Begutachtung OEG

Hallo Ihr Lieben!

Der Gutachter, der mich damals begutachtet hat - hat das KH gewechselt - und nun wollen die mich einfach zu einer neuen Ärztin schicken.
Kann mir jemand sagen - wie und wo ich Meinungen, Erfahrungen und alles sonst zu Gutachtern finden kann?

Ich habe jetzt eine Gutachterin zugewiesen bekommen - aus einer Klinik - wo nichts steht über Borderline PTBS, sexuellem Missbrauch etc!
Aber eine Forensik haben sie

Was soll das denn werden?

Könnt Ihr mir da weiter helfen!

Vielleicht kennt auch jemand die Gutachterin?

Freu Becker Emner vom LKH Wehnen!

Liebe Grüße

Sylvia

Hallo Sylvia

Der Gutachter, der mich damals begutachtet hat - hat das KH
gewechselt - und nun wollen die mich einfach zu einer neuen
Ärztin schicken.

Das ist normal. Die Stelle, die das Gutachten in Auftrag geben möchte, sucht immer selbst den Gutachter aus.

Ich habe jetzt eine Gutachterin zugewiesen bekommen - aus
einer Klinik - wo nichts steht über Borderline PTBS, sexuellem
Missbrauch etc!
Aber eine Forensik haben sie

Dann wird es wohl eine Klinik mit einer ganz normalen Psychiatrie-Abteilung sein. Die oben genannten iagnosen (Borderline, sex. Missbrauch ets.) stellen ja nur einen kleinen Anteil der vielen Diagnosen dar. Warum sollten die extra irgendwo aufgeführt werden?

Was soll das denn werden?

Na, ne Begutachtung, wie sie tausendfach vorkommt.

Könnt Ihr mir da weiter helfen!

Nee. In welcher Hinsicht denn?

Vielleicht kennt auch jemand die Gutachterin?

Freu Becker Emner vom LKH Wehnen!

Nie gehört.
Bringt doch auch nix. Wer Gutachten erstellt, der hat normalerweise die entsprechende Kompetenz dafür.
Also keine unnötige Panik!
Gruß,
Branden

Hallo Branden!

Meistens wollen Ärzte und Psychologen mit Bordies nichts zu tun haben - das habe ich selber gelernt - und ich kenne viele - Auch Ärzte, die das bestätigen.

Ich bin auf der Suche - nach einer neuen Therapeutin - und mir wurde von allen Seiten geraten - eine spezielle ausgebildetet Traumatherapeutin zu suchen!
Die haben nunmal eine Zusatzausbildung - und kennen sich in dem Bereich aus!

Ich habe eine Therapeutin angesehen - und wir waren uns gleich sympathisch - und sie hätte gleich einen Platz für mich gehabt - aber auch sie rät mir zu einer Traumatherapeutin - weil sie auf dem Gebiet nicht genug Erfahrung hat!

Hm - und dann soll mich irgendein Feld Wald und Wiesenpsychiater richtig begutachten können?
Hm, weiß nicht!

Liebe Grüße

Sylva

Hallo Sylvia

Meistens wollen Ärzte und Psychologen mit Bordies nichts zu
tun haben - das habe ich selber gelernt - und ich kenne viele

  • Auch Ärzte, die das bestätigen.

Borderline-Patienten gehöen sicherlich nicht gerade zum einfachen Klientel; aber jeder Therapeut hat so seine „Lieblings-Störungen“, die er lieber behandelt als andere bzw. die er besser behandeln kann als andere.

Ich bin auf der Suche - nach einer neuen Therapeutin - und mir
wurde von allen Seiten geraten - eine spezielle ausgebildetet
Traumatherapeutin zu suchen!
Die haben nunmal eine Zusatzausbildung - und kennen sich in
dem Bereich aus!

