'Befragung' vor Flug nach Israel

Hallo,

im Januar fliege ich eine Woche nach Israel, Flug von Hamburg nach Frankfurt und von dort nach Tel Aviv. Airline ist Lufthansa. Nun habe ich gehört, daß es vor dem Abflug nach Israel eine umfangreiche Sicherheitsbefragung gibt. Hat hier jemand Erfahrungswerte ? Reichen 1,5 Stunden Aufenthalt in Frankfurt dazu aus ?

Danke und Gruß
André

Hi!

Bei Flügen nach Israel hab ich zwar verstärkte Kontrollen erlebt, diese Befragung bisher aber nur von Flügen von Israel weg .

Dort wird man hintereinander von mehreren, bei mir warens 3, Personen befragt wo man sich so herumgetrieben hat und wen man so kennengelernt hat.

Tip: Keine strombetriebenen Geräte, wie Walkman udergl. mitnehmen. Alles was mit Strom betrieben wird gilt als potentielle Bombe.

Tip2: Lass nie eine Tasche in Israel allein herumstehen, auch nicht für 5 Minuten.

Grüße Dusan

Hallo André!

Das Auswärtige Amt vermeldet hierzu:

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Stand: 25. August 2003

  1. Deutsche Staatsangehörige, die nach dem 01.01.1928 geboren sind, benötigen bis zu einem Aufenthalt von drei Monaten kein Visum.
    Für Besuchsreisen nach Israel ist ein Reisepass erforderlich, der mindestens noch 6 Monate gültig ist. Staatenlose Personen müssen im Besitz eines gültigen Fremdenpasses oder Reiseausweises sein, der für ein Jahr gültig ist (anstelle eines Reisepasses).
    Deutsche Kinderausweise werden anerkannt. Lichtbilder sind für Kinder unter 10 Jahren nicht erforderlich.
    Der Eintrag eines Kindes in den Reisepass eines Elternteils ist für Kinder unter 10 Jahren zur Einreise nach Israel ausreichend. Ein Lichtbild ist nicht erforderlich.
    Minderjährige unter 16 Jahren, die allein oder in Begleitung eines Elternteils reisen, sollten eine Vollmachtserklärung der jeweils nicht mitreisenden Erziehungs- bzw. Aufenthaltsbestimmungsberechtigten mitführen.

2) Sollten im Reisepass Visa arabischer Staaten vorhanden sein, so ist in der Regel vor der Einreise mit einer sehr strengen und längeren Sicherheitsbefragung durch israelische Sicherheitskräfte zu rechnen (Ausnahme: Jordanien und Ägypten). Gegebenenfalls empfiehlt sich eine entsprechende Nachfrage bei der israelischen Botschaft in Berlin.

  1. Personen, die in die Palästinensischen Gebiete weiterreisen wollen, müssen mit erheblichen Schwierigkeiten bei der Einreise nach Israel rechnen. Dies gilt insbesondere für Deutsche palästinensischer oder auch nur vermuteter anderer arabischer Herkunft und auch für die Einreise von Ägypten und Jordanien aus. Die Verweigerung der Einreise ist jederzeit ohne Angabe von Gründen möglich. Die deutsche Botschaft hat in diesem Fall keine Möglichkeit der Unterstützung.

  2. Deutsche Staatsangehörige, die gleichzeitig eine palästinensische Personenkennziffer (ID-Nummer) haben, müssen mit ihrem palästinensischen Reisepaß einreisen. Sollte dieser nicht mehr vorhanden sein, wird die Personenkennziffer in den deutschen Reisepaß eingetragen und der Reisende aufgefordert, einen palästinensischen Reisepaß zu beantragen. Aufgrund uneinheitlicher Verwaltungspraxis kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch nach kurzen Aufenthalten die Ausreise ohne einen palästinensischen Pass verweigert wird.
    Die Ausreise aus den palästinensischen Gebieten (Gazastreifen und Westjordanland) nach Israel - etwa zur Rückreise vom Flughafen Ben Gurion aus - ist für deutsche Staatsangehörige palästinensischer Herkunft nicht möglich, selbst wenn die Einreise über Ben Gurion-Flughafen erfolgte.
    Die Ausreise aus dem Gazastreifen in Richtung Tel Aviv (Übergang Erez) ist für Ausländer (außer Inhabern von Dienst- und Diplomatenpässen) zur Zeit nicht möglich, auch wenn sie nicht palästinensischer Herkunft sind.
    In diesen Fällen muß über Ägypten bzw. Jordanien ausgereist werden.
    Bei Vorliegen humanitärer Gründe erteilen die israelischen Sicherheitskräfte u.U. eine Ausreisegenehmigung (exit permit) zur Ausreise über Ben Gurion Flughafen. Diese ist über das Vertretungsbüro in Ramallah bzw. in Gaza zu beantragen.
    Alle Grenzübergänge aus den palästinensischen Gebieten können aus Sicherheitsgründen ohne vorherige Ankündigung, ggf. nur für einen bestimmten Personenkreis und für längere Zeit geschlossen werden. Eine Ausreise ist in einem solchen Fall, trotz Intervention der Botschaft, nicht möglich.

