Begabung für Wiwi erkennbar?

Hallo. Ob jemand das Zeug dazu hat ein guter Mathematiker zu werden, oder ein guter Übersetzer, ein guter Zeichner, etc. zu werden, kann man ja alles auf das mathematische/sprachliche/zeichnerische Talent etc. zurückführen und das ist ja eigentlich recht leicht herauszufinden. Was mich jetzt aber interessieren würde: Gibt es auch irgendwelche Tests oder Anzeichen dafür, dass jemand einen guten Wirtschaftswissenschaftler abgeben wird? Bisher bestanden meine Prüfungen in der Uni eigentlich alle hauptsächlich aus Mathe und auswendig lernen (natürlich auch etwas verstehen, aber größtenteils auswendig lernen). Ich nehme mal an, dass sich ein guter v.a. Wirtschaftswissenschaftler durch gute analytische Fähigkeiten auszeichnet, also einzelne Vorgänge gut durchschauen und analysieren kann um diese so effektiver zu gestalten, etc.
Ich hoff mal dass mir jetzt keine Kaffeesatzleserei vorgeworfen wird, aber so etwas kann man doch eigentlich auch schon bei alltäglichen Dingen erkennen, wenn man z.B. sieht ob jemand Dinge die er anpackt strategisch clever angeht um sie effektiver zu gestalten…z.B. das Lernen für die Uni/Schule…die Vorgehensweise um sich z.B. im (Leistungs)sport zu verbessern (ob sich jemand denkt ich spiele jetzt jeden Tag solang wie möglich Fußball und hoffe dass ich gut werde oder ob sich derjenige denkt: Ich muss genau darin besser werden, diese Fähigkeit verbessern und dementsprechend trainiert, usw.).

Denkt ihr so etwas kann man auf diese Art und Weise erkennen oder haltet ihr das für Schwachsinn? Wie gesagt auf ähnliche Art und Weise kann man meiner Meinung nach auch erkennen ob jemand eine hohe mathematische, sprachliche, räumliche Intelligenz usw. hat…bloß bei Wiwi erscheint mir das Ganze etwas schwieriger (wenn auch nicht unmöglich - oder doch?)

Gruß!

Hallo,

wenn du WiWi studieren möchtest, bist du letztendlich dazu gezwungen Algebra als Fremdsprache zu akzeptieren, die in fast jedem Fach benutzt wird.

In so fern macht das mit dem Mathe-Tests sehr viel Sinn.
Die meisten WiWi’ler scheitern nun mal an Mathe.

Gruß Ivo

Hallo.

herauszufinden. Was mich jetzt aber interessieren würde: Gibt
es auch irgendwelche Tests oder Anzeichen dafür, dass jemand
einen guten Wirtschaftswissenschaftler abgeben wird?

Ich weiß nicht, wie lange Du noch versuchen willst, Wirtschaftswissenschaftler/BWLer über einen Kamm zu scheren. Die ständige Fragerei nach den Gehältern oder die aktuelle Frage: Das alles zeigt, daß Du in Deinen Vorstellungen von der Tätigkeit als Wirtschaftswissenschaftler absolut neben der Realität liegst.

Um mal einige Beispiele für Tätigkeit nach dem Studium zu bringen:
Vertriebsmensch
Controller
Marketingfuzzi
Kreditanalyst
Wirtschaftsprüfer

Fünf klassische Felder für Wirtschaftswissenschaftler mit völlig verschiedenen Aufgaben und Anforderungen.

Denkt ihr so etwas kann man auf diese Art und Weise erkennen
oder haltet ihr das für Schwachsinn?

Ja.

Wie gesagt auf ähnliche
Art und Weise kann man meiner Meinung nach auch erkennen ob
jemand eine hohe mathematische, sprachliche, räumliche
Intelligenz usw. hat…bloß bei Wiwi erscheint mir das Ganze
etwas schwieriger (wenn auch nicht unmöglich - oder doch?)

M.E. gehst Du weiterhin zu analytisch an die Sache heran. Vielleicht liest Du Dir noch einmal meine beiden Artikel aus diesem Thread durch:
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Gruß,
Christian

Hi,

wenn du WiWi studieren möchtest, bist du letztendlich dazu
gezwungen Algebra als Fremdsprache zu akzeptieren, die in fast
jedem Fach benutzt wird.

das würde ich gern relativieren. Die Matheklausuren an der Uni waren ein Witz (gleiche Aufgaben wie die Probeklausuren, nur andere Zahlenwerte) und den Stoff habe ich auch während des Studiums nicht wieder gebraucht.

