Beeinflussung der Wahrnehmung durch Anwesenheit

Kann es sein, daß die bloße Anwesenheit einer bestimmten Person die Wahrnehmung eines Geschehens durch andere beeinflußt ?

Mir ist schon klar, daß dies der Fall ist, wenn z. B. eine beliebte Persönlichkeit eine aufheiternde Rede auf einer Feier hält oder auch bloß anwesend ist.

Ich habe aber die Vermutung, daß darüber hinausgehend die Gehirne einer anwesenden Gruppe von Personen automatisch eine Art Rechnerverbund bilden, ohne daß dies den beteiligten Menschen bewußt wird. Wenn es dabei Personen gibt, deren Gehirn seine eigene Interpretation besonders eindringlich in den Verbund einspeist und so die Interpretation eines Ereignisses durch andere beeinflußt, wäre dies doch ziemlich erstaunlich.

Kann es sein, daß die bloße Anwesenheit einer bestimmten
Person die Wahrnehmung eines Geschehens durch andere
beeinflußt ?

Das ist sehr richtig. Es läßt sich am Besten dadurch erklären, das Individuen Bewußstseinszentren sind. Ein gegenseitiger Austausch oder eine Infiltration anderer, geschieht hierbei unbewußt. Dieser kann nun geistiger Art sein, aber auch vitaler (emotionaler) Art. Nach meinem Wissen, spielen dabei Kräfte eine Rolle, die im Unterbewußtsein zu Hause sind.

Auf jeden Fall machen sich diese Einflüsse durch Verwirrtheit, Unbehagen oder Unsicherheit, aber auch Sympathie oder Abstoßung bemerkbar.

gruß
rolf

Hallo

Mir kommt dabei der Gedanke an morphologische Felder (googel mal nach
Rupert Sheldrake) und an die Vorstellung, dass Gehirne von
„Cerebralfeldern“, wie ich sie mal nennen moechte, umgeben sind, die
untereinander wechselwirken und auch Erklaerungen fuer
parapsychologische Phaenomene (Telepathie, Telekinese, Poltergeister)
liefern koennten, wenn es sie gaebe.

Gruss, Tychi

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Kann es sein, daß die bloße Anwesenheit einer bestimmten
Person die Wahrnehmung eines Geschehens durch andere
beeinflußt ?

Hallo Torsten,

das kann nicht nur, sondern muß so sein. Unsere Psyche funktioniert ganzheitlich, immer und überall, also auch in der Wahrnehmung (dort übrigens besonders leicht und überzeugend zu demonstrieren). Jede Änderung des Umfeldes, sobald oberhalb der Wahrnehmungsschwelle, verändert nicht nur dessen Struktur (falls überhaupt gegeben: bei Farbwahrnehmung Fehlanzeige), sondern ebenso die sog. „Gestaltqualitäten“ (= gefühlsgeladene Anmutungen wie heiter, bedrohlich, erregend, langweilig, ekelhaft).

Auch die soziale Umgebung wird so erlebt. Wichtiges Wort: „erlebt“. Gesellschaftsklassen oder soziale Schichten erleben wir nicht (zumindest nicht als solche), das sind begriffliche Abstraktionen, wohl aber die Gruppen, denen wir angehören, angehören müssen, unter keinen Umständen angehören wollen usw. Diese Grupppen brauchen keineswegs physisch existent zu sein, es reicht, wenn sie im Gedächtnis vorhanden sind und die Gedächtnisspur im gegebenen Augenblick auf irgendeine Weise aktiviert ist. Gedächtnisspuren sind Bestandteil des psychischen Feldes (Kurt LEWIN, Wolfgang KÖHLER, ausgezeichnet dargestellt in Wolfgang METZGER, Psychologie, Die Entwicklung ihrer Grundannahmen seit der Einführung des Experiments). Da Bestandteil des psychischen Feldes, färben auch Gedächtnisinhalte die Wahrnehmung.