5) Bei der Ausreise aus Israel vom Flughafen Ben Gurion aus finden zeitintensive Sicherheitsüberprüfungen des Gepäcks sowie eingehende Befragungen der Reisenden statt. Längere Wartezeiten sind nicht ausgeschlossen. Es empfiehlt sich, frühzeitig am Flughafen zu erscheinen. Es kann zur Einbehaltung von elektrischen Geräten, insbesondere Laptop-Computern, durch die israelischen Sicherheitsbehörden kommen. In diesen Fällen werden die Computer eingehend untersucht und dann nach ein bis drei Tagen an den Aufenthaltsort des Reisenden nachgesandt.

http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/l…

Gruß, Hartmann.

Hallo André,

ich fliege im März von Frankfurt über Tel Aviv nach Eilat mit El Al.
Uns wurde gesagt, dass wir 3 Stunden vor Abflug am Flughafen erscheinen sollen.

Gruß, Joe
noch9tagebisgrancanaria

Hi,

ich würde mehr Zeit einplanen, mindestens 3 Stunden. Die Befragung und Kontrolle ist auch auf dem Hinflug, ich habe das schon mehrfach mitgemacht. Es gibt in Frankfurt und München sogar ein separates Terminal nur für Flüge nach Israel. Daher starten nur von diesen Flughäfen Direktflüge dorthin.

Die Befragung ist sehr gründlich, insbesondere schauen die sich jedes Teil in Deinem Gepäck einzeln an.

Aber Israel ist sehr schön, der Stress (auf dem Rückflug genauso) lohnt sich.

Gruss Hans-Jürgen
***

Reichen 1,5 Stunden Aufenthalt in
Frankfurt dazu aus ?

nein. 4 stunden solltest du einplanen.
wenn du stempel arabischer länder im paß hast, schmeiß ihn weg und hol dir einen neuen.
packe deine koffer alleine und lasse sie nicht aus den augen bis du abfliegst.
nimm keine geschenke an.
elektrische geräte werden aufgemacht. wenn du angst hast daß was kaputtgeht, laß es zuhaus.
koffer nicht versperren! die schlösser werden aufgebrochen.

bei der rückreise ist zu beachten:

rucksacktouristen, studenten, junge leute u.ä. werden strengstens befragt, wo sie mit wem kontakt hatten. ich mußte mich ausziehen (das war 1997). bleib draußen aus den besetzten gebieten, nimm nichts von arabern an. wenn du kontakt zu arabern hast, dann erwähne es nicht. ernsthafte schwierigkeiten sind vorprogrammiert, wenn du erwähhnst daß du in den gebieten warst. flüge können versäumt werden!

wie immer: koffer alleine packen und niemanden dranlassen, nicht eine minute.

am besten ist, wenn dich jemand zum flughafen begleiten kann (ein israeli). dann ersparst du dir das fast zur gänze.

gruß
datafox

Tip2: Lass nie eine Tasche in Israel allein herumstehen, auch
nicht für 5 Minuten.

und solltest du ein solches objekt entdecken, egal wo, ist unverzüglich die polizei (tel. 100) zu informieren.

datafox

na bum
hi datafox!

hat sich der urlaub nach solchen strapazen überhaupt ausgezahlt???

*mit-offenem-mund-dasitz*
nicola

*maleinmisch*
Hi nicola,

hat sich der urlaub nach solchen strapazen überhaupt ausgezahlt???

offensichtlich. Immerhin lebt datafox seit 2000 in Israel (siehe Vika) :wink:

Viele Grüße
Diana

*lol* (owt)
.

Hi,

ich kann’s mir nicht verkneifen…

Das, was ich hier lese, bestätigt mich noch mehr in der Meinung daß Israel ein Land ist, das ich nicht besuchen werde.
Weder die Richtlinien der dortigen Politik noch die Modalitäten der Ein-/Ausreise sind für mich akzeptabel.

MecFleih

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Das, was ich hier lese, bestätigt mich noch mehr in der
Meinung daß Israel ein Land ist, das ich nicht besuchen werde.

akzeptiert. viele israelis besuchen auch deutschland nicht. jeder wie er glaubt.

datafox