hi,
Es wäre sehr freundlich von euch wenn mir mal jemand den
Unterschied zwischen Äqiv.Klassen, Kong.Klassen und
Restklassen erklären könnte.
äquivalenzklassen sind klassen, die durch eine äquivalenzrelation gebildet werden.
eine äquivalenzrelation ist die mathematische fassung von etwas, was umgangssprachlich eine gleichheit in einem aspekt ist. dinge sind gleich groß, gleich schwer, usw. alles, was diese gleichheit erfüllt, ist teil einer „klasse“, der äquivalenzklasse.
mathematisch ist eine äquivalenz gekennzeichnet durch reflexivität (alle dinge sind gleich mit sich selbst), symmetrie (wenn etwas gleich etwas anderem ist, dann auch umgekehrt) und durch transitivität (wenn etwas gleich etwas anderem ist und dieses gleich etwas drittem, „gleicht“ auch das erste dem dritten.)
restklassen sind äquivalenzklassen bzgl. der relation „den gleichen rest bei teilung haben“, also ein beispiel von äquivalenzklassen.
„kongr.klassen“ kenn ich nicht. vermutlich ist kongruenz gemeint. naja: kongruenz ist auch eine äquivalenzrelation. kongruenzklassen sind also auch beispiele von äquivalenzklassen.
äquivalenzklassen ist der allgemeine begriff. die beiden anderen sind eine besondere ausprägung davon.
Ach und dann wäre da noch etwas: Ich habe 2 nicht leere Mengen
A und B und eine Abbildung f von A nach B, wobei f = id gilt.
Gilt dann auch ordA = ordB? Oder gilt dass nicht immer?
wenn du mit ordA die „kardinalität“ von A meinst (anzahl der elemente im endlichen fall), dann stellt sich noch die frage, was mit „id“ gemeint ist. ist id die identitätsabbildung, die durch id(x) = x definiert wird (und durch nichts sonst), dann ist natürlich eine abbildung
id: N -> R
denkbar, die alle natürlichen zahlen in die reellen zahlen „einbettet“ oder wo die kardinalität von N und R nicht übereinstimmen. ähnliches kannst du auch bei endlichen mengen und endlichen übermengen konstruieren.
(manche leute verwenden aber für die abbildung i: N -> R: i(x)=x nicht den ausdruck identität, sondern bezeichnen mit identität nur, wenn links und rechts auch die gleiche menge steht. andernfalls ist es eben nicht identität, sondern „einbettung“ o.ä.)
Ach ja nochwas, Mathematiker sagen ja bzw. die Bücher, „Man
bildet eine Menge auf oder in eine Menge ab“. Wo ist denn da
der Unteschied zwischen „auf“ und „in“?
prinzipiell kein unterschied für den begriff der abbildung. „in“ ist neutral, „auf“ meint (jedenfalls bisweilen) „surjektivität“, also dass alle elemente der menge, in die abgebildet wird, angenommen werden. ich weiß jetzt aber nicht, ob diese begriffsbildung allgemein üblich ist.
Außerdem stell ich mir die Frage, ob ich dann eben auch A auf
C = leere Menge abbilden kann? (Eher nicht oder? Da ja C kein
Element hat! Aber müsste ich dann nicht sagen, ich habe eine
Abbildungen(Relation) zwischen den Elementen von Mengen?)
Ansonsten müsste es ja eine Abbildung von C nach A bzw. von A
nach C geben!
nein. voraussetzung einer abbildung ist eine relation.
abbildungen zwischen mengen sind auch abbildungen zwischen den elementen der mengen. beide sprechweisen sind üblich.
Und wo wir grad bei Abbildungen sind, es gibt ja die
„wohldefinierten“ Abbildungen, und die partiellen, also diese
die im Gegensatz zu den „wohldefinierten“ nicht „eindeutig“
sondern nur „total“ sind.(also dass nicht jedes Urbild eine
Relation zu einem Bild hat.)
diese begriffsbildung kenn ich nicht. zu den eigenschaften einer abbildung f: A -> B gehört, dass sie jedem element von A ein bild in B zuweist.
Nun hab ich gelesen, dass WENN eine Abbildung wohldefiniert ist,
man sie unter bestimmen Bedingungen injektiv oder(Disjunktion)
surjektiv nennt. Nun ist es ja so, dass eine
partielle/teil-Abbildung die Eigenschaften der Surjektivität haben
kann. Wenn man surjektiv definiert, dass jedes Bild mind. ein Urbild
hat, und nicht gleichzeitig noch den Zusatz verlangt, dass jedes
Urbild genau ein Bild hat! ( Ist in diesem Fall das WENN als NUR
DANN WENN anzusehen, und man lässt deswegen den Zusatz weg, oder
kann eine surjektive Abbildung doch partiell sein?)
injektiv bedeutet: verschiedene urbilder erezeugen verschiedene bilder.
surjektiv bedeutet: alle elemente der bildmenge sind bilder eines urbilds.
dass jedes urbild ein bild haben muss, ist m.w. teil der definition von „abbildung“ (s.o.)
Angenommen C sei jetzt nicht leer! …
ich passe. die definitionen, die ich im kopf hab, sind andere.
hth
m.