Befreiung von gemeinschaftlichen Kosten in WEG ?

Hallo Experten,

in einer Eigentümergemeinschaft wird beschlossen die Brüstungen sämtlicher Balkone und Terrassen mit Aluabdeckungen zu versehen, da das darunterliegende Mauerwerk bereits gelitten hat und der Putz sich an einigen Stellen sogar schon löst.
Diese Maßnahme, sowie die ebenso notwendige Fassadenerneuerung, erfordert eine Hausgelderhöhung.
Der Eigentümer einer Penthauswohnung hat diese Abdeckungen auf seinen Terrassen bereits vor Jahren auf eigene Kosten anbringen lassen, um seiner Pflicht zur pfleglichen Behandlung des Gemeinschaftseigentums nachzukommen.
Inwiefern kann er heute eine Verrechnung, bzw. Befreiung von den Kosten für diese Arbeiten verlangen, u.a. da der WEG durch die bereits vorhandenen Abdeckungen in seinem Bereich (umlaufende Terrasse über die gesamte Breite des Hauses) erhebliche Kosten erspart bleiben.
Für sachdienliche Hinweise bedanke ich mich vorab.
k.

gemeinschaftlichen Kosten in WEG?
Guten Tag,

Balkone und Fenster zählen zum Sondereigentum, dass heißt, dass es i.d.r. von der Gemeinschaft getragen wird. Man kann auch etwas anderes beschließen, z.B. dass jeder Eigentümer die Balkonsanierung selbst zahlt. Allerdings gilt das nicht bindend für zukünftige Ereignisse. Dass der Eigentürmer der Penthousewohnung vor einigen Jahren die Sanierung selbst gezahlt hatte, war deshalb eher unklug und hätte von der Gemeinschaft getragen werden müssen. Eine Anspurch auf Anrechnung der damals entstanden Kosten hat er juristisch nicht!

Wenn die Stimmung in der ET-Gemeinschaft gut ist, lässt sich da aber vielleicht was machen, da er ja einen sinnvollen Beitrag zur Erhaltung des Objekts beigetragen hat.

Ich würde mich ggf. mit einem Makler sprechen, der auch Hausverwaltung durchführt. Lokale Adressen gibt es z.B. auf www.immobilien-katalog.net. Makler können u.U. eine Rechtsberatung leisten, da sie z.B. über den IVD aktuelle Anwälte zur Sachlage heranziehen können. Eine Beratung durch einen Makler kostet i.d.R. keine 100 Euro. Auch eine Rechtsschutzversicherung - sofern der Penthousebesitzer eine abgeschlossen hat - dürfte in diesem Fall eine schnelle Einschätzung liefern können.

Guten Tag,

Balkone und Fenster zählen nicht zum Sondereigentum mit Ausnahme des Balkonbodens und der Innenseite einer geschlossenen Brüstung , dass heißt,

dass es i.d.r. von der Gemeinschaft getragen wird. Man kann
auch etwas anderes beschließen, z.B. dass jeder Eigentümer die
Balkonsanierung selbst zahlt.

Ich würde mich ggf. mit einem Makler sprechen, der auch
Hausverwaltung durchführt. Lokale Adressen gibt es z.B. auf
www.immobilien-katalog.net. Makler können u.U. eine
Rechtsberatung leisten, da sie z.B. über den IVD aktuelle
Anwälte zur Sachlage heranziehen können. Eine Beratung durch
einen Makler kostet i.d.R. keine 100 Euro.

Entschuldigung: Das ist Schmarrn. Ein fremder Makler wäre der Letzte den ich etwas Rechtliches fragen würde. Direkt zum Fachanwalt. Nur dort erhält man fachkundige Auskunft. Auch hier steigen die Beratungskosten nicht ins Unermessliche. Ist man Mitglied bei Haus und Grund, erhält man die Erstberatung kostenfrei.

vnA

Moin,

ich würde zunächst einen Blick in die Teilungserklärung werfen und in frühere Protokolle der EIgentümerversammlungen. Möglicherweise gibt es dort eine Regelung zu KOsten, die ein Eigentümer für Gemeinschaftseigentum übernommen hat.

Und mit der Verwaltung kann man auch reden, fragt sich aber, wie die Beschlussfähigkeit war, also ob der Beschluss zur Maßnahme mit Hausgelderhöhung wirksam beschlossen ist. Sonst müsste möglicherweise Widerspruch dagegen eingelegt werden. Dazu braucht es dann die HIlfe eines Fachanwaltes. Könnte man auch über einen Haus- und Grundbesitzerverein versuchen.

Gruß
Ex.