Hallo,
stell dir vor, du erzählst einem Bekannten von der Pizza, die du gestern so toll gefunden hast und dein Bekannter verzieht das Gesicht, weil der Pizza nicht ausstehen kann, oder Italien oder dich, oder wer-weiss-was.
Du erhälst also eine negative, ablehnende Antwort.
Wie nennt man diese Reaktion mit einem psychologischen Fachwort?
Es ist keine richtige Bestrafung, Sanktion ist auch zu stark, Ablehnung zu ungenau und Desinteresse zu unscharf.
Es ist keine richtige Bestrafung, Sanktion ist auch zu stark,
Ablehnung zu ungenau und Desinteresse zu unscharf.
„Technisch“ betrachtet ist das schon „Bestrafung“, vorausgesetzt Du empfindest dieses Verhalten Deines Gegenübers als unangenehm. Ein anderer Fachbegriff fällt mir nicht ein, denkst Du an so was allgemeines wie „negatives Feedback“?
Nee, „negative Verstärkung“ ist das Aussetzen eines aversiven Reizes. Wenn Werners Gesprächspartner schon die ganze Zeit grimmig guckt und sich sein Gesicht erst dann wieder „normalisiert“, wenn Werner von Quiche Lorraine spricht, dann wäre das ein Fall von „negativer Verstärkung“.
Gruß
Michael
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stell dir vor, du erzählst einem Bekannten von der Pizza, die
du gestern so toll gefunden hast und dein Bekannter verzieht
das Gesicht, weil der Pizza nicht ausstehen kann, oder Italien
oder dich, oder wer-weiss-was.
Du erhälst also eine negative, ablehnende Antwort.
Was Du da schilderst, ist eine simple Assoziation. Deinem Bekannten hat mit Sicherheit weder die erste Pizza, noch die zweite geschmeckt. Denkbar ist freilich auch, daß er in einer Pizzeria eine auf die Backe gekriegt hat, als er gerade herzhaft zulangte (sie ihm also durchaus schmeckte). Wenn das dann gar öfters passiert sein sollte:
Da wären wir dann also beim Pawlowschen Köter angelangt, dem der Geifer schon beim Klingelzeichen läuft, auch wenn’s nix zu fressen gibt (Knochen und Klingel haben durch Konditionierung eine Assoziationskette gebildet).