Begriff Demut

was versteht man philosophisch gesehen alles unter Demut

Warum alles „philosophisch“ sehen! Ich sehe Demut mehr christlich!!! Wir Menschen sind hier hienieden auf Erden, um unsere Seele bezüglich der Tugenden, meinetwegen auch Charaktereigenschaften!, auszubilden, zu prägen und zu festigen. Demut ist eine wesentliche Aufgabe für die Menschenseelen, sie zu erwerben ist höchstes Ziel.
Demut beinhaltet ein freiwilliges Sich-Unterordnen unter einen höheren Geist!!! Sowie die Einbringung der Tugenden und gleichzeitig deren Indienststellung für die von dem höheren Geist, nämlich Gott, erbetenen!!!, nicht etwa geforderten oder befohlenen!!, Aufgaben.
Demut ist eine vom Menschen selbsttätig einzubringende Tugend, die stets und immer im Dienste für und am Nächsten ist.
Demut läßt das eigene Ich in den Hintergrund treten und schenkt dem Gegenüber die größere Aufmerksamkeit und das Interesse. Demut - ein Materialist, ein Kapitalist, auch ein Sozialist (bloß Staatskapitalist!), kann mit dieser Geisteseigenschaft gar nix anfangen. Sie ist ihm suspekt, wesensfremd, unnütz. Opium für’s Volk usw. usf.

So bleibt denn Demut - nach wie vor! - nur einem kleinen Kreis wissender und zielstrebig auf das Endziel der Demut hinarbeitender Menschen vorbehalten, leider.

hi, hast die Sache ja philosophisch betrachtet,
die Demut deiner Beschreibung nach trifft für einfach christl.gesinnte Menschen zu, bin so demütig und zähle mich auch dazu.
Was du anführst über Kapitalisten u. Materialisten, denen ist Demut tatsächlich suspekt, aber total wesensfremd und sie können das nicht gebrauchen und wissen von Ihrem Denken her, gar nicht, was dies bedeutetr, für die ist Demut eine Beschéidenheit, die sie mit Ihrer Maske zeigen, schaut man hinter siese Maske, findel man daß diese Leute einen Dünkel haben gegenüber den einfachen Leuten, die demütig sind.
frdl. Gruß

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Was du anführst über Kapitalisten u. Materialisten, denen ist
Demut tatsächlich suspekt, aber total wesensfremd und sie
können das nicht gebrauchen und wissen von Ihrem Denken her,
gar nicht, was dies bedeutetr, für die ist Demut eine
Bescheidenheit, die sie mit Ihrer Maske zeigen, schaut man
hinter diese Maske, findet man, daß diese Leute einen Dünkel
haben gegenüber den einfachen Leuten, die demütig sind.

Lieber Aaron,

Dank für Deine Antwort. Hat mich wirklich gefreut. Demut ist tatsächlich für die Meisten ein milde (von oben herab, darüberstehend!) belächelter Begriff ausse Mottenkiste. Deswegen mein Dagegenhalten und Deine Haltung, die ja so gut wie deckungsgleich diesbezüglich sind.

Alles Liebe und Gute,
Dein Norbert.

was versteht man philosophisch gesehen alles unter Demut

Hallo Aaron,

Man kann „Demut“ auch von der Naturphilosophie oder vom Verhalten der Lebewesen verstehen. Die sog.Demutshaltung ist ein Schutz vor dem Agressor, denn bei dem kommt nun die Tötungshemmung zum tragen. Auch etwas aus der Trick-Kiste der Natur. Warum sollte das nicht auch beim Menschen funktionieren, auch auf psychischer Ebene ?
Mit Gruss : engelhard

du hast auch recht, psychisch gesehen, läuft das tatsächlich so ab, daß die ganzen Aggressionen durch eine sog. gezeigt e Bescheidenheit, dahinter Dünkel, der angekratzt wird,zurückgehalten werden,. um ja nicht sein Gesicht gegenüber anderen zu verlieren, das kommt aber meine ich, nur bei kapitalistisch gesinnten un denkenden Menschen in dieser Form ganz rein zum Tragen.christl.gesinnte Menschen tragen nur die Demut in sich und keine Maske davor, um Aggressionen zu verbergen, diese tragen sie gegen andere auf einen andere Art und weise aus.So sehe ich das

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

was versteht man philosophisch gesehen alles unter Demut

Lieber Aaron,
folgendes Zitat aus Tamaro´s Buch „Die Demut des Blicks“ gefällt mir und könnte Dich vielleicht interessieren:

„Ich liebe die Demut ebenso sehr, wie ich die Bescheidenheit hasse. Nicht zufällig ist ja das Wort Bescheidenheit oft von dem Adjektiv „falsch“ begleitet. Zusammen mit der Demut liebe ich auch die Geduld sehr. Demut und Geduld sind, meiner Meinung nach, die beiden Hauptvoraussetzungen, um die Kunst des Schreibens ausüben zu können. Zu oft neigt man bei schöpferischen Tätigkeiten, und nicht nur dort, dazu, sich mit einem Stolz und einer Überheblichkeit aufzublähen, die ebenso sinnlos wie dumm sind. Stolz und Überheblichkeit, die Überzeugung, „ich habe alles verstanden und jetzt erklär´ich´s dir“, sind die schlimmsten Feinde einer wahren und tiefen schöpferischen Tätigkeit. Um schreiben zu können und damit das Schreiben einen Sinn hat, muß man den Mut haben zu leiden, viel zu leiden und sich selbst auf den Grund zu gehen, man muß die Demut haben, immer wieder zu fragen, was tue ich hier, und jedesmal keine Antwort darauf wissen. Man muß den Mut haben, sich nicht von der Macht erfassen zu lassen, sich niemals erhaben und besser als andere zu fühlen, die um uns herum sind. Man muß sich eben die Demut des Blicks bewahren.“