Da scheint es also nicht unwesentliche Unterschiede zu geben.

Gruß,
Christian

Ich weiß sehr wohl, dass es ganz verschiedene Tätigkeiten für Wirtschaftswissenschaftler gibt und finde selbst, dass das Gebiet BWL(/VWL) an sich so breit ist wie z.B. „Naturwissenschaften“, da es total unterschiedliche Spezialisierungsmöglichkeiten gibt. Ich meinte jedenfalls Führungskräfte bzw. Manager. Außerdem finde ich es sehr sinnvoll nach so etwas zu fragen, weil es dafür sicherlich auch eine Begabung gibt (sprich nicht alle Leute können mit dem gleichen Fleiß und Ehrgeiz gleich gut werden) so wie jemand der schlecht oder durchschnittlich in Mathematik ist wohl nie ein großer Mathematiker, Physiker, Informatiker, o.ä. werden wird.

Ich bin nunmal noch jung und noch am überlegen was ich beruflich mit meinem Leben anfangen will und frage deshalb nach solchen Sachen und deine schlauen Ratschläge an mich lauten: „Du gehst zu analytisch an die Sache ran“ und „…hör auf solche Fragen zu stellen…“ was in meinen Augen soviel bedeutet wie „Studier einfach ob’s das Richtige für dich war wirst du am Ende sehen und wenn nicht hast du Pech gehabt“.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

@Christian

Da kann ich nur zustimmen.

@Threadsteller:

Nach jedem Studium sollte „analytisches Denken“ für den Diplom-Besitzer kein Problem sein, da ist es egal ob Mediziner, Wirtschaftswissenschaftler oder Dipl.-Braumeister.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Spezialisierungsmöglichkeiten gibt. Ich meinte jedenfalls
Führungskräfte bzw. Manager.

So eine Einschränkung wäre ja schon hilfreich gewesen, aber selbst diese Bezeichnung ist noch relativ weit. Ein Leiter der Personalabteilung, des Rechnungswesens, des Vertriebs oder der Konzernkommunikation haben völlig unterschiedliche Anforderungsprofile. So was ist nicht am Anfang des Studiums planbar sondern ergibt sich im Laufe der Zeit durch das Prüfen der eigenen Interessen, der Möglichkeiten und vor allem der sich bietenden Gelegenheiten.

Außerdem finde ich es sehr
sinnvoll nach so etwas zu fragen, weil es dafür sicherlich
auch eine Begabung gibt (sprich nicht alle Leute können mit
dem gleichen Fleiß und Ehrgeiz gleich gut werden) so wie
jemand der schlecht oder durchschnittlich in Mathematik ist
wohl nie ein großer Mathematiker, Physiker, Informatiker, o.ä.
werden wird.

Begabung finde zu hoch gegriffen, aber man sollte schon wissen, was für ein Typ man ist.

Ich bin nunmal noch jung und noch am überlegen was ich
beruflich mit meinem Leben anfangen will und frage deshalb
nach solchen Sachen und deine schlauen Ratschläge an mich
lauten: „Du gehst zu analytisch an die Sache ran“ und „…hör
auf solche Fragen zu stellen…“ was in meinen Augen soviel
bedeutet wie „Studier einfach ob’s das Richtige für dich war
wirst du am Ende sehen und wenn nicht hast du Pech gehabt“.

Da interpretierst Du was falsch und wir mir egal wäre, wie es bei Dir läuft, würde ich Dir gar nicht antworten. Nun laufen aber Deine Fragen ständig auf die gleichen Dinge hinaus und lassen einen Erkenntnisgewinn vermissen.

Der Vergleich mit den Naturwissenschaften ist so schlecht nicht. Die Spannbreite der Aufgabenbereiche bei Wirtschaftswissenschaftlern ist nun mal so groß, daß sich weder Aussagen zu Gehältern noch zu Voraussetzungen treffen lassen. Versuch doch mal zu erkennen, was Dir liegt, und damit meine ich sowohl die zur Auswahl stehenden Fachbereiche wie auch weiche Faktoren. D.h. hast Du lieber mit Zahlen zu tun oder mit Menschen oder mit beidem? Läßt Du Dich von Zurückweisung nicht entmutigen sondern anspornen? Derartige Fragen ließen sich jetzt am Fließband zusammenstellen, dennoch nur zwei expemplarisch. Du mußt schließlich wissen, was für ein Mensch Du bist.

