Bedeutung des Themas der Diplomarbeit

Hallo zusammen, ich bin Studentin der BWL mit den Schwerpunkten Marketing und Controlling. Nun möchte ich gern in die Richtung Marketing gehen, habe aber auf meine Bewerbungen fürs Diplom jetzt aber ein Angebot bekommen für ein mittelständisches Unternehmen eine Kundenwertanalyse durchzuführen.Bin dort zwar der Marketingabteilung zugeordnet, das Thema ist natürlich aber eher controllinglastig.(Marketingcontrolling)
Was anderes hat sich bisher leider nicht ergeben und gerade im Marketing ist es verdammt schwer einen Platz zu bekommen.
Nun habe ich vorher ein Praktikum im Marketing im B2C Bereich/Konsumgüterindustrie gemacht, jetzt wäre es aber B2B/Versorgungsunternehmen.

Meine Frage:
Wie wichtig ist das Thema der Diplomarbeit überhaupt? Kann mein Thema mir den Weg ins Marketing versperren, weil es halt so controllinglastig ist? Kann mir auch die Unfokussiertheit in meinem Lebenslauf später auf die Füße fallen? Wie lege ich mein Thema positiv aus, wenn ich mich später wieder im Konsumgüterbereich bewerben will?

Weiß halt im Moment nicht, ob ich froh sein soll überhaupt ein praxisorientiertes Thema schreiben zu können, oder ob ich mir dadurch meinen Lebenslauf „ruiniere“.

Interessiert die Diplomarbeit bei den Bewerbungen überhaupt irgendjemanden? Wie ist eure Erfahrung.

Vielen Dank
Eure Doreen

alles kann, nicht muß
Hallo Doreen,
ich kann Dir nur raten, mach was Dich interessiert und was Dir gut von der Hand geht.
Ich bin nicht einmal nach meiner Diplomarbeit gefragt wurden. Die in BWL ist so himmelweit von dem entfernt, was ich jetzt mache.
Auf der anderen Seite könnte natürlich die passende DA der Türöffner für Deinen wunschjob sein. Ma weeßet halt nicht.

Was die „Unfokussiertheit“ angeht, tja verkaufen ist alles. Als Marketingfachfrau kriegste das schon hin. Ich bin der Meinung, wenn Du Sachen machst, die Dich nicht ansprechen DANN ruinierst Du Dir Deinen Lebenslauf.

Gruß
PP

Hallo Doreen,

ich sehe das genauso wie Pat. Tu, was dir lieber ist. Natürlich wäre es perfekt, wenn du dich auf einen Job bewirbst, wo du mit deiner Arbeit glänzen kannst. Aber a) weißt du das vorher nicht, das könnte mit jedem Thema passieren und b) ist eine Diplomarbeit schon sehr speziell und hat, wie erwähnt, oft nichts mit dem späteren Job gemein. Muss sie auch nicht. Außerdem denke ich, dass das Thema einer Diplomarbeit nicht maßgebendes Einstellungskriterium sein wird. Das werden zunächst deine Spezialisierungen und persönliche Eigenschaften sein. Vielleicht zieht man sie in Betracht, wenn man sich zwischen dir und einem identischen Bewerber nicht entscheiden kann und der einzige Unterschied das Thema eurer Arbeit ist:wink:
Du solltest das Thema nicht auf „später“ ausrichten und dem nicht so viel Bedeutung beimessen. Tu, was dir gefällt. Dann gehst du auch darin auf und die Arbeit wird nicht einfach zum lästigen Übel.

punkt.

Das Problem ist ja, daß ich das Thema schon spannend finde, aber es natürlich nicht meine erste Wahl wäre. Ich habe viele Bewerbungen versandt für den Bereich Marketing. Viele Absagen bekommen, das ist jetzt mein einziges Angebot - halt die Kundenwertanalyse, also eher Marketingcontrolling. Im Marketing dürfen wir leider nicht theoretisch schreiben.Nun ist halt die Frage, soll ich froh sein, überhaupt was zu haben oder ruiniere ich mir damit meinen Lebenslauf, besonders im Hinblick darauf ins Marketing gehen zu wollen.
Ich möchte auch irgendwann fertig werden und wenn das meine einzige Chance ist…
Es ist kein Herzensthema, aber sicherlich auch kein reines Zweckthema.

Nein du ruinierst dir damit nicht deinen Lebenslauf. Wenn das Thema nicht deine Nr. 1 ist, dich aber trotzdem interessiert und du kein anderes Angebot hast, dann nimm es an:smile: Ich sehe da keine Barrieren für dich für evtl. spätere Jobs. Ich nehme mal an, du hast einschlägige Praktika… das ist das Wichtigste. Marketing ist ein weites Feld (ich weiß, wovon ich rede) und eine Diplomarbeit ein spezieller Ausschnitt daraus. Es wird dir also auch nicht mehr bringen, wenn über deiner Arbeit „Marketing“ steht, das Thema aber völlig an dem Job vorbei ist, für den du dich einmal bewerben wirst (und von denen du jetzt noch nichts weißt). Du machst dir zu viele Gedanken:smile:

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eher ein einschlägiges Praktikum über ein halbes Jahr. Bin zwar jetzt auch im Marketing angesiedelt, aber es ist halt eher ein controllinglastiges Thema. Da ich vorher auch schon Erfahrungen im Controlling gemacht habe, habe ich jetzt schon Angst, daß mich das wieder in die Richtung drängt und ich somit mir die Chancen verbaue auf eine Tätigkeit im Marketing :frowning:

ist ein Praktikum im Marketing zu wenig? Habe auch andere Praktika gemacht, die waren aber im Sommer und eher im Vertrieb/Verwaltung.
Bei der Konkurrenz könnte ein halbes Jahr Marketing und vier Monate im Diplom nebenbei mitbekommen wohl etwas wenig sein oder? :frowning:

Mhm das ist ne schwierige Sache. Erstmal geht es auch nicht um die Anzahl der Praktika, sondern um die Dauer. Sechs Monate ist ne gute Zeit, da kann man annehmen, dass du wenigstens ein bisschen rangelassen wurdest. Ich persönlich finde Praktika, die ein zwei Monate gehen, sinnlos. Von daher sind sechs am Stück immernoch besser als drei zwei-monatspraktika (meine Meinung).
Ich weiß man denkt immer „was die anderen alles zu bieten haben“. Du hast natürlich recht, der Marketing-Sektor, so groß er auch ist, scheint von Absolventen überlaufen. Ich tendiere aber immernoch dazu, dass dich diese Diplomarbeit nicht hindert und dich eine im wirklichen Marketing nicht viel mehr voran bringen würde. Durch so eine Arbeit lernt man mehr auf einem sehr speziellen (!) Gebiet. Man wird in einem Vorstellungsgespräch vielleicht über die Arbeit reden, aber das Fachliche kommt aus anderer Richtung. Das ist z.b. schon von Uni zu Uni sehr verschieden. An manchen hat man vorwiegend Blablabla (ist keine Abwertung), an manchen ist Marketing fast nur im statistischen Bereich angesiedelt.
Letztendlich ist außerdem nicht nur das Fachliche, sondern auch das Persönliche entscheidend. Also ob du z.b. ins Team passt oder die Sprache xy gut beherrschst.
Und naja, ich will dir nicht den Mut nehmen: aber vielleicht ist nach dem Studium noch ein Praktikum drin, wenn du magst *GG*
Habe außerdem noch gehört, dass im europäischen Ausland die Chancen etwas besser sein sollen :wink: