Bedeutung eines türkischen Friedensrichters

Guten Tag,

welche Bedeutung hat ein türkischer Friedensrichter in Deutschland?
Aus meiner Sicht: keine; es gilt deutsches Recht
Dennoch Eindruck: Er hat viel Macht…aber wahrscheinlich nur deswegen, weil
die Polizei sich nicht in den No-Go-Area traut. Oder?

Bin jedenfalls sehr beeindruckt, wie sich dieser Unsinn hält.

Kommentare willkommen.

BD

Hallo,
Ich denke es kommt darauf an wie weit das mit den Friedensrichtern auf die Spitze getrieben wird. Wenn es nur um die Einigung zweier Personen geht und kein dritter beteiligt ist, kann einem das doch erstmal egal sein, oder?
Streitschlichter oder auch Priester/Pfarrer machen teilweise das selbe…

Grüße

Frage: Welches No-Go Area ist gemeint?

Wenn sich zwei Parteien auf einen neutralen Schiedsrichter einigen und dessen Schiedsspruch akzeptieren, dann ist das OK, sofern sich der Schiedsspruch innerhalb der Deutschen Rechtsrahmens bewegt.
Wenn einer Partei der Schiedsspruch nicht passt, steht es ihr frei, den ordentlichen Rechtsweg einzuschlagen.

LG
Mike

Hallo,

das hast du gut erkannt.

Dennoch Eindruck: Er hat viel Macht…aber wahrscheinlich nur deswegen, weil
die Polizei sich nicht in den No-Go-Area traut. Oder

so ist es, es gibt dazu ein sehr gutes Buch von einer Polizistin.

Das ist aber wohl nicht immer Sinn der Sache wie dieser Friedensrichter gleich am Anfang ganz offen erklärt. Die existieren ja meist deshalb weil man eben „kein Vertrauen“ in das deutsche System hat und sich auch gar nicht daran anpassen will. In der alten Heimat hat man das schliesslich auch mit „Stolz und Ehre“ geregelt.

WDR Doku „Menschen Hautnah - Selbsternannte Richter“ - Muslimische „Friedensrichter“ tragen keine Robe und haben keine juristische Ausbildung. Dennoch sind sie Schlüsselfiguren einer Paralleljustiz, die das deutsche Rechtssystem partiell zunehmend aushebelt.

Was soll das denn heißen? Mal abgesehen davon, daß sich die Polizei überall hin traut, ist ein Schiedsspruch eines solchen „Richters“ eine private Absprache, die eben genau das ist: privat. Wenn sich zwei Deutsche - ggfs. mit Hilfe eines Dritten - im stillen Kämmerlein, daß A an B wegen einer zerdepperten Kuckucksuhr oder der verlorenen Unschuld der Tochter des B einen betrag X zu zahlen, bleibt das auch unter denen.

Darin liegt auch per se kein Problem. So lange die Absprachen nicht gegen geltendes Recht verstoßen, kann jeder verabreden, was er will. Das Problem liegt vielmehr darin, daß da eine Paralleljustiz entsteht und zwar nicht, weil die schneller oder bequemer ist als die deutsche, sondern weil man das deutsche Recht nicht anerkennt bzw. in das deutsche Rechtssystem kein Vertrauen hat. Das wiederum schlägt sich dann im Verhalten der jeweiligen Mitbürger ggü. Außenstehenden inkl. der staatlichen Organe nieder.

Klar, mit einer Hundertschaft geht das überall. Aber die Zeiten wo die Polizei zu zweit aus dem Streifenwagen guckt ob alles in Ordnung ist sind in manchen Gegenden eben vorbei: http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/duisburg-marxloh-polizei-bietet-familienclans-die-stirn-aid-1.5282437

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Hallo,

das:

Was soll das denn heißen? Mal abgesehen davon, daß sich die Polizei überall hin traut,

war jetzt der Witz des Tages.

Es sei denn, du willst Einsatzhundertschaften als „normale Polizei“ (vulgo auch als
Streifenhörnchen bekannt) bezeichnen.
Die sind aber hier im Revier auch erst nach den massiven Press-und TV-Berichten
aufgetaucht in den Problemvierteln.
Und wenn die am WE im Fußballeinsatz sind, siehst du in Altenessen oder Gelsenkirchen-
Zentrum keine Streifenhörnchen alleine.