Und noch ein „schlauer“ Ratschlag: Je genauer man seine Zukunft plant, desto wahrscheinlicher wird man später enttäuscht. Entscheidender ist es, Chancen zu erkennen und – falls passend - zu ergreifen.

Gruß,
Christian

Hallo,

Versuch doch mal zu erkennen, was Dir liegt, und damit
meine ich sowohl die zur Auswahl stehenden Fachbereiche wie
auch weiche Faktoren. D.h. hast Du lieber mit Zahlen zu tun
oder mit Menschen oder mit beidem? Läßt Du Dich von
Zurückweisung nicht entmutigen sondern anspornen? Derartige
Fragen ließen sich jetzt am Fließband zusammenstellen, dennoch
nur zwei expemplarisch. Du mußt schließlich wissen, was
für ein Mensch Du bist.

…und hier knüpft meine Frage (in leichter Abwandlung zu diesem Thread) an: Gibt es (bestenfalls im Internet) einen Test mit Auswertung, bei dem solche Fragen z.B. für WiWi oder Studierende gestellt werden? Es wäre interessant zu erfahren, wenn man z.B. im Projektmanagment tätig ist (und die Tätigkeit auch gerne ausübt; wie auch viele andere Tätigkeiten!) und darüberhinaus für z.B. Marketingaufgaben bestens geeignet ist (aufgrund der persönlichen Fähigkeiten, Begabungen etc…)

Hintergrund ist auch folgender: Ich hatte mich damals (lange Zeit ists her) bei einer großen Firma als Laboranten-Azubi beworben. Nach dem Eignungstest kam eine Absage. Aber aufgrund meiner Testergebnisse hatten die mir eine Ausbildungsstelle zum Technischer Zeichner angeboten. … Angebot nicht angenommen…Laborant woanders gelernt… Jahre später (nach dem Studium) arbeitete ich 2,5 Jahre als Konstrukteur (Die Alternative war: Arbeitslosigkeit!). Siehe da: Die Arbeit als Konstrukteur (Zeichnen) fiel mir leicht und machte auch noch ein bißchen Spass (was ich vor der Stelle nicht gedacht hatte!). Nur war dies halt nicht mein Berufsziel…

Heute frage ich mich, ob ich mich ebenso auch für andere Bereiche eignen werde? Und damit sind nicht meine Vorlieben oder Berufswünsche gemeint, sondern nur die Eignung aufgrund meiner Fähigkeiten.

gruß
boba

Da scheint es also nicht unwesentliche Unterschiede zu geben.

Nun ja,
das mag sein weshalb der Mathe I Schein von Konstanz in Freiburg als Mathe I + II anerkannt wird.

Gruß Ivo

Spezialisierungsmöglichkeiten gibt. Ich meinte jedenfalls
Führungskräfte bzw. Manager.

So eine Einschränkung wäre ja schon hilfreich gewesen, aber
selbst diese Bezeichnung ist noch relativ weit. Ein Leiter der
Personalabteilung, des Rechnungswesens, des Vertriebs oder der
Konzernkommunikation haben völlig unterschiedliche
Anforderungsprofile. So was ist nicht am Anfang des Studiums
planbar sondern ergibt sich im Laufe der Zeit durch das Prüfen
der eigenen Interessen, der Möglichkeiten und vor allem der
sich bietenden Gelegenheiten.

Außerdem finde ich es sehr
sinnvoll nach so etwas zu fragen, weil es dafür sicherlich
auch eine Begabung gibt (sprich nicht alle Leute können mit
dem gleichen Fleiß und Ehrgeiz gleich gut werden) so wie
jemand der schlecht oder durchschnittlich in Mathematik ist
wohl nie ein großer Mathematiker, Physiker, Informatiker, o.ä.
werden wird.

Begabung finde zu hoch gegriffen, aber man sollte schon
wissen, was für ein Typ man ist.

