was heißt denn „bedungen“ auf deutsch?
Wahrscheinlich sowas wie „anstatt vereinbart“. Aber hätte man das nicht etwas komplizierter ausdrücken können?
Ich finde das Wort auf alle Fälle irgendwie lustig
_ be|din|gen , sich [zu 2Ding] (veraltend): sich zur Bedingung machen, sich ausbedingen, vereinbaren: ich bedang mir einen freien Tag pro Woche; der bedungene Lohn.
Nein, es heißt vereinbart und leitet sich von bedingen ab. Aber frag nicht warum, ich weiß es nicht.
Weil „bedingen“ ein unregelmäßiges Verb ist!
Ich bedinge; er bedang; sie hat bedungen.
Das Wort hängt übrigens mit dem „Ding/Thing“ zusammen.
_ Thing , das; -[e]s, -e [nhd. historisierend für Ding]: (bei den Germanen) Volks-, Heeres- u. Gerichtsversammlung, auf der alle Rechtsangelegenheiten eines Stammes behandelt wird: ein T. einberufen, abhalten.
Weil „bedingen“ ein unregelmäßiges Verb ist!
Ich bedinge; er bedang; sie hat bedungen.
Dessen war ich mir bewusst, Fritz:smile: Ich meinte, dass mir die Etymologie nicht klar war. Irgendwie ist es schon sehr abstrakt, dass ein Wort, welches im ursprünglichem Sinn eine Handlung beschreibt, wodurch etwas zum Ding werde, für vereinbaren steht, oder?
Weil „bedingen“ ein unregelmäßiges Verb ist!
Ich bedinge; er bedang; sie hat bedungen.
Dessen war ich mir bewusst, Fritz:smile:
Oh!
dass ein Wort, welches im ursprünglichem Sinn eine
Handlung beschreibt, wodurch etwas zum Ding werde, für vereinbaren steht, oder?
Ich fürchte, da gehst du von falschen Voraussetzungen aus.
Dazu Kluge:
_ bedingen 1
wschwaches Verb „zur Folge haben“ Standardwortschatz stilistisch (13. Jh.), mhd. bedingen, verstärkt aus einfachem dingen, ahd. t(h)ingOn, dingOn (Ding) Stammwort.
Die ursprüngliche Bedeutung ist „aushandeln, vereinbaren“ (bedingen2), daraus „verursachen, zur Folge haben“. Unter dem Einfluß von Bedingung (ursprünglich „Vereinbartes“, dann „Voraussetzung, Kondition“) auch „erfordern, zur Bedingung haben“. Hierzu auch unbedingt „ohne Voraussetzung, ohne Vorbehalt“ und bedingungslos. deutsch s. Ding
(auch: sich ausbedingen) starkes Verb „zur Bedingung machen“ Standardwortschatz veraltet (13. Jh., Form 17. Jh.)Stammwort. Ursprungsgleich mit bedingen, mit Beibehaltung der älteren Bedeutung; dann, ausgehend vom Niederdeutschen, seit dem 17. Jh. sekundär starke Flexion (besonders das Partizip ausbedungen). Ding, bedingen1.
HWPh 1 (1970), 762-765;
LM 1 (1980), 1782f. deutsch s. Ding_
Ich fürchte, da gehst du von falschen Voraussetzungen aus.
Damit geht auch der Grimm konform: "[…]wenn daher SCHELLING (philos. schr. 1, 7) unser bedingen ein vortrefliches wort nennend es erklärt als die handlung, wodurch etwas zum ding werde, bedingt_, das was zum_ ding gemacht sei, unbedingt_, das was gar nicht zum_ ding gemacht sei, gar nicht zum ding _gemacht werden könne; so scheint dieser sprachgebrauch nicht aus der geschichte des wortes selbst zu folgen. _"
Da habe ich es mir wohl etwas zu einfach gemacht:smile: Interessant wäre allerdings die Frage, warum es zu dieser Bedeutungsverschiebung von aushandeln, vereinbaren zu verursachen, zur Folge haben kam.
Die ursprüngliche Bedeutung ist „aushandeln, vereinbaren“
(bedingen2), daraus „verursachen, zur Folge haben“.
1. Die in § 12 Abs. 1 MTA-O geregelte Versetzungsbefugnis, wonach der Angestellte aus dienstlichen Gründen auch an eine Dienststelle außerhalb des bisherigen Dienstortes versetzt werden kann, kann im Arbeitsvertrag abbedungen werden.
Dann fallen mir spontan noch folgende Begriffe ein, die auch Nicht-Juristen kennen und verwenden dürften: