In der deutschen Sprache wird der Genitiv in seiner Funktion als Genitiv des Objekts von zahlreichen Verben regiert. Beispiele für solche Verben sind: bedürfen, ermangeln, gedenken, harren, pflegen (nur poetisch: der Ruhe pflegen), spotten, sich bedienen, sich besinnen, sich erfreuen (auch: sich freuen), sich erinnern, sich rühmen.
Satzbeispiele: Sie gedenken der Freunde. Sie erinnert sich ihres letzten Urlaubs. Er erfreut sich bester Gesundheit. Ich bediene mich des Genitivs.
„haben der Opfer … gedacht“ klingt irgendwie auch stimmiger und nur weil man es häufig falsch hört, wird es dadurch nicht richtiger :-\
Wir wenigen an Sprache wirklich Teilnehmenden stehen so sehr auf verlorenem Posten, dass unser Scheitern allenfalls verzögert, nicht aber verhindert werden kann.
Wenn man hier schon „auf Mainau“ zu verteidigen sucht, was steht uns dann noch bevor?
Der Schwund des Genitivs wird seit mehr als hundert Jahren beobachtet.
Wir halten ihn hoch, aber Sprachstümper sind in der Überzahl.
Wer den Genitiv verteidigt, richtet Mauern gegen die
Unmenschlichkeit auf!
Moral hat in der Sprache ebensowenig verloren wie Gefühl. Das soll Dich (und mich) aber nicht abhalten, zum Genitiv (gerade eben habe ich einen „Genetiv“ gesehen) zu stehen