Also ich weiß ja nicht, aber soweit ich weiß gibt es bei jeder Tätigkeit in der zwei Individuen mit dem genau gleichen Arbeitsaufwand und der gleichen Motivation unterschiedlich gute Leistungen bringen Begabung/Talent.
Das reicht von Mathematik, über Fremdsprachen, über kreatives schreiben (z.B. Drehbücher) und Sport hin zu 3d Animation (räumliches Vorstellungsvermögen) usw.

und „was für ein Typ man ist“ ist ja nun wirklich einfach eine schwammigere Formulierung dafür (aber im Prinzip das Gleiche was ich meine).

Und ich dachte nun mal, dass ein enorm wichtiges Aufgabenfeld eines Managers der ein Unternehmen führt und die verschiedenen Abläufe so produktiv/effektiv wie möglich gestalten muss und dies auch mit bestimmten Analyseinstrumenten tut (wie z.B. der Porter-Wertkette), die Rationalisierung von Produktionsvorgängen, etc. sei.

Und wahrscheinlich wirst du mir auch zustimmen, dass es nicht jedem der die selbe Ausbildung wie z.B. ein Heinrich von Pierer durchlaufen hat und genauso motiviert war, gelungen wär Siemens so erfolgreich umzustrukturieren, sondern dass so jemand schon mit gutem Grund ganz an der Spitze eines Unternehmens ist. (Falls Siemens ein schlechtes Beispiel sein sollte, gibts ja noch ne Menge andere Beispiele…aber du weißt worauf ich hinaus will)

Ich bin nunmal noch jung und noch am überlegen was ich
beruflich mit meinem Leben anfangen will und frage deshalb
nach solchen Sachen und deine schlauen Ratschläge an mich
lauten: „Du gehst zu analytisch an die Sache ran“ und „…hör
auf solche Fragen zu stellen…“ was in meinen Augen soviel
bedeutet wie „Studier einfach ob’s das Richtige für dich war
wirst du am Ende sehen und wenn nicht hast du Pech gehabt“.

Da interpretierst Du was falsch und wir mir egal wäre, wie es
bei Dir läuft, würde ich Dir gar nicht antworten. Nun laufen
aber Deine Fragen ständig auf die gleichen Dinge hinaus und
lassen einen Erkenntnisgewinn vermissen.

Der Vergleich mit den Naturwissenschaften ist so schlecht
nicht. Die Spannbreite der Aufgabenbereiche bei
Wirtschaftswissenschaftlern ist nun mal so groß, daß sich
weder Aussagen zu Gehältern noch zu Voraussetzungen treffen
lassen. Versuch doch mal zu erkennen, was Dir liegt, und damit
meine ich sowohl die zur Auswahl stehenden Fachbereiche wie
auch weiche Faktoren. D.h. hast Du lieber mit Zahlen zu tun
oder mit Menschen oder mit beidem? Läßt Du Dich von
Zurückweisung nicht entmutigen sondern anspornen? Derartige
Fragen ließen sich jetzt am Fließband zusammenstellen, dennoch
nur zwei expemplarisch. Du mußt schließlich wissen, was
für ein Mensch Du bist.

Und noch ein „schlauer“ Ratschlag: Je genauer man seine
Zukunft plant, desto wahrscheinlicher wird man später
enttäuscht. Entscheidender ist es, Chancen zu erkennen und –
falls passend - zu ergreifen.

Gruß,
Christian

Vorstände als solche

Begabung finde zu hoch gegriffen, aber man sollte schon
wissen, was für ein Typ man ist.

Also ich weiß ja nicht, aber soweit ich weiß gibt es bei jeder
Tätigkeit in der zwei Individuen mit dem genau gleichen
Arbeitsaufwand und der gleichen Motivation unterschiedlich
gute Leistungen bringen Begabung/Talent.

Zwei Leute mit gleichem Aufwand und gleicher Motivation zu finden, dürfte per se schon schwierig werden. Egal: Ich versuche Dir die ganze Zeit darzulegen, daß es schlicht auf den Bereich ankommt, um zu sagen, welche Begabung notwendig ist. Ein Beispiel (mal wieder): Was hilft es, wenn ein Vertriebsmensch bestens mit Zahlen auskommt, aber Angst vor unbekannten Menschen hat?

Und wahrscheinlich wirst du mir auch zustimmen, dass es nicht
jedem der die selbe Ausbildung wie z.B. ein Heinrich von
Pierer durchlaufen hat und genauso motiviert war, gelungen wär
Siemens so erfolgreich umzustrukturieren, sondern dass so
jemand schon mit gutem Grund ganz an der Spitze eines
Unternehmens ist. (Falls Siemens ein schlechtes Beispiel sein
sollte, gibts ja noch ne Menge andere Beispiele…aber du
weißt worauf ich hinaus will)

Ja, weiß ich und ich halte es für Quatsch, jedenfalls in den allermeisten Fällen. Daß Umstrukturierungen der Weisheit letzter Schluß sind, muß erst mal bewiesen werden. Daß es ohne Umstrukturierung schlechter gelaufen wäre, auch. Ob v. Pierer dolles geleistet hat, entzieht sich im Detail meiner Kenntnis, im großen und ganzen erkenne ich jedenfalls keine überragenden Leistungen und das gilt letztlich für die Aktivitäten der allermeisten Vorstände.

Vorstand wird man nicht, weil man unbedingt in irgendwelchen fachlichen Dingen der große Held ist, sondern weil man zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle war und die richtigen Leute kannte. Das geht also eindeutig mehr in den persönlichen als in den fachlichen Bereich.

Wer bei Besprechnungen dadurch auffällt, daß er ohne Begrüßung in die Runde stolpert und alle Anwesenden zutextet ohne auf die Antworten zu hören und anschließend ohne Verabschiedung aus dem Raum stürmt, ist entweder schon Vorstandsvorsitzender oder wird es niemals werden.

Gruß,
Christian

Führungskräfte im Allgemeinen…
Hallo Fragezeigen,

Und ich dachte nun mal, dass ein enorm wichtiges Aufgabenfeld
eines Managers der ein Unternehmen führt und die verschiedenen
Abläufe so produktiv/effektiv wie möglich gestalten muss und
dies auch mit bestimmten Analyseinstrumenten tut (wie z.B. der
Porter-Wertkette), die Rationalisierung von
Produktionsvorgängen, etc. sei.

Also ich glaube kaum, dass z.B. Herr Schrempp persönlich überhaupt noch irgendwas „Fachliches“ macht, noch nicht mal irgendwelche Analysen.

Die Aufgabe einer Führungskraft ist - wie es der Name schon sagt - das hierarchisch darunter liegende Personal zu führen. Je höher die Führungskraft angesiedelt ist, umso weniger muß / kann sie fachlich sich noch auskennen.

Wie die Anderen schon ausführlich erklärt haben, hat WiWi ein extrem breites Feld, somit können auch höchst unterschiedliche Begabungen dort ihr „Heil“ finden.

Das reicht vom Zahlenverliebten (z.B. für Buchhaltung) bis hin zum Menschenkenner (z.B. im Vertrieb). Somit gibt es keine eindeutige Begabung für WiWi. Übrigens macht man hinterher beruflich komischerweise immer das, was man vorher im Studium gar nicht konnte. Ich war z.B. ein „waschechter“ Maschinenbauer, dessen schlechteste Fächer Kostenrechnung, Personalführung und englisch waren. Die besten Fächer waren Thermodynamik, technische Mechanik…
Was ich heute mache ? Leiter technische Kostenanalyse und somit zuständig für Angebotskalkulation („Kostenrechnung“), Vertretung der Kosten bei internationalen Kunden („Verhandlungsführung“, „Englisch“), Target Costing / Wertanalyse („Personalführung“/Leitung von Projektteams) und die Leitung meines eigenen Teams (z.Zt. 5 Mitarbeiter) (schon wieder „Personalführung“).

Geplant hatte ich eigentlich einen Job im Bereich Konstruktion oder Programmierung (siehe Diplomarbeit…) anzunehmen.

Warum es so kam, wie es gekommen ist ?
Entgegen aller Planung hatte ich verschiedene Hindernisse und auch Förderer. So hatte ich z.B. mein Studium 1994 beendet, einer denkbar ungünstigen Zeit (Untergangsstimmung im dt. Fahrzeug-/Maschinenbau, „Hilfe, die Japaner kommen“). Daher hatte ich ein Angebot als technischer Einkäufer angenommen. Die Firma hat 5 J. später die Pforten geschlossen, so kam ich zur Einkaufspreisanalyse eines Automobilherstellers und von dort wurde mir ein Posten mit Option auf Teamleitung angeboten. Also alles ganz anders, als ursprl. geplant.

