe. Ich muss nämlich auch ganz schön weit weg, zu nah an dem Bild zu sitzen ist nicht auszuhalten (Betrachtungsabstand). Folglich bekomme ich eine Reihe von Abhängigkeiten: die gewünschte Bildgröße, die von meinem bevorzugten Sitzort abhängt, gibt mir den Aufstellungsort des Beamers, und die Distanz da hin bei gegebener Lampenleistung die Bildhelligkeit. Nun kann man aber den Beamer baulich gesehen nicht einfach „irgendwohin“ stellen. Er braucht Kabelverbindungen, kann idR nicht schräg projezieren und muss sich irgendwie in den Wohnraum einfügen so dass er optisch nicht auffällt und auch keiner drüber fällt. In der Praxis bedeutet das Deckenmontage (oder oben auf ein Regal), und ein Zoom Objektiv bringt mehr Flexibilität, ist aber teurer, genauso wie Lens-Shift (Bemaer kann in Grenzen seitlich von der Bildmitte angeordnet werden).

Und macht mand as Bild zu hell ist es zu grell und deshalb auch nicht angenehm. Blöder Weise kann man Beamerlampen aber nicht dimmen, allenfalls hat man 2 Helligkeitsstufen (normal und Eco). Ist der Beamer zu hell muss man die Bildhelligkeit runterregeln, und das bedeutet, dass das überschüssige Licht im Beamer verheizt werden muss --> der Lüfter wird lauter.

Das ist das nächste Problem. Die heiße Lampe muss gut gekühlt werden, sonst sinkt die Lebensdauer dramatisch, und der Beamer schaltet wegen Überhitzung ab. Der Lüfterlärm ist je nach Beamer zwischen unhörbar, leicht hörbar (stört nicht) und absolut unakzeptabel. Meiner kennt zwei Zustände: Lüfter läuft voll, lt Datenblatt 32 dB, subjektiv unakzeptabel. Lüfter läuft im Eco Modus, lt Datenblatt 28 dB, das ist Kategorie „hörbar, aber es stört (mich) nicht)“. Ich hatte auch einen Beamer, bei dem der Lüfter ständig zwischen schnell und langsam hin- und herpendelte, das Resultat ist noch unakzeptabler als ein ständig jaulender Lüfter. Faustregel: je kleiner der Beamer, desto kleiner der Lüfter, desto enger das Gehäuse, desto schwierige die Belüftung, desto lauter das Lüftergeräusch.

Moral von der Geschichte: ich habe meinen idealen Beamer durch Probieren gefunden.

Letztes Thema: der Anschluss. Beamer müssen logischer Weise der Projektsionsfläche gegenüber liegen. Selbst wenn die eingebauten Lautsprecher besser wären (sind sie nicht …) käme der Ton von hinten, das geht auf keinen Fall. Deshalb hat man normalerweise seine Stereoboxen an der Projektsionsfläche (Surround wollen wir mal nicht weiter betrachten - ich halte das bei Videoprojektion für ein ebenso teures wie unnützes Gimmick). Irgendwo muss der Verstärker hin. Ich habe nun die Wahl, entwede mit dem Videosignal zum Beamer zu kommen, oder mit dem Audiosignal zu den Boxen, und das möglichst nicht quer durch den Raum. In meinem Fall (Verlegung in der Sockelleiste) musste ich 15 Meter überbrücken. Da ich mit dem Boxen auch gerne kräftige Musik höre scheiden lange Lautsprecherkabel aus, abgesehen davon würde ich die dicken Strippen nicht hinter die Sockelleiste bekommen. Also steht der Verstärker bei den Boxen an der Projektionswand, und damit auch der DVD Player. Nun muss ich das Videosignal über 15 Meter bekommen. Mit dem normalen Cinch/Composite (gelb) war das unmöglich, auch bei sehr guten Kabeln gab es immer grausames Bild. Kleine Schrift nicht zu lesen, Schatten, Doppelbilder. Je größer das Bild, desto unakzeptabler das Ergebnis.

Digitale Ansteuerung könnte mein Beamer, aber die Kabel sind wieder dick, und ich habe auch noch Quellen die keine digitalen Ausgänge haben. S-Video hat mich schließlich gerettet: der kaum merkbare Qualitätsverlust ist hinnehmbar. Bei DVDs als Quelle. Normales (Kabel)Fernsehen dagegen hat von Haus aus so eine grenzgängige Qualität dass das Fernsehbild durch die extreme Vergrößerung furchtbar aussieht.

Der nächste Schritt wäre also, die Anlage Richtung „hochauflösend“ umzubauen. Im Moment reicht mein Enthusiasmus aber nicht aus, mich in der Richtung schlau zu machen. Was ich erreicht habe reicht mir.

Noch Fragen?

…Armin

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Danke an Dich und Deinen ausführlichen Bericht.

Eine Frage hab ich allerdings noch: Ist das Signal aus dem DVBT-Receiver ähnlich schlecht wie das des Kabelfernsehens?

LG,
karotier

Danke an Dich und Deinen ausführlichen Bericht.owT

Danke an Dich und Deinen ausführlichen Bericht.

Eine Frage hab ich allerdings noch: Ist das Signal aus dem
DVBT-Receiver ähnlich schlecht wie das des Kabelfernsehens?

Soweit ich weiß, ist das Bild in etwa gleich, wenn nicht sogar ein wenig schlechter. Und ich habe die Erfahrung gemacht, dass es bei der Qualität der Receiver himmelweite Unterschiede gibt. Geiz ist nicht immer geil.

Ich finde jedenfalls Fensehbild auf 5m Diagnonale aufgeblasen hart an der Grenze des Erträglichen. DVD geht gerade so. Ich überlege deshalb sogar, den Beamer wieder näher an die Wand zu bringen und das Bild zu verkleinern.

…Armin