Beerenerfahrungen gesucht

Hallo!
In meinem früheren Garten, den ich übernommen hatte, gab es alte rote Johannisbeeren, ich habe noch zwei Stachelbeerbäumchen gepflanzt, von denen ich nicht angetan war. Sie wucherten wie verrückt und hatten eklige Dornen, aber die Früchte waren lecker für Marmelade.

Letztes Jahr sind wir in ein altes Häuschen mit großem Garten gezogen. Ich habe bereits einiges angelegt und gepflanzt (u.a. Birnen, Kirsche, Nektarine), aber ich hätte auch gern noch was Beeriges. Es darf nur nicht pflegeintensiv sein, denn meine Freizeit ist bemessen und der Garten macht eh’ schon eine Menge Arbeit. Was habt ihr für Erfahrungen mit welchen Sorten, Him-, Brom-, Blau-, Johannisbeeren, evtl. Holunder? Platz wäre vorhanden. Habe natürlich schon im Internet und in Pflanzenbüchern geforscht, aber ein paar ganz private Erfahrungen wären interessant.

Gruß,
Eva

Hi Newcallas,

als ich vor vielen Jahren meinen Schrebergarten übernommen habe, war von den Vorbesitzerinnen noch ein kleiner Bestand an

JOSTABEEREN

da. Es ist eine Mischung aus „Schwarzen Johannisbeeren“ und „Stachelbeeren“.

Zum „pur“ Essen gewöhnungsbedürftig … als Marmelade (da wo ich herkomme gibts keine „Konfitüre“ :wink: ein TRAUM …

Viel Spaß und ein schönes Wochenende

MrMOON

Nach Gusto
Hi!
Pflanz doch, was Dir schmeckt :smile:

Unsere roten Johannisbeeren fliegen demnächst raus. Ein Strauch bleibt evtl. stehen. Ich habe ein leckeres Kuchenrezept (mit Mandelbaisser), den möchte ich ab und an machen. Sonst mag die hier keiner.

Wir haben Brombeeren - stachellose (leider auch ziemlich geschmacklos) - aber die Marmelade findet reißenden Absatz.

Ich werde mir demnächst Himbeere pflanzen und freu mich schon auf frischen Himbeerkuchen, dafür würde ich morden!

Die Beerenpflege ist eigentlich überall gleich unaufwändig. Einmal im Jahr wird geschnitten: Bei den Himbeeren und Brombeeren die abgetragenen Ruten komplett raus. Brombeerenseitentriebe einkürzen (auf 3 Knospen habe ich gerade gelesesen).
Johannsibeeren werden auch einmal im Jahr geschnitten, mit einer bebilderten Anleitung ist das gar nicht schwer.
Sorten? Keine Ahnung, bei der Auswahl setze ich gern auf Bewährtes, wenn neues, dann mit handfestem Vorteil, wie Robustheit :smile:

Ordentlich gemulcht, hält sich auch das Brennesselgestrüpp in Grenzen.

Einen Holunder „Haschberg“ habe ich gepflanzt. Ich mag Gelee aus den Blüten (mit Orangensaft), Hollerblütensirup, Hollerblüten in Pfannkuchenteig. Die Beeren - naja, ich mach immer ein wenig Saft, naja, mehr Sirup (in kleine Ketchup und Grillsoßenflaschen), heiß mit viel Rum für Erkältungen gar nicht so schlecht.

Grüße
kernig

Hallo,

wir haben Himbeeren, die wuchern Meterweit wie wild. Also unbedingt Rhizomsperre anbringen. Wir haben es nicht gemacht und bei uns genauso wie beim Nachbarn wachsen junge Triebe mitten aus dem Rasen, also eben Meterweit von der eigentlichen Himbeerstaude entfernt.

Gruß
Kati

Hallo,

jede Art von Johannisbeeren finde ich schön. Pflegeleicht, langlebig und lecker…

Marmeladen, Gelees, Kompott, Fruchtsaucen, Grützen, Torten und Senf - mit Johannisbeeren geht fast alles.
Die Weißen sind am mildesten, die Roten fruchtig, die Schwarzen herbsäuerlich.

Himbeeren und Brombeeren sind einfach fantastisch für Sommertörtchen und vollfruchtige Marmeladen.
Sie wuchern allerdings stark und müssen regelmäßig ausgedünnt werden.
Manche Triebe ‚wandern‘ unterirdisch mehrere Meter.