Grüsse

Sven

Begabung finde zu hoch gegriffen, aber man sollte schon
wissen, was für ein Typ man ist.

Also ich weiß ja nicht, aber soweit ich weiß gibt es bei jeder
Tätigkeit in der zwei Individuen mit dem genau gleichen
Arbeitsaufwand und der gleichen Motivation unterschiedlich
gute Leistungen bringen Begabung/Talent.

Zwei Leute mit gleichem Aufwand und gleicher Motivation zu
finden, dürfte per se schon schwierig werden. Egal: Ich
versuche Dir die ganze Zeit darzulegen, daß es schlicht auf
den Bereich ankommt, um zu sagen, welche Begabung notwendig
ist. Ein Beispiel (mal wieder): Was hilft es, wenn ein
Vertriebsmensch bestens mit Zahlen auskommt, aber Angst vor
unbekannten Menschen hat?

Dass es auf den Bereich ankommt weiß ich auch, deswegen habe ich ja klargestellt, dass mir durchaus bewusst ist, dass Wiwi ein so breites Feld wie z.b. Naturwissenschaften sind…und habe mich dann korrigiert und festgestellt, dass ich es auf den (ja…wohl auch nicht allzuengen) Bereich Unternehmensführung bezogen hatte.

Die Aussage, dass es schwierig sein wird zwei Leute mit gleicher Motivation und gleichem Arbeitsaufwand zu finden halte ich für komplett überflüssig, da ich das nur gesagt habe um zu verdeutlichen, dass ich der Meinung bin, dass es noch einer anderen Komponente außer Motivation und Arbeit bedarf (=Talent/Begabung oder meinetwegen auch „was für ein Typ man ist“) um in etwas ein bestimmtes Niveau zu erreichen.

Und wahrscheinlich wirst du mir auch zustimmen, dass es nicht
jedem der die selbe Ausbildung wie z.B. ein Heinrich von
Pierer durchlaufen hat und genauso motiviert war, gelungen wär
Siemens so erfolgreich umzustrukturieren, sondern dass so
jemand schon mit gutem Grund ganz an der Spitze eines
Unternehmens ist. (Falls Siemens ein schlechtes Beispiel sein
sollte, gibts ja noch ne Menge andere Beispiele…aber du
weißt worauf ich hinaus will)

Ja, weiß ich und ich halte es für Quatsch, jedenfalls in den
allermeisten Fällen. Daß Umstrukturierungen der Weisheit
letzter Schluß sind, muß erst mal bewiesen werden. Daß es ohne
Umstrukturierung schlechter gelaufen wäre, auch.
Ob v. Pierer
dolles geleistet hat, entzieht sich im Detail meiner Kenntnis,
im großen und ganzen erkenne ich jedenfalls keine überragenden
Leistungen und das gilt letztlich für die Aktivitäten der
allermeisten Vorstände.

Vorstand wird man nicht, weil man unbedingt in irgendwelchen
fachlichen Dingen der große Held ist, sondern weil man zum
richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle war und die
richtigen Leute kannte. Das geht also eindeutig mehr in den
persönlichen als in den fachlichen Bereich.

Wer bei Besprechnungen dadurch auffällt, daß er ohne Begrüßung
in die Runde stolpert und alle Anwesenden zutextet ohne auf
die Antworten zu hören und anschließend ohne Verabschiedung
aus dem Raum stürmt, ist entweder schon Vorstandsvorsitzender
oder wird es niemals werden.

Gruß,
Christian

Das mit Siemens war vielleicht ein schlechtes Beispiel, aber einfach das erste was mir in den Sinn gekommen ist. Aber denkst du z.B., dass das was Carlos Ghosn geleistet hat nichts besonderes ist und er auch nur so weit gekommen ist weil er zur richtigen Zeit am richtigen Ort war (wobei ich gar nich bestreiten will dass das bestimmt auch ne Rolle spielt)? Der scheint ja z.B. auch selbst noch andere Dinge zu machen als nur zu delegieren und Mitarbeiter zu führen…

http://www.ftd.de/so/br/1105375717467.html

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Begabung finde zu hoch gegriffen, aber man sollte schon
wissen, was für ein Typ man ist.

