Hallo Zusammen!
Ich fange im Sommer eine Ausbildung zum Dipl. Verwaltugnswirt an und werde somit zum Beamten auf Widerruf. Kann mir jemand sagen, wie es sich da mit der Krankenversicherung verhält? Muss ich mich Privat versichern oder kann ich auch in Gesetzlichen Krankenkassen bleiben?
Schonmal danke
Sam
Du hast dann eine Beihilfeberechtigung, eine private KV wäre dann also zu empfehlen. Du kannst auch in der GKV bleiben, zahlst dann aber den Beitrag komplett (kein AG-Zuschuß wegen Beihilfe), bekommst aber auch keine Beihilfe-Leistungen, weil Du in der GKV bist.
Also erkundige Dich nach Beihilfetarifen der PKV.
Hallo und Danke für die schnelle Antwort!
Muss ich dann bei meinem Arbeitgeber einen Antrag auf Beihilfe stellen oder läuft das dann über die PKV?
Grüße Sam
Hallo,
deine PKV hat besondere Tarife (50%) für Beamte. Die Arztrechnungen bekommst Du zugeschickt und bezahlst sie. Die Rechnungen sammelst DU. Am Ende des Jahres, oder wenn die Summe groß wird, reichst du die Kopien der Rechnungen bei der PKV ein. Die Originalrechnungen schickst du mit einem Beihilfeantrag (gibts im Internet beim LVB) zur Beihilfestelle.
Bei geringen Rechnungen kannst du dir das sparen: die Beihilfestelle berechnet 120 Euro (Von Land zu Land möglicherweise anders) als Pauschale statt Praxisgebühr. Wenn Du also weniger als 120 Euro erwartest, kannst Du dir das sparen. Die Krankenkasse zahlt Beitragsmonate zurück, wenn man im Jahr keine Leistungen in Anspruch nimmt.
Die Kosten der PKV sind übrigens stark unterschiedlich.
Übrigens:
Du kannst dich auch gesetzlich versichern. (HA HA HA) Dann musst Du alles selber zahlen und bekommst IM KTRANKHEITSFALL! die Hälfte von der Beihilfestelle zurück, aber nur bis zur Hälfte der Beiträge. D.h. für Vielkranke ist es egal, alle anderen verlieren.
Gruß
Peter
Hallo und Danke für die schnelle Antwort!
Muss ich dann bei meinem Arbeitgeber einen Antrag auf Beihilfe
stellen oder läuft das dann über die PKV?
Grüße Sam
Hallo und Danke für die schnelle Antwort!
Muss ich dann bei meinem Arbeitgeber einen Antrag auf Beihilfe
stellen oder läuft das dann über die PKV?
Grüße Sam
Hi Sam,
grundsätzlich immer 2 Anträge auf Erstattung
1 bei der PKV und den anderen bei der Beihilfestelle.
Alles andere ist von Bundesland zu Bundesland verschieden.
Was mein Vorposter geschrieben hat, trifft z. B. für Bayern nicht zu.
Grundsätzlich ist zu sagen, dass es PKV´s gibt die sich auf Beamte spezialisiert haben und welche, die weniger spezialisiert sind. Hör dich am besten schon mal bei deiner zukünftigen Dienststelle nach Tipps zum Versicherer um.
grüsse
dragonkdd
Hi dragonkdd!
Wenn ich das Richtig vestehe, muss ich nur in dem Fall zwei Anträge auf erstattung stellen, wenn Kosten angefallen sind - vorher nicht? Sprich ich muss wenn ich mich jetzt privat versicher nicht direkt mich an die Beihilfe stelle wenden!?
Danke Sam
hi
Wenn ich das Richtig vestehe, muss ich nur in dem Fall zwei
Anträge auf erstattung stellen, wenn Kosten angefallen sind -
ja sicher, schliesslich willst du dein Geld zurück, oder etwa nicht ?!?
vorher nicht? Sprich ich muss wenn ich mich jetzt privat
versicher nicht direkt mich an die Beihilfe stelle wenden!?