Trauma-Therapie und Borderline sind aber zwei Paar verschiedene Schuhe, wenn ich das mal so locker ausdrücken darf.
Jemand, dem z.B. im Krieg sene Familie vor den Augen umgebracht wurde, er/sie selbst vergewaltigt und nur mit Mühe überlebt, wäre z.B. ein klassischer Trauma-Therapie-Fall.
Eine Borderline-Störung ist eine frühe Persönlichkeitsstörung (erstes Lebensjahr) und hat mit solchen Geschichten zunächst mal nix zu tun.

Hm - und dann soll mich irgendein Feld Wald und
Wiesenpsychiater richtig begutachten können?

Wald- und Wiesen-Psychiater gibts nicht. Die Leute haben nach Jahren vielfältiger Psychiatrie-Erfahrung ihren Facharzt gemacht und sind so gut oder schlecht in ihrem Beruf wie ein Bäcker, Schumacher oder Politiker es eben auch sein kann. Jeder Mensch ist anders, as gilt nicht nur für Patienten, sondern genauso für Ärzte.
Gruß,
Branden

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Hallo Branden,

Trauma-Therapie und Borderline sind aber zwei Paar
verschiedene Schuhe, wenn ich das mal so locker ausdrücken
darf.
Jemand, dem z.B. im Krieg sene Familie vor den Augen
umgebracht wurde, er/sie selbst vergewaltigt und nur mit Mühe
überlebt, wäre z.B. ein klassischer Trauma-Therapie-Fall.
Eine Borderline-Störung ist eine frühe Persönlichkeitsstörung
(erstes Lebensjahr) und hat mit solchen Geschichten zunächst
mal nix zu tun.

immerhin sind 60 Prozent der Borderline-Patientinnen und -Patienten Opfer sexueller Gewalt geworden. Wenn daher eine konkrete Patientin / ein konkreter Patient Opfer solcher Gewalttaten geworden ist, dann kann Trauma-Therapie durchaus angemessen sein. Mir ist Deine Aussage „Trauma-Therapie und Borderline sind aber zwei Paar verschiedene Schuhe, wenn ich das mal so locker ausdrücken darf“ ein wenig zu locker ausgedrückt.

Grüße,

Oliver Walter

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Hallo Branden!

Meistens wollen Ärzte und Psychologen mit Bordies nichts zu
tun haben - das habe ich selber gelernt - und ich kenne viele

  • Auch Ärzte, die das bestätigen.

Borderline-Patienten gehöen sicherlich nicht gerade zum
einfachen Klientel; aber jeder Therapeut hat so seine
„Lieblings-Störungen“, die er lieber behandelt als andere bzw.
die er besser behandeln kann als andere.

Ja - und der kniet sich da mehr rein - der spezialisiert sich - und das ist es ja worum es mir geht!

Ich bin auf der Suche - nach einer neuen Therapeutin - und mir
wurde von allen Seiten geraten - eine spezielle ausgebildetet
Traumatherapeutin zu suchen!
Die haben nunmal eine Zusatzausbildung - und kennen sich in
dem Bereich aus!

Trauma-Therapie und Borderline sind aber zwei Paar
verschiedene Schuhe, wenn ich das mal so locker ausdrücken
darf.

Nein - mindestens 60 % aller Borderliner haben sexualisierte Gewalt erlebt! Außerdem schrieb ich nicht nur von Borderline - sondern auch von PTBS und einigem mehr!

Jemand, dem z.B. im Krieg sene Familie vor den Augen
umgebracht wurde, er/sie selbst vergewaltigt und nur mit Mühe
überlebt, wäre z.B. ein klassischer Trauma-Therapie-Fall.

Der/die - wenn sie ein Traumatherapie Fall wäre - PTBS hätte - und oft auch Borderline.
Und abgesehen davon - u.a. selbst Bordie zu sein - bin ich halt auch Überlebende frühkindlicher und fortgesetzter Gewalt sexueller Gewalt!
Borderline, PTBS, Soziale Phobie, Zwagserkrankt - und vieles mehr!

Eine Borderline-Störung ist eine frühe Persönlichkeitsstörung
(erstes Lebensjahr) und hat mit solchen Geschichten zunächst
mal nix zu tun.