Also ich weiß ja nicht, aber soweit ich weiß gibt es bei jeder
Tätigkeit in der zwei Individuen mit dem genau gleichen
Arbeitsaufwand und der gleichen Motivation unterschiedlich
gute Leistungen bringen Begabung/Talent.

Zwei Leute mit gleichem Aufwand und gleicher Motivation zu
finden, dürfte per se schon schwierig werden. Egal: Ich
versuche Dir die ganze Zeit darzulegen, daß es schlicht auf
den Bereich ankommt, um zu sagen, welche Begabung notwendig
ist. Ein Beispiel (mal wieder): Was hilft es, wenn ein
Vertriebsmensch bestens mit Zahlen auskommt, aber Angst vor
unbekannten Menschen hat?

Dass es auf den Bereich ankommt weiß ich auch,

Ist es denn so schwer vorstellbar, welche Fähigkeiten in welchem Bereich gebraucht werden? Wenn Du den Bereich weißt, dann kannst Du Dir die Frage doch selbst beantworten. Allgemeine Antworten - und das versuche ich zu vermitteln - sind auf die Frage nicht möglich, weil die Antwort je nach Einsatzgebiet eben anders ausfällt.

Gruß,
Christian

Das mit Siemens war vielleicht ein schlechtes Beispiel, aber
einfach das erste was mir in den Sinn gekommen ist. Aber
denkst du z.B., dass das was Carlos Ghosn geleistet hat nichts
besonderes ist und er auch nur so weit gekommen ist weil er
zur richtigen Zeit am richtigen Ort war (wobei ich gar nich
bestreiten will dass das bestimmt auch ne Rolle spielt)? Der
scheint ja z.B. auch selbst noch andere Dinge zu machen als
nur zu delegieren und Mitarbeiter zu führen…

Was hinterher jemand leistet, wenn er eine Position erst einmal erreicht hat, ist eine ganz andere Frage als die, wie bzw. aufgrund welcher Fähigkeiten er eine bestimmte Position erreicht hat.

Nach meiner Erfahrung ist es ein völlig Trugschluß davon auszugehen, daß auf höheren Ebenen fähigere Leute sitzen. Mitunter ist es sogar genau andersherum, weil nämlich manche Menschen nicht dazu neigen, sich gute Leute als Konkurrenten heranzuzüchten.

Gruß,
Christian

Ok lass mich noch einmal kurz und bündig zusammenfassen (nur den Teil bei dems um die eigentliche Frage geht nicht den ganzen anderen Quatsch):

Ich will wissen, ob hier jemand der Meinung ist, dass man von (besonders guten) analytischen Fähigkeiten im Alltagsleben auf eine bestimmte Begabung oder ein bestimmtes Talent für die Arbeit als Führungskraft/Manager (welche u.a. über Rationalisierungsmaßnahmen ihr Unternehmen produktiver gestalten müssen) schließen kann.

Du sagst nein das ist Quatsch.

Dann meinst du, dass Vorstände normalerweise nur an der Spitze der Hierarchie stehen, weil sie die richtigen Leute kannten, aber nicht wegen ihren Qualifikationen (wobei ich selbst ja auch nicht der Meinung bin, dass die richtigen Connections wichtig sind). Dann frag ich dich, ob du dass von dem überall hochgepriesenen Carlos Ghosn der wohl durch besonders effektive Rationalisierungsmaßnahmen Nissan von einem Konkurskandidaten zu einem enorm produktiven Unternehmen umgewandelt hat auch hälst.

Auf diese Frage kommt keine Antwort sondern du behauptest plötzlich, dass es total einfach ist festzustellen welche Fähigkeiten man braucht wenn man den Aufgabenbereich kennt und dass ich mir die Frage somit selber beantworten kann:

„Ist es denn so schwer vorstellbar, welche Fähigkeiten in
welchem Bereich gebraucht werden? Wenn Du den Bereich weißt,
dann kannst Du Dir die Frage doch selbst beantworten.“

Damit bestätigst du dann meine ursprüngliche These (eine Meinungsänderung von 180Grad), da ich mit dieser eigentlich versucht habe mir die Frage zu beantworten, auf welche Fähigkeiten es bei einem solchen Managerposten ankommt…

Ich schreib dazu jetzt nichts mehr, da es wohl keinen besonderen Sinn hat eine Diskussion mit jemandem zu führen, der seine Meinung um 180 Grad ändert und vom Thema ganz schnell ablenkt sobald man ein konkretes Beispiel bringt, dass seine Behauptungen leider ankratzt…

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Ich will wissen, ob hier jemand der Meinung ist, dass man von
(besonders guten) analytischen Fähigkeiten im Alltagsleben auf
eine bestimmte Begabung oder ein bestimmtes Talent für die
Arbeit als Führungskraft/Manager (welche u.a. über
Rationalisierungsmaßnahmen ihr Unternehmen produktiver
gestalten müssen) schließen kann.