Ich habe auch eine Boysenbeere, die zwar sehr ertragreich, für Törtchen aber nicht so gut geeignet ist.

Wenn man die Stacheln nicht scheut, dann ist Sanddorn eine schöne Ergänzung zu anderem Obst.
Eine dichte Hecke und gleichzeitig eine reichliche Ernte - zwei Fliegen mit einer Klappe :o)

Sanddorn wird bei uns vorallem als Likör aufgesetzt. Zu Kompott gekocht kann man ihn auch für Torten verwenden.

Schlehen haben auch viele Stacheln und manche Jahre setzen sie kaum Früchte an.
Wenn aber doch, dann hat man wirklich schöne Saft-, Likör- und Marmeladenfrüchte.

Holunderbeeren werden bei uns ausschließlich zu Fliederbeersaft verarbeitet

  • und daraus werden im Winter Punsch und Suppen.
    Aus den Blüten habe ich schon Sirup gemacht - für ‚Hugo‘ ganz schön, ansonsten eher nicht unser Geschmack…

Holunder, Schlehe und Sanddorn sind ja sehr große Sträucher.
Außer Platz brauchen sie aber nicht viel

  • sie sind sehr pflegeleicht und überleben so gut wie jeden Schnitt.

Absolutes MUSS sind bei uns Erdbeeren. Die machen aber gleichzeitig auch die meiste Arbeit…
Ansonsten sind sie ja der Klassiker schlechthin…

Es grüßt
Yvisa

Sanddorn ernten
Huhu!
Ich weiß nicht, ob Du den Trick kennst: Die bebeerten Zweige abschneiden und einfrieren.

Und dann die gefrorenen Beeren abfriemeln - geht viel leichter.

Grüße
kernig

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Hallo,

Pflanz doch, was Dir schmeckt :smile:

Sorten? Keine Ahnung, bei der Auswahl setze ich gern auf
Bewährtes, wenn neues, dann mit handfestem Vorteil, wie
Robustheit :smile:

Alles schön und gut, aber es soll Gewächse geben, die mit der jeweiligen Lage (Boden, Klima usw.) nicht klar kommen. Ein bisschen Beratung - und sei es nur das Gespräch über den Gartenzaun oder in der Gärtnerei um die Ecke - ist nie verkehrt …

Gruß
Jörg Zabel

Euch allen -
-schon einmal vielen Dank! Ich werde alles in meine Überlegungen mit einbeziehen.

Von Holunder habe ich gehört, dass er auch sehr wuchert? Will aber eh’ in der Gätnerei/Baumschule kaufen und mich natürlich beratenlassen. Trotzdem - es geht nichts über individuelle Erfahrungen und Tipps.

Grüßle,
Eva

Hallo Eva,

Von Holunder habe ich gehört, dass er auch sehr wuchert?

man braucht ihn nicht wuchern zu lassen. Wenn man nicht an ihm herumschneidet, bildet er ein paar starke Haupttriebe aus, die nach oben streben. Diese lassen sich, wenn er mal ein paar Jahre steht (vielleicht ab dem fünften Jahr) im Sinn von Stämmen von Seitentrieben befreien, dann erhält man einen schmalen Busch, fast mit dem Habitus eines Baumes - man braucht dann allerdings eine lange Leiter, wenn man an die Blüten oder später die Beeren kommen möchte.

  • Wenn man nicht auf einen hohen Ertag aus ist, lässt sich so ein schmaler, hoher Holunder übrigens gut als Rankhilfe für Clematis oder Geißblatt nutzen.

Schöne Grüße

Dä Blumepeder

Servus,

eine gänzlich anspruchslose Beere, die zu einem ungewöhnlichen Zeitpunkt (vor den Erdbeeren, Ende Mai…Anfang Juni je nach Klima) reif ist, ist die Kamtschatkabeere. Bei der Beschaffung darauf achten, dass zwei verschiedene, als Befruchter zueinander passende Sorten in der Nähe zueinander stehen.

Schöne Grüße

Dä Blumepeder

Hallo,

die meisten Holler, die ich so „kenne“, stehen an befahrenen Straßen oder anderen unsympathischen Stellen. Ein schöner, kontrollierter, gesunder (im „menschlichen“ Sinne) Holler ist doch ein Traum. Außerdem schön anzuschauen. Aber gut, ich schaue mit meinen Augen :wink:.

