Hallo,
der Leitzins der EZB gibt ja vor, zu welchen Bedingungen sich die Institute Geld leihen können. Nun wurde der Leitzins wieder gesenkt und die Sparerzinsen fallen ebenfalls.
Warum gehen die Sparerzinsen denn auch weiter nach unten?
Vielen Dank für Antwort.
Gruß von Fred
Hallo,
die Antwort liegt doch auf der Hand.
Wenn der Leitzins seitens der EZB gesenkt wird, gehen generell sowohl der Soll- als auch der Hanenszins nach unten.
Du wirst dann von deiner Bank weniger Zinsen bekommen, wenn sie relativ gesehen weniger an die EZB zahlen muss.
Natürlich geht die Schere derart auseinander, weil die Banken eine gewisse Summe als Sicherheit bei der EZB hinterlassen müssen, die sog. MIndetseinlage.
Du kannst aber dennoch einen höheren Habenzins einstreichen, zumindest für eine gewisse Zeit.
Viele Banke zahlen für NEUKUNDEN bis zu einem gewissen Betrag und gewisse Dauer einen höheren Zins als der Marktschnitt.
Am Anfang klingt das natürlich absurd, wenn die Banken 5-6% p.a. (per annum = pro Jahr) bezahlen, wenn sie von der EZB dieses Geld für 2 % p.a. bekommen würden.
Für die Banken ist es meiner Meinung nach lukrativ genug, wenn einer von fünf dieser Neukunden längere Zeit bei dieser Bank bleiben würde.
Muss man aber einzeln durchrechnen, ob es wirklich einer von fünf sein muss oder noch mehr/weniger.
–> ALso.
Fällt der Leitzins, so sollte auch ceteris paribus sowohl Soll- als auch Habenzinsen fallen.
Gruß