Ich sucbe jemanden, der mir ein wenig bei Fachbegriffen zu Umsatzstatistiken, Kassenabschlüssen, Jahres- bzw. Monatsabschlüssen auf die Sprünge hilft.
Meine Frage wäre also:
Die Summe (in Geld) auf verkauften Dienstleistungen und Waren nennt sich „Umsatz“. Da in dieser Summe die MWSt enthalten ist, handelt es sich um den „Brutto-Umsatz“. Rechne ich die MWSt raus, ist das der „Netto-Umsatz“. Soweit reichen meine Kenntnisse noch. Wenn ich nun vom „Netto-Umsatz“ den „Netto-Einkaufspreis“ abziehe, was habe ich dann? Bislang habe ich immer geglaubt, das sei der „Netto-Ertrag“. Nun erzählt mir ein selbständiger Unternehmer, das sei ein „Brutto-Ertrag“, weil noch Personal-, Raum- und sonstige Kosten abgezogen werden müßten. Wenn ich das aber als „Brutto-Ertrag“ bezeichne, was ist dann „Brutto-Umsatz“ abzgl. „Einkaufspreis“?
Könnte mir mal ein BWLer so ein Raster mit den verschiedenen Bezeichnungsstufen nennen, damit ein wenig Argumentationshilfe gegenüber dem Unternehmer habe (ach ja, vielleicht zur Erläuterung: ich programmiere Branchensoftware, und z.Zt. werden mal wieder die Überschriften von irgendwelchen Berichten diskutiert )
Wenn ich nun vom „Netto-Umsatz“ den
„Netto-Einkaufspreis“ abziehe, was habe ich dann? Bislang habe
ich immer geglaubt, das sei der „Netto-Ertrag“.
Es ist der sogenannte „Rohertrag“
Nun erzählt
mir ein selbständiger Unternehmer, das sei ein
„Brutto-Ertrag“, weil noch Personal-, Raum- und sonstige
Kosten abgezogen werden müßten.
Fachmännisch genau wird es mit verschiedenen Deckungsbeiträgen (0 bis 5 oder so) bezeichnet. Nach Abzug der Materialkosten (inkl. Subunternehmer und verlängerte Werkbank) hat man meines Wissens nach den Deckungsbeitrag 0, nach weiterem Abzug der Lohnkosten den Deckungsbeitrag 1 usw.
Wenn ich das aber als
„Brutto-Ertrag“ bezeichne, was ist dann „Brutto-Umsatz“ abzgl.
„Einkaufspreis“?
Ist für einen Unternehmer uninteressant, da der Einkaufspreis in der BWA sowieso immer netto, d.h. ohne MwSt. erscheint. Rechnen tut man daher immer mit Netto-Umsätzen.
Könnte mir mal ein BWLer so ein Raster mit den verschiedenen
Bezeichnungsstufen nennen, damit ein wenig Argumentationshilfe
gegenüber dem Unternehmer habe (ach ja, vielleicht zur
Erläuterung: ich programmiere Branchensoftware, und z.Zt.
werden mal wieder die Überschriften von irgendwelchen
Berichten diskutiert )
Leider hab ich die verschiedenen Deckungsbeiträge gerade nicht zur Hand, evtl. gibt’s noch einen „Nachtrag“, sobald ich die Infos gefunden habe.
also, rohertrag hatten wir (nettoerlöse minus wareneinkauf)
ordentliches betriebsergebnis (rohgewinn minus kosten)
betriebsergebnis (orderntliches betriebsergebnis +/- neutrale/ausserordentlichen erträge/aufwendungen)
zur bilanz kann man ein paar mehr kennzahlen anstellen…
zur vermögensstruktur des unternehmens:
anlageintensität = (anlagevermögen zu gesamtvermögen)
umlaufv.intens. = (umlaufverm. zu gesamtvermögen)
zur kapitalstruktur:
eigenkapitalquote = (eigenkapital zu gesamtkapital)
fremdkapitalquote = (fremdkapital zu gesamtkapital)
verschuldungsgrad = (fremdkapital zu eigenkapital)
zur finanzstruktur:
anlagendeckung I = (eigenkapital zu anlagevermögen (AV))
anlagendeckung II = (eigenkap.+langfrist.fremdkap. zu AV)
gem. „goldener bilanzregel“ sollte anlagendeckung II möglichst 100% betragen
bsp.
anlagevermögen wird vollständig finanziert durch eigenkapital und einer hyp. mit laufzeit > 10 jahre
dann noch:
liquidität I. grades = (flüssige mittel zu kurzfrist. fremdkap.)
liquidität II. grades = (flüssige mittel + forderungen zu kurzfrist. fremdkap.)
liquidität III. grades = (flüssige mittel + forderungen + vorräte zu kurzfrist. fremdkap.)
und nun noch kennz. zum leistungsprozess des unternehmens
eigenkapitalrentabilität = (jahresergeb. vor steuern zu durchschnittl. eigenkapital)
gesamtkap.rentab. = (jahresergeb. vor steuern + zinsen zu
durchschnitt. gesamtkapital)
umsatzrentabil. = ordentliches betriebsergeb. zu umsatz