Hallo Hansi
Dadurch gerät das ursprünglich neutrale (und für Psychologen
nützliche Wort) „Befindlichkeit“ in Verruf, weil es immer mit
negativer Konnotation benutzt wird. Deiner Beobachtung kann
ich voll zustimmen. Leider.
Danke - ich freue mich, wenn ich das nicht allein so sehe.
Gruß,
Branden
Hi Branden & Freunde,
Sprache wurde und wird als Machtinstrument ge- und missbraucht - das ist nicht neu. Wenn Tatsachen nicht (mehr) geleugnet oder widerlegt werden können, dann wird es schnell und oft persönlich (Kinder neigen z. B. dazu jemand dann einfach für doof zu erklären).
Durch Ge- oder Missbrauch werden Begriffe neu „belegt“ - wer erwartet beim eigentlich positiven Wort „Reform“ heute noch was Gutes? Statt „entlassen“ oder „rausschmeissen“, wird heute „freigesetzt“. Ähnlich wird es (im politischen Sprachgebrauch) vielleicht den „Befindlichkeiten“ ergehen ?!
Ganz kurz, lieber Branden,
mich hat mal ein Psychiater gefragt: „Wie ist denn das werte Befinden?“ So im Nachhinein finde ich das auch irgendwie leicht spöttelnd
. Hängt aber doch einfach damit zusammen, mit welcher Begrifflichkeit man „verheiratet“ ist.
Gruß
Hermann