Hallo,
hier ist ein Konsolidierungspaket für ein französisches
Unternehmen, das für deutsche Töchter unter Beibehaltung
seiner Struktur mit deutschen Begriffen versehen werden soll.
Das franz. MU muss die Töchter konsolidieren, oder ? Wozu dann die Notwendigkeit einer Übersetzung ins Deutsche ?
In der vorgegebenen Gliederung der Passiva gibt es eine
Position (frz.: „Ressources Stables“), die wohl eine Art
Kenngröße für mittelfristiges Finanzierungspotential
bezeichnen soll, jedenfalls aus Eigenkapital und mittel- und
langfristigen Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten
zusammengefasst werden soll.
Also stable heisst ja stabil oder kontinuierlich. Von daher würde ich meinen, dass es eher längerfristig dem Unt. zur Verfügung steht.
Alldieweil in der Gliederung einer deutschen HGB-Bilanz
Eigenkapital und Fremdkapital grundsätzlich nicht zu einer
Position vermischt werden, finde ich keinen deutschen Begriff,
mit dem man diese Position benennen könnte.
Wer kann mir eine gute Idee dazu geben?
Ich kenne nun zwar nicht den genauen Sachverhalt, allerdings weiss ich, dass man in Deutschland auch immer öfters dazu übergeht und die Klassifizierung als „Mezzanine Kapital“ wählt, wenn man solche sich vermischenden Passivposten vorfindet.
In einigen Fällen schlägt der HFA des IDW einen Ansatz - ähnlich dem Sonderposten mit Rüla-Anteil - zwischen EK und FK vor. Z.B. ganz aktuell auch in der Frage der Bilanzierung von Emissionsrechten. Sonst soll aber einzig eine Erfassung als EK ODER als FK erfolgen.
In diesem Fall müsste man mal sehen, ob es wirklich Mezzanine Kapital sein könnte. Überwiegt dann die Ausgestaltung als EK, wäre es im EK zu erfassen, überwiegt hingegen (aufgrund der vertraglichen Gestaltung, Nachrangigkeit etc.) der FK-Charakter, wäre es dort anzusetzen. Hier wäre dann aber auch ein gesonderter Vermerk erforderlich.
VG
TraderS