Die erwähnte „Person“ braucht also nicht einmal körperlich anwesend zu sein, um die Wahrnehmung zu beeinflussen. Ihre im Augenblick vorgestellte Existenz reicht vollauf, v.a. wenn uns diese Person viel bedeutet: „Was würde X. sagen, wenn er/sie mich/uns so sähe …“ Jeder kennt das.

Annahme von Telepathie, Rechnerverbund usw. vergnüglich, aber überflüssig, vor allem aber schwer nachzuweisen.

Gruß
Klaus

Mir ist schon klar, daß dies der Fall ist, wenn z. B. eine
beliebte Persönlichkeit eine aufheiternde Rede auf einer Feier
hält oder auch bloß anwesend ist.

Ich habe aber die Vermutung, daß darüber hinausgehend die
Gehirne einer anwesenden Gruppe von Personen automatisch eine
Art Rechnerverbund bilden, ohne daß dies den beteiligten
Menschen bewußt wird. Wenn es dabei Personen gibt, deren
Gehirn seine eigene Interpretation besonders eindringlich in
den Verbund einspeist und so die Interpretation eines
Ereignisses durch andere beeinflußt, wäre dies doch ziemlich
erstaunlich.

Kann es sein, daß die bloße Anwesenheit einer bestimmten
Person die Wahrnehmung eines Geschehens durch andere
beeinflußt ?

Natürlich, Torsten!
Wenn dazu der charismatische und omnipotente Teilnehmer über ausgezeichnete Rhetorik verfügt, wird er alle anderen beherrschen und beeinflussen können. Das trifft auch und vor allem im Internet zu. Im real life kommt noch die Mimik und das passende Outfit dazu.
Schönes Wochenende
Franz

Hallo Franz,

sehr tendenziöser Beitrag!

Sie übersehen, daß es sich im geschilderten Fall um einen ganz alltäglichen Vorgang handelt, nämlich den, daß Menschen aufeinander einwirken: Eltern auf Kinder, Kinder auf Eltern, Lehrer auf Schüler und umgekehrt, Ehepartner auf einander, Sie auf mich (und wie!) …

Charisma und Rhetorik überflüssig. Anwesenheit genügt vollauf, sogar nur vorgestellte Anwesenheit.

Man nennt den Vorgang übrigens „verbale“ oder „nonverbale Kommunikation“, bei nur vorgestellter Anwesenheit einer anderen Person „innerer Dialog“ oder „Gewissen“.

mfg
Klaus

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Hallo Franz,
sehr tendenziöser Beitrag!
Charisma und Rhetorik überflüssig. Anwesenheit genügt vollauf,
sogar nur vorgestellte Anwesenheit.
anderen Person „innerer Dialog“ oder „Gewissen“.

Auch sehr interessant, Klaus, dafür gibt’s ein Sternchen.
Wenn jemand ein reines Gewissen hat, was bedeutet das dann in Bezug auf die Leute, die nicht anwesend sind?
Schönen Sonntag
Franz

Gedächtnisspur im gegebenen Augenblick auf irgendeine Weise
aktiviert ist. Gedächtnisspuren sind Bestandteil des
psychischen Feldes (Kurt LEWIN, Wolfgang KÖHLER, ausgezeichnet
dargestellt in Wolfgang METZGER, Psychologie, Die Entwicklung
ihrer Grundannahmen seit der Einführung des Experiments). Da
Bestandteil des psychischen Feldes, färben auch
Gedächtnisinhalte die Wahrnehmung.

Hallo, Klaus,
etwas Interessantes erfahre ich auch ab und zu. Wenn ich eine Person etwas fragen möchte und sie da ist, dann weiß ich plötzlich die Frage nicht mehr.

Hallo Franz,

von einem „reinen“ Gewissen war nicht die Rede.
Nichts gegen Humor, aber ich finde, wir sollten die Sache nicht ins Lächerliche ziehen.
Gruß
Klaus

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von einem „reinen“ Gewissen war nicht die Rede.
Nichts gegen Humor, aber ich finde, wir sollten die Sache
nicht ins Lächerliche ziehen.

Natürlich, Klaus,
aber ich finde, dass Humor und Zufriedenheit auch nicht schlecht sind.
Schöne Woche
Franz