Hier rächt sich das Personaleinsparen, denn MO-FR ab 17 Uhr und am WE Ganztägig sind ja viele
Reviere vor Ort gar nicht mehr besetzt.
Werden mehrere Einsatzwagen gebraucht so müssen die oft erst aus anderen Städten herangeführt werden.

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Es ist ja nicht so, als müßte man in Marxloh für jeden Fliegenschiß mit 50 Einsatzkräften anrücken. Daß auf einmal 20 Leute auf der Matte stehen, wenn man zu einem scheinbar einfachen Familienstreit gerufen wird, ist weder neu noch ein Duisburg-spezifisches Problem, auch wenn diese Situationen in den letzten 15 Jahren zugenommen haben. Aus diesem Grunde überlegt sich die Leitstelle schon sehr genau, zu welchem Einsatz man mit wie vielen Leuten fährt. Das heißt aber nicht, daß sich die Polizei nicht in bestimmte Stadtteile trauen würde.

Im übrigen sind weder in Marxloh noch in Bilk (Düsseldorf) ständig Hundertschaften im Einsatz.

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Ja, nee, ist klar. Die Polizei nimmt Veränderungen immer erst wahr, wenn darüber in den Medien berichtet wird. An einer Durchführung ihrer Aufgabe und am Schutz der Einsatzkräfte hat die Polizei natürlich erst Interesse, wenn die Medien sie darauf aufmerksam gemacht hat, wie die Lage wirklich ist.

Ganz unabhängig von dem Gerede des jeweiligen Innenministers ist der Polizei das Problem mit den Familien aus Südosteuropa und Nordafrika schon seit wenigstens 15 Jahren genauso bekannt wie der abnehmende Respekt vor den deutschen Sicherheitskräften. Das ändert aber nichts daran, daß die Polizei ihre Aufgaben wahrnimmt und nicht bestimmte Bereiche sich selbst überläßt bzw. ohne Hundertschaft im Rücken nicht betritt.

Im übrigen lungern in Marxloh nicht ständig Hundertschaften herum. Allein schon, weil die Kapazitäten dafür gar nicht ausreichen.

Aus anderen Städten wohl eher nicht. Das ist nur bei größeren Lagen der Fall; andernfalls karrt man die Leute aus anderen Polizeiinspektionen der Stadt heran. Daß einzelne Dienststellen nicht rund um die Uhr besetzt sind bzw. Dienststellen zusammengelegt werden, ist im übrigen auch kein neues Phänomen. Auch der Stellenabbau hält sich mit knapp 10% seit Ende der 90er in NRW in Grenzen. Engpässe entstehen in wesentlich größerem Maße dadurch, daß Einsatzkräfte z.B. durch Objektschutz anderweitig gebunden werden, Sonderdienste zu leisten sind, die zu Überstunden führen, die abgebaut werden müssen usw.

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In solchen Stadtteilen eskalieren aber auch Kleinigkeiten wie ein ausgestelltes Ticket für Falschparken oder eine einfache Verkehrskontrolle sehr schnell. Siehe mein Link.

„Anfang Juli wurde eine Polizistin von einem Mann aus einer 15-köpfigen Gruppe von Libanesen bei einer Verkehrskontrolle niedergerschlagen. Die Situation beruhigte sich erst, als ein zweiter Polizist seine Schusswaffe zog.“

Da ist es einfach besser wenn die Polizei auch dahin gleich einen Mannschaftswagen mit 6 Polizisten schickt. Eine andere Sprache versteht man da eben nicht.

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bin sehr beeindruckt, wie jeder gleich alles für unsinn hält, weil es irgendwas mit ausländern zu tun hat.

was glaubst du eigentlich, was ein schlichter ist? oder ein ombudsmann? oder ein mediator? oder ein schiedsmann?

Deine Aufzählung enthält nicht den extrem hohen Krankenstand bei der Polizei, mitbedingt durch eine Überalterung. der keine Planung im Vorfeld Rechnung trug.