Du sagst nein das ist Quatsch.

Genau.

Dann meinst du, dass Vorstände normalerweise nur an der Spitze
der Hierarchie stehen, weil sie die richtigen Leute kannten,
aber nicht wegen ihren Qualifikationen (wobei ich selbst ja
auch nicht der Meinung bin, dass die richtigen Connections
wichtig sind). Dann frag ich dich, ob du dass von dem überall
hochgepriesenen Carlos Ghosn der wohl durch besonders
effektive Rationalisierungsmaßnahmen Nissan von einem
Konkurskandidaten zu einem enorm produktiven Unternehmen
umgewandelt hat auch hälst.

Ich kenne den Mann nicht, deswegen sage ich nichts dazu.

Damit bestätigst du dann meine ursprüngliche These (eine
Meinungsänderung von 180Grad), da ich mit dieser eigentlich
versucht habe mir die Frage zu beantworten, auf welche
Fähigkeiten es bei einem solchen Managerposten ankommt…

Du vermischst zwei Themen, daher der scheinbare Widerspruch:
a) Kann man aus dem Vorhandensein von bestimmten Talenten/Begabungen/wasauchimmer auf Eignung als Führungskraft schließen? - - > Nein.
b) Sind bestimmte Talente/Begabungen/wasauchimmer von Vorteil, wenn man Führungskraft werden will? - - > Ja

Und von mir eingebracht:
c) Kann man aus der Tatsache, daß jemand Führungskraft ist, schließen, daß er über die unter b) angesprochenen Talente/Begabungen/wasauchimmer verfügt? - - > Nein.

Jetzt klarer?

Gruß,
Christian

1 „Gefällt mir“

Auch hallo,

mir kommt es bei Deinen ganzen Fragen so ein bisschen vor, als suchtest Du die Anleitung „Vorstandsvorsitzender und Millionär in 10 Tagen“. Dies nur so am Rande, nun zum eigentlichen Thema:

Deine Frage war sehr missverständlich ausgedrückt, denn wenn Du fragst, ob es Talent für WiWis erkennbar ist oder nicht, dann hast Du Dich NICHT mit dem Thema auseinandergesetzt. Wie meine Vorredner schon gesagt haben, ist die Wirtschaftswissenschaft eine Ansammlung an zahlreichen Spezialgebieten, für die alle unterschiedlichen Talente benötigt werden.

Später hast Du dann relativierend dargestellt, dass Du wissen möchtest, ob und wie man erkennen kann, ob man zur Führungskraft geeignet ist. Dies zeigt wiederum, dass Du Dich nur unzureichend damit beschäftigt hast, denn Führungskräfte müssen im Allgemeinen lediglich noch ca. 20% Fachwissen haben, der Rest sind Fähigkeiten, die nie von Anfang an vorhanden sind. Diese Fähigkeiten müssen im Berufsalltag gefördert und ausgebildet werden. Im Studium (bei mir BWL an der Uni) lernst Du hilfreiches wie präsentieren, englisch, Selbstdisziplin, Durchblick behalten etc. Dieses sind aber Fähigkeiten, die nicht wirtschaftsspezifisch sind.

Führungskräfte brauchen meiner Ansicht nach unter anderem folgende Fähigkeiten:
-Weitblick, Kostenorientierung, Menschenkenntnis, Gerechtigkeitssinn, Objektivität, Durchsetzungsvermögen, Vertrauen etc.

Diese Liste ist beliebig erweiterbar. Doch solltest Du auch all diese Fähigkeiten besitzen und bestens anwenden können, so ist das immernoch keine Garantie, dass Du eine Führungskraft wirst, denn jeder sieht das eben anders.

Viele Grüße,
Alex,
die hoffentlich bald in das Führungskräftenachwuchsprogramm ihrer Firma kommt…

o)