Was mir nicht so recht klar ist: Wie nehmen „bedeutende“ Aktionäre auf die Entwicklung von AGs Einfluss? Wenn ich also 10% einer großen AG hätte, warum werde ich dann vom Vorstand besonders behandelt? Wie kommt es dazu?
Normalerweise ist es doch so, dass der Aktionär den Aufsichtsrat bestimmt und der wiederum den Vorstand. Also gibt es doch eigentlich keine direkte Verbindung zwischen Groß-Aktionär und Vorstand. Warum kann er dann trotzdem den Vorstand beeinflussen?
Es gibt einen Würzburger Professor, namens Wenger. Der könnte diesen Irrglauben besser erklären.
Es wurden viele Veränderunge des Aktienrechts geplant und auch vielleicht durchgeführt. Bin daher nicht mehr auf dem neusten STand. Vor 10 Jahren gab es noch 6 Rechte für Aktionäre.
Auskunftsrecht auf der HV, (weiß nicht inwieweit dieses Recht eingegrenzt schon wurde)
Entlastung des Bilanzprüfers
Teilnahmen an der HV
Entlastung des Aufsichtsrates
Abstimmung über VErwendung des Gewinnes
Bestellung des Prüfers für das nächste Jahr
Vielleicht wurde in deiner Frage die Sperrminorität angesprochen. Ab 25% der Stämme, ist eine Abstimmung auf der HV in Fragen des EK nicht mehr gegeben. Daher ist mitunter ein hoher Festbesitz berechtigt.
Diese Aktionäre mit mehr als 25% haben somit im vornherein ein Veto-Recht - dem Vorstand sind somit Fragen, z.B. einer Kapitalerhöhung die Hände gebunden.
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