Auch aktuelle Einstellungsplanungen werden dem noch nicht gerecht, so dass die Einsatzbereitschaft bis 2025 weiter abnehmen wird.

vdmaster

Ich glaube, du unterschätzt da den Friedensrichter gewaltig.

Hallo,

du solltest dich vielelicht einmal in das wirkliche Leben begebn, dann würdest du
dasHeile Welt geplapper der Poliztiker nachäffen.

Denn

Ganz unabhängig von dem Gerede des jeweiligen Innenministers ist der
Polizei das Problem mit den Familien aus Südosteuropa und Nordafrika
schon seit wenigstens 15

das ist zum B. Blödsinn hoch drei.Vor 15 Jahren gab es diese Probleme nämlich noch gar nicht in der Form.
Das begann erst mit der Erweiterung der EU um die ganzen Balkanländer und einhergehend damit mit dem unkontrollierten Transit durch diese Länder.
Seit jetzt 8 Jahren rollt der Familiennachwuchs von dort ungehindert hierher und zwar gerade ins Ruhrgebiet.
Aber das wollen unsere Politiker ja nicht sehen, na kein Wunder in ihren Promivierteln kommen die ja auch nicht hin.
Die haben wir hier vor Ort.

Im übrigen lungern in Marxloh nicht ständig Hundertschaften herum.
Allein schon, weil die Kapazitäten dafür gar nicht ausreichen.

Natürlich nicht, denn die fehlen natürlich jetzt in Essen/Gelsenkirchen.

Sind die wieder weg, siehst du auch keine Streifenhörnchen in Marxloh.

Aus anderen Städten wohl eher nicht. Das ist nur bei größeren Lagen der
Fall; andernfalls karrt man die Leute aus anderen Polizeiinspektionen
der Stadt heran

Dazu braucht es keine größere Lage, dafür reicht schon ein Einbruch mit mehreren Tätern und
dann ist nix mehr.

Auch der Stellenabbau hält sich mit knapp 10% seit Ende der 90er in NRW in Grenzen

Auch das wieder eine Politikerparole mit „schöngerechneten“ Werten.

Tatsächlich ist der Abbau weit höher, weil man nämlich unterschlägt, das Altersabgänge bei den Angestellten der Verwaltung mit Polizisten besetzt werden und diese natürlich dem Streifendienst fehlen zum B.

Überstunden führen, die abgebaut werden müssen usw.

Auch der Witz war gut :smile:

Entschuldigung, aber seit 10 Jahren schieben die hier schon 3,8 Millionen Überstunden vor sich her
Hier zeigt sich übrigens die Realitätsfremde unserer Politiker, denn wie schrieb der Innenminister Jäger (SPD) so schön an den Landtag:

Überstunden werden bei der Polizei mutwillig angesammelt…

Ja klar,da ist ein Unfall und so bei der Erstversorgung dann der Satz:
Nee ich muss jetzt Feierabend machen

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ah so. es gibt also nur einen.

hoch lebe die verallgemeinerung. ist ja auch zuviel verlangt, dass am stammtisch mal differenzierung angesagt wäre.

GENAU! UND DAS SPIELT SICH BEKANNTERMASSEN AN DER THEKE AB!

Falsch. Ich meine die Funktion „Friedensrichter“.
Ombudsman…vielleicht, aber nach türkischem Recht.
Und das zählt in Deutschland nicht viel.
Ich bleibe dabei. Inakzeptable Parallelgesellschaft.
Zeigt auch dieser Thread ganz deutlich.
Ansonsten klinke ich mich an dieser Stelle wieder aus.
Wir drehen uns nämlich im Kreis.

Das ist kein Politikergeplapper, sondern das Geplapper eines Polizisten, mit dem ich seit gut 30 Jahren befreundet bin und der seit knapp 20 Jahren in Düsseldorf in verschiedenen (Führungs)Positionen seinen Dienst verrichtet.

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Hallo,

Das ist kein Politikergeplapper, sondern das Geplapper eines Polizisten,
mit dem ich seit gut 30 Jahren befreundet bin und der seit knapp 20
Jahren in Düsseldorf in verschiedenen (Führungs)Positionen seinen Dienst verrichtet.

ja und ich frühstücke jeden Sonntag mit dem PP von Essen.