Ja - wie auch immer - aber ein Arzt, der dazu ein Gutachten schreiben soll - sollte dort auch viel an Fortbildung gemacht haben!

Hm - und dann soll mich irgendein Feld Wald und
Wiesenpsychiater richtig begutachten können?

Wald- und Wiesen-Psychiater gibts nicht. Die Leute haben nach
Jahren vielfältiger Psychiatrie-Erfahrung ihren Facharzt
gemacht und sind so gut oder schlecht in ihrem Beruf wie ein
Bäcker, Schumacher oder Politiker es eben auch sein kann.

Falsch! Wäre dem so - gäbe es weder Facharztausbildungen- noch weiterführende Spezialisierungen!
Wenn mir eine Psychologin sagt, sie würde zwar gerne mit mir arbeiten - würde auch zum Übergang - bis endlich ein Tramaplatz frei ist - mit mir arbeiten, auch stabilieierend - aber das sie ansonsten einfach nicht genug Traumaerfahrung hat - und andere bei Erwähnung von Truma gleich am Telefon schon sagten - dafür bin ich nicht ausgebildet , suchen sie sich eine Traumatherapeutin - denn ich wüßte überhaupt nicht, wie ich ihnen helfen kann - dann spricht das doch wohl Bände - oder?

Jeder Mensch ist anders, as gilt nicht nur für Patienten,
sondern genauso für Ärzte.

Da muss ich Dir zustimmen - aber das eine hat nichts mit dem anderen zu tun!

Liebe Grüße

Sylvia

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Hallo Oliver!

Trauma-Therapie und Borderline sind aber zwei Paar
verschiedene Schuhe, wenn ich das mal so locker ausdrücken
darf.
Jemand, dem z.B. im Krieg sene Familie vor den Augen
umgebracht wurde, er/sie selbst vergewaltigt und nur mit Mühe
überlebt, wäre z.B. ein klassischer Trauma-Therapie-Fall.
Eine Borderline-Störung ist eine frühe Persönlichkeitsstörung
(erstes Lebensjahr) und hat mit solchen Geschichten zunächst
mal nix zu tun.

immerhin sind 60 Prozent der Borderline-Patientinnen und
-Patienten Opfer sexueller Gewalt geworden.

Danke, daß Du diese These stützt. Ich war auch erst bei einem Vortrag über Borderline - auch dort wurde die Verbindung hergestellt.
Ich bin in einer Borderlinegruppe - und die meisten von uns haben sexualisierte Gewalt erlebt!

Wenn daher eine

konkrete Patientin / ein konkreter Patient Opfer solcher
Gewalttaten geworden ist, dann kann Trauma-Therapie durchaus
angemessen sein.

Ganz genau - so - ja!

Mir ist Deine Aussage "Trauma-Therapie und

Borderline sind aber zwei Paar verschiedene Schuhe, wenn ich
das mal so locker ausdrücken darf" ein wenig zu locker
ausgedrückt.

Da kann ich mich nur anschließen!

Liebe Grüße

Sylvia

Hallo Oliver

immerhin sind 60 Prozent der Borderline-Patientinnen und
-Patienten Opfer sexueller Gewalt geworden. Wenn daher eine
konkrete Patientin / ein konkreter Patient Opfer solcher
Gewalttaten geworden ist, dann kann Trauma-Therapie durchaus
angemessen sein.

