Beamtendarlehen - wer hat damit erfahrungen ?

Guten Tag,

ich beschäftige mit derzeit mit einem beamtendarlehen - hierzu wird eine lebensversicherung abgeschlossen und zusätzlich müssen zinsen gezahlt werden. ich habe mal ein beispiel der hamburg-mannheimer:

beamter, 30 jahre alt, kreditsumme: 25.000 euro, laufzeit: 20 jahre - gesamtrate: 244,00 euro (bestehend aus ca. 100 euro lebensvers. + 144 euro zinsen). die 25.000 werden sofort ausgezahlt.

also wenn ich das beispiel berechne, heisst das - ich zahle über 58.000 euro ein in 20 jahren und erhalte aber letztendlich nur 25.000 + einer gering ausfallenden überschussbeteiligung der lv (5000 euro). dann hat die o.a. versicherung also ca. 28.000 euro an mir verdient.
und was passiert, wenn ich nach ein paar jahren die summe komplett zurückzahle und alles kündige, sind meine zinszahlungen (144 euro)dann futsch ???
ist das so überhaupt rechtlich in ordnung, da sie sich ja über 100 % einverleibt. also diese aufstellung der versicherung verstehe ich nicht. kann mir da jemand etwas zu schreiben, denn das wäre ja wirklich die abzocke schlechthin.

ich beschäftige mit derzeit mit einem beamtendarlehen - hierzu
wird eine lebensversicherung abgeschlossen und zusätzlich
müssen zinsen gezahlt werden.

Was soll der Unsinn ? Nimm ein normales Darlehen auf, mit etwas Glück sind die Zinsen niedriger, als bei der HM.

Wenn Du dann noch etwas fürs Alter tun willst, kannst Du eine Versicherung abschließen.

ist das so überhaupt rechtlich in ordnung, da sie sich ja über
100 % einverleibt. also diese aufstellung der versicherung
verstehe ich nicht. kann mir da jemand etwas zu schreiben,
denn das wäre ja wirklich die abzocke schlechthin.

Du zahlst die 144 €, weil Du für die 25.000 € eben Zinsen zahlen musst. Das Darlehen wird nicht getilgt, dafür zahlst Du die 100 € in die LV, die bei Fälligkeit das Darlehen auf ein mal tilgt.

Ob Du in ein paar Jahren das Darlehn auch vor Fälligkeit der LV tilgen kannst, musst Du den Darlehnsbedingungen entnehmen, in der Regel werden Sondertigungen zulässig sein, aber nicht die vollständige Tilgung. Und natürlich wären auch die bis dahin bezahlten Zinsen (144€) „futsch“.

Wahrscheinlich gibts günstigeres Darlehnsforen, hierzu sollte man sich unterschiedliche Angebote machen lassen.

Das Problem hier wird sein, dass es für die 25.000 € keine ausreichende Sicherheit gibt, oder?

denn das wäre ja wirklich die abzocke schlechthin.

Richtig, genau das ist es auch.
Natürlich wollen Banken gerne eine Sicherheit für ihren Kredit haben.
Als Beamter bietet man schon eine sehr hohe, und um GANZ sicher zu gehen kann man ja noch eine RISIKO-Lebensversicherung abschließen, die kostet nur wenige Euro im Monat und sichert den Todesfall genau so gut ab.
Mit der Kombination sollten dich eigentlich alle Banken mit Kusshand (und günstigen Zinsen) aufnehmen.
Hol dir einfach noch 2-3 Angebote bei Banken ein, ich fress nen Besen wenn du da nicht besser wegkommst als mit dem jetzigen Angebot.

Gruß
Granini

Natürlich wollen Banken gerne eine Sicherheit für ihren Kredit haben.

Die Sicherheit einer Lebensversicehrung ist ihr Rückkaufswert. Dieser ist bei einem neu abgschlossenen Vertrag gleich Null. Also handelt es sich hier a) um ein unzulässiges Koppelgeschäft und b) um Provisionsschneiderei.

Die Sicherheit einer Lebensversicehrung ist ihr Rückkaufswert.
Dieser ist bei einem neu abgschlossenen Vertrag gleich Null.
Also handelt es sich hier a) um ein unzulässiges
Koppelgeschäft und b) um Provisionsschneiderei.

Du hast sowohl in Punkt a) als auch b) Recht.
Aber ersterem kann ich so nicht zustimmen, warum werden denn dann Risiko-LV’s zur Absicherung von Krediten abgeschlossen?
Natürlich sind diese (genau wie eine frisch gestartete KLV) nur eine Absicherung für den Todesfall des Kreditnehmers, nicht für dessen anderweitige Zahlungsunfähigkeit. Aber immerhin eine Absicherung.

Trotzdem sollte man sich natürlich auf solch ein Koppelgeschäft nicht einlassen, auch wenn es anscheinend leider gängige Praxis seitens der Banken ist, so etwas zu versuchen.

Gruß
Granini

Aber ersterem kann ich so nicht zustimmen, warum werden denn
dann Risiko-LV’s zur Absicherung von Krediten abgeschlossen?
Natürlich sind diese (genau wie eine frisch gestartete KLV)
nur eine Absicherung für den Todesfall des Kreditnehmers,
nicht für dessen anderweitige Zahlungsunfähigkeit. Aber
immerhin eine Absicherung.

Stimmt auffallend, mea culpa. Hatte jetzt eher an eine bankmäßige Sicherheit gedacht, denn ansonsten hätte es gereicht eine RLV anzubieten.