Begriff Bindungsenergie in der Kernphysik

Hallo Leute!

Ich lerne gerade für eine Prüfung und ich kann mir einfach nichts wirlich bildliches unter dem Begriff Bindungsenergie in der Kernphysik vorstellen. Schön und gut, daß die Bindungsenergie jene Energie ist, die dazu notwendig ist, einen Kern in seine einzelnen Nukleonen zu spalten, aber wieso habe ich einen Energiegewinn in der Kernspaltung, wenn die Bindungsenergie/Nukleonen der gespaltenen Atome größer ist, als die des angeregten Kerns??? Ich muß ja Energie reinstecken, um die Bindungse./Nukleon zu erhöhen!!!

Bitte um eine anschauliche Darstellung.

Vielen Dank im vorhinein.

Grüsse Markus

Hallo Markus,

Bindungsenergie im gebundenen Kern ist potentielle Energie, diese ist NEGATIV! Wenn ich einen Kern spalte, um pro Nukleon eine staerkere Bindung zu erhalten, so wird diese Energie frei.

Es gibt eine recht bekannte Kurve, die den Bindungsverlauf/Nukleon beschreibt, die sollte zu finden sein. Ist die Energie maximal, ist vorher eine Energie freigeworden.

Nochmal halbwegs anschaulich:
Wenn zwei Nukleonen sich in „unendlicher“ Entfernung zueinander befinden, ist die potentielle Energie am groessten (positiv), naehern sie sich, wird Energie frei, die potentielle (also die Energie, die von Anfang an aufgrund der wirkenden Kraefte im System war) wird kleiner.
Energieerhaltung: es wird Energie frei.

Die Bindungsenergie hat ein Maximum bei Eisen56, daher wird auch bei der Fusion von leichteren Elementen bis dorthin Energie frei, das erfordert die Beruecksichtung anderer Effekte (Behte-Weizsaecker-Formel).

Alles klar?

Ansgar

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Hi,

Du spaltest ja den schweren Kern nicht in seine Einzelteile auf, sondern in zwei kleinere Kerne. Und in der Bilanzwird dabei Energie frei, was anschaulich ist, da ein grosser Kern mit grossen Abst"anden durch Kerne mit kleineren Radien ersetzt wurde.

Nur muss eben der grosse Kern aus seiner hochgelegenen Mulde erst herausgeschubst werden, um ins Tal rollen zu k"onnen.

Das Gleichgewicht liegt bei Eisen.

MfG Lutz

Hi Markus,
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