Bedeutung Redensart: Vorn wie hinten wie das Hemd

Hallo,

ich suche die Bedeutung und wenn möglich auch die Herkunft der Redewendung:

Jemand ist hinten wie vorn wie das Hemd.

Diese Redewendung habe ich in einem alten Brief gefunden. Der Autor stammt aus dem Vogtland, falls das weiterhilft. Im Internet habe ich dazu nichts gefunden.

Gruß
Bernd

Hallo, Bernd,

Jemand ist hinten wie vorn wie das Hemd.

Diese Redewendung habe ich in einem alten Brief gefunden.

in welchem Kontext? Wie lautet der ganze Satz? Wird das Äußere der Person beschrieben oder das Wesen?
.

Ein ähnlich kryptischer Spruch ist im Deutschen Sprichwörter-Lexikon von Karl Friedrich Wilhelm Wander zu finden:

321. Man muss hinten und vorn zu Haus sein, wie ein Hemd. (Franken.).

http://www.zeno.org/Wander-1867/A/Haus

Gruß
Kreszenz

Servus Kreszenz,

zur Beschreibung eines Autos meiner Großeltern

http://www.alt-alfeld.de/images/kommibrot1935-01-her…

verwendete die Familie den Begriff: „Vorne so hinten wie hoch“ - aber das hilft ja auch nicht weiter :wink:

Gruß

Kai Müller

Hallo, Kai,

zur Beschreibung eines Autos meiner Großeltern

http://www.alt-alfeld.de/images/kommibrot1935-01-her…

schaut ja griabig aus :wink:

verwendete die Familie den Begriff: „Vorne so hinten wie hoch“

  • aber das hilft ja auch nicht weiter :wink:

Vermutlich nicht, aber ohne genaueren Kontext bleibt eh alles Spekulatius …

Es gibt eine Redewendung (ohne „Hemd“):
Nicht hinten wie vorne sein = unberechenbar sein http://www.heinrich-tischner.de/22-sp/4stil/sprw/a/a…

Dann wäre jemand, der „hinten wie vorn“ oder „vorn wie hinten“ ist, ein geradliniger, zuverlässiger Zeitgenosse.

Gruß
Kreszenz

Hallo,

der komplette Abschnitt lautet:

„Wie Du so auch Mutter
klagen über Dieter sie meint daßt Du
nichts machen kannst Dieter ißt hinten
wie vorn wie das Hemd.“

Wobei derjenige, der es geschrieben hat, „das“ und „ist“ immer mit ß geschrieben hat.

Der Brief ist vom Nov. 1941.
Vielleicht ist es wichtig, daß der Autor aus dem oberen Vogtland stammt.

Gruß
Bernd

Vorn wie hinten wie das Hemd
Hi,
da kann der Vogtländer natürlich nicht schweigen.
„Hinten und vorne wie’s Hemd“ sein ist bis heute eine gebräuchliche Redewendung zumindest im Vogtland. Beschreibt einen Mensch, der schwer zu fassen ist, immer auf die Füße fällt, überall seine Finger mit im Spiel hat. So ungefähr, weniger mit negativer Konnotation (anders als z. B. aalglatt), eher anerkennend. Worauf die Wendung zurückzuführen ist, ist mir selbst ein Rätsel. Zumal das Hemd als Kleidungsstück in der Wendung kaum etwas mit dem heutigen Kleidungsstück gleichen Namens zu tun haben wird.

pp

Hallo,

danke für die Erklärung. Soetwas hatte ich mir schon fast gedacht.

Gruß
Bernd