Begünstigter Geldstrafe

Hallo!

Ich hoffe, das Thema ist okay hier, ich habe nämlich kein passenderes Brett gefunden…

Manchmal werden Straftäter ja zu einer Geldstrafe zugunsten einer gemeinnützigen Einrichtung verurteilt.

Meine Frage ist schlicht und einfach, wie man sich als gemeinnützige Einrichtung / Verein für soetwas „bewirbt“ und welche Kriterien man erfüllen muss. Weiß jemand Ansprechpartner?

Vielen Dank,
Kyan :smile:

Hallo,

manchmal sagt der Richter / die Richterin bei der Urteilsverkündung bereits an wen die „Spende“ gehen soll, meist ist es aber dem Verurteilten freigestellt.
Es hilft also einfach bekannt zu sein.
Also „Familienduell mit Werner Schulze-Erdel: Wir haben 100 Leute gefragt: Nennen Sie eine gemeinnützige Organisation!“… wenn Du da die Top-Antwort bist stehen die Chancen echt gut das Du viele „Zwangs-Spenden“ bekommst.

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Hallo,
der Verein (oder was auch immer) sollte sich an die Geschäftsstelle der zuständigen Gerichte wenden. Dort existieren Listen, in denen ein Eintrag erfolgt.
Das ist jedoch keine Gewähr, dass überhaupt mal was kommt.

Gruß
HaweThie

Hallo,

Manchmal werden Straftäter ja zu einer Geldstrafe zugunsten
einer gemeinnützigen Einrichtung verurteilt.

Nein, die Geldstrafe geht an Vater Staat. Was gemacht wird, ist die Zahlung als Auflage für eine Einstellung des Verfahrens. D.h. das Verfahren wird dann nicht mit Urteil abgeschlossen, wenn innerhalb der Frist die vereinbarte Zahlung geleistet wird. Das ist bei allen Beteiligten sehr beliebt, weil man dann eben unbestraft bleibt und der Richter auch kein Urteil schreiben muss.

Meine Frage ist schlicht und einfach, wie man sich als
gemeinnützige Einrichtung / Verein für soetwas „bewirbt“ und
welche Kriterien man erfüllen muss. Weiß jemand
Ansprechpartner?

Also Gemeinnützigkeit wäre schon mal wichtig, Mildtätigkeit ggf. noch besser, und dann sollte man eine ordentliche Presse haben und es schaffen, den ein oder anderen Richter auf sich aufmerksam zu machen. Die Richter sind frei, wen sie begünstigt sehen wollen und haben üblicherweise einen gewissen „Fundus“ an Organisationen, die sie Reih um begünstigen. Dabei wird oft auch ein Bezug zwischen Tat und Organisation hergestellt. Unspezifische Straftaten gegen konkrete Dritte erhöhen die Chancen für den „Weißen Ring“, Verkehrsunfälle landen bei der Verkehrswacht, Drogendelikte bei Organisationen im Bereich der Drogenhilfe, bei Bezug zu Kindern und Jugendlichen ist der Kinderschutzbund gerne genommen, …

Rund um Weihnachten ist auch der Polizeisozialfond immer sehr beliebt, weil der dann Päckchen für die Familien von Polizeibeamten packt, die verunfallt oder getötet worden sind. Und da haben dann die Täter oft selbst Tränen in den Augen, wenn ihnen so etwas dann nahe gelegt wird.

Gruß vom Wiz