Okay, zugestanden. :wink:
Das da oft was zusammen kommt und „zusammen passt“, bstreite ich keineswegs. Jede extreme Art von Kommunikation, und dazu gehört natürlich auch sexuelle Gewalt, führt häufig -wenn es „früh genug“ stattfand- zu einer Borderline-Persönlicghkeitsstörung. Das sind wir uns wohl einig.
Ich will nur grundsätzlich (gleichsam der sauberen Diagnostik willen) darauf hinweisen, dass es nicht immer gleichzusetzen ist, dass das Eine nicht aus dem Anderen automatisch erfolgt; also dass nicht jede sexuelle Gewalt in eine Borderline-Störung mündet und dass nicht jede Borderline-Persönlichkeit mit sexueller Gewalt zu tun hatte.
Ich habe in etwa so viele Männer mit Borderline wie Frauen kennen gelernt. Ich nehme mal an, wir sind uns einig, dass Männer als Kinder nicht in dem Maße sexueller Gewalt ausgesetzt worden sind wie Frauen (prozentual jedenfalls).
Sexuelle Gewalt für bei vielen Frauen auch zu noch ganz anderen Störungen als Borderline.
Gruß,
Branden

Hallo Oliver

immerhin sind 60 Prozent der Borderline-Patientinnen und
-Patienten Opfer sexueller Gewalt geworden. Wenn daher eine
konkrete Patientin / ein konkreter Patient Opfer solcher
Gewalttaten geworden ist, dann kann Trauma-Therapie durchaus
angemessen sein.

Okay, zugestanden. :wink:

Wär auch übel, wenn nicht!

Das da oft was zusammen kommt und „zusammen passt“, bstreite
ich keineswegs. Jede extreme Art von Kommunikation, und dazu
gehört natürlich auch sexuelle Gewalt, führt häufig -wenn es
„früh genug“ stattfand- zu einer
Borderline-Persönlicghkeitsstörung.

Vergewaltigung ist eine Form der Kommunikation?

Das sind wir uns wohl

einig.
Ich will nur grundsätzlich (gleichsam der sauberen Diagnostik
willen) darauf hinweisen, dass es nicht immer gleichzusetzen
ist, dass das Eine nicht aus dem Anderen automatisch erfolgt;
also dass nicht jede sexuelle Gewalt in eine
Borderline-Störung mündet und dass nicht jede
Borderline-Persönlichkeit mit sexueller Gewalt zu tun hatte.

Richtig - sowie Auschwitz erlebnisse und sexuelle Gewlt auch nicht zwangsläufig zu PTBS führt - aber eben doch oft so ist!

Ich habe in etwa so viele Männer mit Borderline wie Frauen
kennen gelernt. Ich nehme mal an, wir sind uns einig, dass
Männer als Kinder nicht in dem Maße sexueller Gewalt
ausgesetzt worden sind wie Frauen (prozentual jedenfalls).

>>>Den Zahlen nach - ja! Was nicht andere Formen der Traumatisierungen ausschließT

Sexuelle Gewalt für bei vielen Frauen auch zu noch ganz
anderen Störungen als Borderline.

>>>Ja - sehr viele Störungen - auch bei Männern!

Liebe Grüße

Sylvia

Hallo Branden,

immerhin sind 60 Prozent der Borderline-Patientinnen und
-Patienten Opfer sexueller Gewalt geworden. Wenn daher eine
konkrete Patientin / ein konkreter Patient Opfer solcher
Gewalttaten geworden ist, dann kann Trauma-Therapie durchaus
angemessen sein.

Okay, zugestanden. :wink:

das ist keine Frage des Zugestehens oder des Nichtzugestehens.

Ich will nur grundsätzlich (gleichsam der sauberen Diagnostik
willen) darauf hinweisen, dass es nicht immer gleichzusetzen
ist,dass das Eine nicht aus dem Anderen automatisch erfolgt;
also dass nicht jede sexuelle Gewalt in eine
Borderline-Störung mündet und dass nicht jede
Borderline-Persönlichkeit mit sexueller Gewalt zu tun hatte.[…]
Ich nehme mal an, wir sind uns einig, dass
Männer als Kinder nicht in dem Maße sexueller Gewalt
ausgesetzt worden sind wie Frauen (prozentual jedenfalls).
Sexuelle Gewalt für bei vielen Frauen auch zu noch ganz
anderen Störungen als Borderline.

Da sind wir uns einig. Siehe auch:

http://www.forumromanum.de/member/forum/forum.php?ac…

Grüße,

Oliver Walter

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