Mein Mann und ich haben 2009 ein Haus auf Mietkauf-
basis erworben.Es stellte sich nach Einzug und eini-
gen Renovierungsarbeiten heraus, dass alle Nachtspeicher kaputt waren. Nachdem wir uns im ersten Winter total einen abgefroren haben und unser Stromverbrauch bis auf 340,- EUR mon.(!) hochgetrieben wurde, entfernten wir im EG alle Öfen und heizen nun nur noch mit Holz, so dass das OG (Kinder- u. Schlafzimmer) höchstens 15 Grad erreicht. Im Treppenhaus ist es so kalt, dass man den Atem sieht.
In der Küche lief innen an der Außenwand Wasser herunter, wenn es stark regnete, und trotz voller Leistung des alten Nachtspeichers gefror diese Wand im letzten Winter von innen. Das muß man sich mal vorstellen!
Die Leute im Dorf lachten hinter vorgehaltener Hand über uns, weil wir die „Tropfsteinhöhle“ gekauft haben,
und der Eigentümer, der anfänglich bei den Renovie-
rungsarbeiten ständig herkam und total freundlich und neugierig war, geht uns nun aus dem Weg, wenn wir ihn irgendwo treffen.
Bei meinem Mann wurde vor einiger Zeit schweres, unheilbares Rheuma diagnostiziert. Kälte ist Gift für ihn. Nun tragen wir uns natürlich mit dem Gedanken, mit unserer 4jährigen Tochter dieses „kalte“ Haus zu
verlassen.
Gibt es für uns einen Weg, aus diesem Vertrag heraus-
zukommen??
Wir haben das Haus im Grunde saniert, und die geringen baulichen Veränderungen sind nur von Vorteil,
wie z.B. Vergrößerung des Badezimmers, Schließen des Treppenaufgangs von der Küche in den Keller zum Abhalten der Kälte u.ä.
Wir haben allerdings im EG alle Nachtspeicher entfernt
(im OG stehen noch zwei davon, die wir aber nicht benutzen), die jedoch eh´ kaputt waren und nicht richtig geheizt haben. Im Gegenzug haben wir aber im völlig neu hergerichteten Bad einen ganz neuen Nacht-
speicher eingebaut und würden bei einem Auszug den Holzofen evtl. hier belassen.
Selbst wenn man die Angelegenheit mit dem
Eigentümer klären könnte, wie verhält sich das Ganze
rechtlich??
Ich bzw. wir hoffen, dass uns jemand helfen kann.
Wieder leider ein Fall von: warum nicht erst mit einem Gutachter in die Immobilie gehen und dann kaufen/mietkaufen…
Versuchen Sie aus dem Mietvertrag auszusteigen und haken Sie die Sache ab. Ihr Vorteil ist, dass Sie nicht kaufen müssen. Schalten Sie einen Rechtsanwalt ein!
Das wird teures Lehrgeld für Sie gewesen sein. Mehr kann man dazu leider nicht sagen…
rechtlich kann und darf ich nichts sagen. Mietkauf ist unter Berücksichtigung des Vertrages(Laufzeit)zu Jederzeit möglich. Ich empfehle anwaltliche Beratung.
MfG Dieter…
Hallo Mietkäufer,
zuallererst muss man hier dazu sagen, das man ein Haus,ob über Sofortfinanzierung oder Mietkauf nie die Katze im Sack kaufen sollte!
Desweiteren kommt es darauf an, ob der Kauf
durch eine notarielle Beurkundung oder lediglich über einen Mietkaufvertrag mit Kaufoption durchgeführt wurde.Bei letzterer Alternative handelt es sich lediglich um einen Mietvertrag mit Option zum Kauf bzw. um die vereinbarte Mietdauer. Bei einem Mietauf per Notar, was vor der Finanzierung nicht ratsam ist,gibt´s kein Zurück mehr, sondern nur einen Verkauf! Mfg Günter Draxler (siehe Google)
Wahrscheinlich liegen die Hauptchancen im verdeckten und verschwiegenen Mangel
Die Krankheit des Mannes eventuell je nach MIetkaufvertrag. Den Vertrag müsste ein Anwalt prüfen
(Rechtsberatungsgesetz), der ich nicht bin.
Viel Erfolg