Hallo Community,
wir haben seit einigen Tagen ein Hochbeet und darin 6 * Gärtner Pötschkes Aroma-Erdbeere und 3 * Senga Sengana. Das ist unser erster Garten und entsprechend haben wir vermutlich noch viele falsche Vorstellungen, wie sowas funktioniert 
Nun hat meine Frau irgendwo gelesen, dass man die Beete am besten abdeckt und wir haben inzwischen eine Art dünnes Fließ als Abdeckung (das Fließ ist aus dem Fachhandel und speziell dafür gedacht).
Die Senga Sengana haben nun allerdings bereits Blüten und mich würde interessieren ob das Fließ dann nicht eher kontraproduktiv ist, weil die Blüten ja irgendwie auch befruchtet werden müssen.
Servus,
wenn der Garten nicht zu weit weg liegt, kann man in den kommenden noch ziemlich frischen Nächten die Kultur ab- und morgens aufdecken.
Tagsüber sollten die blühenden Erdbeeren aber jedenfalls offen stehen - sie kommen zwar mit dem Bestäuben auch einigermaßen alleine klar, aber dann ist der Ertrag niedrig und viele Früchte schlecht entwickelt.
In Spanien werden Bienenvölker in die Invanaderos zu den Erdbeeren gestellt - nach einer Saison sind die Völker dann nach und nach vergiftet und man kauft frische Bienen.
Schöne Grüße
Dä Blumepeder
Hallo Blumepeder,
weißt Du auch wovon sie vergiftet sind?
Es soll doch alles ungesprizt sein?
Also ich warte dann doch lieber auf heimische Erdbeeren.
Gruß aria
1 „Gefällt mir“
‚Ungespritzte‘ Erdbeeren?
Servus,
Es soll doch alles ungespritzt sein?
wer erzählt denn sowas?
Es stimmt, dass in den niedrigen Foliengewächshäusern in Andalusien nicht viel gespritzt werden muss, weil die meisten systemischen Pflanzenschutzmittel gleich mit der Tropfbewässerung mitgegeben werden können. Aber irgendeinen Anlass gibts immer, dass man die Bulgaren und Rumänen mit der Buckelspritze in den Invanadero schicken muss.
Übrigens: Bei heimischen Erdbeeren ist das auch nicht viel anders. Es gibt kaum Beeren, die ohne nennenswerten Einsatz von Fungiziden und Insektiziden angebaut werden können; u.a. Holunder, auf kleinen Flächen auch Johannisbeeren.
Und „Bio“-Erdbeeren kriegen halt Kupferoktanoat und Netzschwefel.
Schöne Grüße
Dä Blumepeder
2 „Gefällt mir“
Hallo Blumepeder,
vielen Dank für Beantwortung meiner Frage.
Was glaubst Du ist schlimmer, dieser Chemiecocktail oder nach Gülle riechende Erdbeeren, die ja sicher auch noch chem. behandelt sind?
Fragender Gruß
aria
Naja. Die zugelassene Chemie zersetzt sich nahezu rückstandsfrei, die Gülle bringt schonmal Bakterien mit. Ehrlich gesagt ist mir ersteres lieber.
1 „Gefällt mir“
Hallo Zerschmetterling,
danke für die Antwort.
Ich teile die Meinung. Und doch werden offensichtlich immer wieder Erdbeeren hier in D. mit Gülle gedüngt und verkauft. Ist das eigentlich zulässig? Schwer vorstellbar.
Gruß aria
Servus,
es ist zumindest ein bissle dumm, wenn man eine Kultur reifender Erdbeeren mit Gülle düngt: Im ersten Jahr nach dem Jahr der Pflanzung sind Stickstoffgaben zu Vegetationsbeginn - also deutlich vor der Blüte (2/3) - und nach der Ernte (1/3) zweckmäßig. Wenn die reifenden Früchte selber Gülle abkriegen, macht der Bauer etwas verkehrt.
Nicht zulässig wäre eine Düngung mit Gülle nur, wenn davon eine besondere Infektionsgefahr ausgeht (z.B. menschliche Exkremente in der Gülle).
Unabhängig davon sollte man Erdbeeren und Heidelbeeren eh ziemlich gut waschen, auch wenn sie mit Mineral-N gedüngt sind: Der Fuchsbandwurm unterscheidet nicht zwischen „Bio“ und konventioneller Erzeugung.
Schöne Grüße
Dä Blumepeder
Ja, stimmt schon Peder aber richtig appetitlich ist das alles nicht.
Ich hatte nie gedüngt, zwischen meinen Erdbeeren lief unser Huhn, ich mußte tüchtig aufhacken aber das war´s auch schon.
Gruß aria
Servus,
ja, das mit den freilaufenden Hühnern ist ein Bild, das allerdings schon in den 1950er/60er Jahren im Kampf gegen die Tuberkulose in der Landwirtschaft verschwand: Wer z.B. Hühner im warmen Kuhstall hielt, wie es vorher üblich war, brauchte nicht auf die Anerkennung seiner Milchkühe als Tbc-freien Bestand zu hoffen.
Hühnerdung, auf diese Weise in die Erdbeeren gebracht, ist nicht mehr und nicht weniger problematisch als Hühnergülle.
Schöne Grüße
Dä Blumepeder
Also ehrlich Peder,
Hühner im Kuhstall habe ich in keinem Hof gesehen in den 10 Jahren die wir dort wohnten.
Unser Huhn kam die Straße entlang gelaufen, kehrte bei uns ein und blieb.
Täglich ein Ei, unser Sohn fuhr es mit der Eisenbahn spazieren,
es wurde gestreichelt und mit Leckerbissen verwöhnt. Wir hatten ja keine Landwirtschaft.
Und im Garten durfte es sich tummeln soviel es wollte. Die Erdbeeren schmeckten einfach gut. Wer denkt da an Gefahren?
Aber Gülle, zumal noch Schweinegülle, da schüttelt es mich heute noch.
Gruß aria
und Danke