LG Barbara

Holder
Servus,

„man braucht ihn nicht wuchern lassen“ sollte nicht heißen, dass es überflüssig wäre, einen Holderbusch in der Nähe von Haus und Hof zu haben - im Gegenteil: Frau Holla ist sehr standorttreu und schützt jeweils bloß das Haus, bei dem ihr Busch steht - schon der Busch vom Nachbarn wirkt nicht mehr.

Die von mir beschriebene schmale, hohe Form nehmen Holunderbüsche im Alter übrigens auch ohne Aufasten von selber an: Führ Dir mal die teils sehr alten Holderbüsche vor Augen, die in den Alpen bei Feldscheuern stehen - das sind Silhouetten, die eher kleinen Bäumen als Büschen ähneln.

Schöne Grüße

Dä Blumepeder

In den Alpen war ich vielleicht in meinem früheren Leben… LANGE her. Ich denke eher an Holundergebüsch regional mehr oder weniger zufällig dahingekommen (wie auch immer) und danach geduldet. Holunder wird meist nicht wirklich ernst genommen. Oder hast du da aadere Erfahrungen gemacht?

.

Sch*** Natur
Hi!
Alles wuchtert… :wink:

Also ich bin eigentlich grundsätzlich froh, wenns wuchert. Das Gegenteil finde ich wesentlich unschöner, wenn es miekert ist mein Gärtnerherz doch sehr unfroh :smile:

Von Holunder habe ich gehört, dass er auch sehr wuchert?

Holunder ist recht anspruchslos, er wächst fast überall gut.
Er verbreitet sich aber nicht wild im Garten (was Himbeeren durchasu machen).
Mein Rezept beim Holunder: schön große Stämme wachsen lassen, dann kann man unter den überhängenden Zweigen sitzen…
Holunder gibt es auch in rotlaubigen Sorten, mit rosa Blüten. Ich habe vom kauf abgesehen, weil die durch die Züchtung teilweise sehr sehr langsam wachsen. Vielleicht wäre das ja was für Dich (in der Gärtnerei mal fragen, den heutigen Züchtungsstand kenne ich nicht im Detail)

Wer das nicht mag (weil man eine leiter zum Ernten braucht), der kann Holunder schneiden, fast wie er mag. Das Holz ist auch nicht hart, ist also recht einfach.

Grüße
kernig

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Versteh ich jetzt nicht?
Hi!
Verstehe Deinen Einwand nicht ganz?

Sorten? Keine Ahnung, bei der Auswahl setze ich gern auf
Bewährtes, wenn neues, dann mit handfestem Vorteil, wie
Robustheit :smile:

Alles schön und gut, aber es soll Gewächse geben, die mit der
jeweiligen Lage (Boden, Klima usw.) nicht klar kommen.

Das ist doch die Grundvoraussetzung?

Ein
bisschen Beratung - und sei es nur das Gespräch über den
Gartenzaun oder in der Gärtnerei um die Ecke - ist nie
verkehrt …

Naja, das mein ich doch mit „bewährt“, was beim Nachbarn wächst, wird bei mir wahrscheinlich auch nicht erfrieren und ich erwarte auch, dass örtliche Gärtnereien mir anbieten, was auch in der Region gedeiht…

Habs nicht verstanden, was Du sagen willst.
Grüße
kernig

Hallo newcallas;
hier mein erklärter Liebling:
Wenns nur zum mal einfach vom Strauch Naschen reichen darf und sonst in der Hauptsache die Vögel begeistert:
DIE FELSENBIRNE!
Schön bronze im Austrieb, hübsche weiße Blüte, dann rote bis lilafarbene Beeren zwischen den grünen Blättern und zum Schluss die rote Herbstfärbung.
Völlig unkompliziert, absolut frosthart.
Bei mir steht sie seit ca. 8 Jahren vollsonnig in sandigem Boden ohne jeden Komfort, die Winter sind streng und sie macht sich überhaupt nichts daraus. Ich kauf sie mir für andere Plätze auf jeden Fall noch einmal (oder zweimal?)
Allerdings kann sie das kräftige Aroma von Brom,- Him,- Stachel,- Johannis- oder gar Erdbeeren nicht erreichen.

LG Sylvia

Nochmals -

  • großen Dank!

Liebe Grüße,
Eva