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der Arbeitgeber (Bund/Land/Gemeinde) leistet im Krankheitsfall bis max. die HÄLFTE deiner verursachten Arztkosten (und auch das nur in bestimmten Fällen - ist sinnvoll sich das vor der einen oder anderen Behandlung zu verinnerlichen)
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die PKV übernimmt max. die andere Hälfte deiner verursachten Arztkosten
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jede Arztrechnung bezahlst du erstmal aus deiner eigenen Tasche (du wirst dir also das eine oder andere Mal überlegen, ob du wirklich so krank bist und ob du gerade das Geld hast um krank zu sein)
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bezahlst du zwar keine Beiträge an deinen Arbeitgeber, sehr wohl aber welche an die PKV - aber eben nur über die Hälfte deiner Arztkosten
Bei der Beihilfe kannst du die Rechnungen einreichen (und max. die Hälfte davon wiederbekommen abzüglich dem Kostendämpfungspauschale von 150 € / Jahr) sofern die Rechnungen älter als 1 Jahr, maximal 2 Jahre alt sind und über einer bestimmten Höhe liegen (früher mal 400 DM - die erreicht man allerdings ganz schnell)
Bei der PKV kann es sein, dass man wenn man sie nicht in Anspruch nimmt, einen Teil der Beiträge (meistens 3 - 4) zurückbekommt - dort lohnt es sich erst dann Rechnungen eines Kalenderjahres einzureichen, wenn die Höhe des Erstattungsbeitrages das doppelte von ca. 3-4 (je nach Versicherung) Monatsbeiträgen beträgt - ansonsten ist nämlich eine Beitragsrückerstattung günstiger , die natürlich auch erst gegen Ende des Folgejahres ausgezahlt wird.
Fazit : im ÖD finanzierst du eine ganze Menge vor - gehst wohl oder übel nur zum Arzt wenn es dir richtig dreckig geht und dann bekommst du die Rechnung die du nicht einfach sofort einreichen kannst sondern erstmal bis zu 2 Jahren sammeln musst, bevor du dein Geld wiederbekommst …
Gruß H.
Hallo Samuel!
Mein Senf dazu:
Würde Dir sehr empfehlen, nicht leichtfertig in die PKV zu wechseln, sondern vorher gründlich zu überlegen, z.B.:
- geht es nur darum, am Anfang Geld zu sparen oder brauchst Du *alle* Wahlleistungen der PKV? Reicht evtl. eine Zusatzversicherung für Deine Zwecke?
- Familienplanung nicht definitiv ausgeschlossen?
- in die PKV kommste leicht, zurück in die GKV ist schwieriger…
- wie sieht Deine medizinische Vergangenheit aus (Gesundheitsfragebogen!!)?
Bedenke, dass Du noch auf Widerruf bist; das kann je nach Bundesland sowohl „lebenslange Absicherung“ heißen als auch „ausgebildet für die Straße“.
Und wenn es letzteres sein sollte (ich weiß ja nicht, wo Du deinen Vorbereitungsdienst ableistest), wirste *froh* sein, die gesetzliche mit eventuell sogar etwas niedrigeren Beiträgen als eine private Vollversicherung zu haben, zumal bei der GKV weder der Papierkram mit der Einreicherei anfällt - noch das Antasten der eigenen Ersparnisse, wenn mal wirklich größere Arztrechnungen anfallen. Habe mal die folgenden Beiträge recherchiert:
PKV im Vorbereitungsdienst: ca. 50€ monatlich (incl. Pflegevers.), ggf. plus Beihilfezuzahlung 13€ (so z.B. in Rheinland-Pfalz) im Monat: 63€ insgesamt
GKV als Student: ca. 60€ monatlich plus ggf. Praxisgebühr und Zuzahlungen für Medikamente
PKV nach der Laufbahnprüfung: um die 150€ für eine gute PKV (und dann bist nur Du abgesichert. Familienmitglieder kosten extra!). Plus Kostendämpfungspauschale plus evtl. Beitrag an die Beihilfe für Wahlleistungen
PKV bei Nichtübernahme: um die 200€ (und wieder: nur Du)!
GKV nach der Laufbahnprüfung (A9): unter 250€ für die ganze Familie
GKV bei Nichtübernahme: erstmal 1/2 Jahr Absolvententarif, ca. 100€!
(jeweils ggf. plus Medikamentenzuzahlung und Praxisgebühr)
Und was die Beitragsrückerstattung der PKV angeht: Meiner Ansicht nach nicht besonders zielführend. Eine Krankenversicherung ist für die Absicherung der eigenen Gesundheit da, und nicht für den Versuch „wie lange kann ich den Onkel Doktor meiden, um Kohle zurückzubekommen“.
Hoffe, ich konnte behilflich sein.
Grüße,
GM (der damals nicht übernommen wurde und somit die Problematik auch ein wenig kennt)