wie würdet ihr einen „Kunden“ einer Behörde bezeichnen? Meine Einfälle sind alle zu speziell: Antragsteller,Auskunfterbitter, Anfrager, Verbraucher… was ich suche ist etwas Übergeordnetes, genauso abstraktes wie Kunde.
Oder, die Frage anders gestellt, was ist man, wenn man mit einer Behörde oder einem Amt kommuniziert bzw. prozessiert (nicht juristisch gemeint)?
die meisten Behörden wie z.B. das Arbeitsamt oder die Rentenversicherer (BfA und LVA) sind seit langem dazu übergegangen ihre „Versicherten“ als Kunden zu bezeichnen. Das ist inzwischen selbstverständlich. Deswegen wäre meiner Meinung nach Kunde wohl die treffenste Bezeichnung.
habe vor 15 Jahren während meines Referendariats mal zeitweise in einer Behörde gesessen. Die dortigen Bediensteten waren vollzeitig mit sich selbst beschäftigt (Handarbeiten, astrologische Deutungen, und sonstwas).
Gelegentlich erfolgten unliebsame Störungen durch einen „Bürger“.
Vielleicht suchst du danach?
in österreich ist der begriff „partei“ noch immer weit verbreitet (z.b. „parteienverkehr von 8 bis 12“). man versucht allerdings, auch hier den „kunden“ im sprachgebrauch zu etablieren.
hi,
ich werde mir jetzt einfach mal nicht die anderen Antworten durchlesen, aus dem Grund, dass heutzutage selbst das Arbeitsamt seine Klienten ‚Kunden‘ nennt.
Wir sind halt irgendwann mal in Deutschland (wann, weiss ich nicht, denn zu der Zeit lebte ich nicht in D.) eben genauso euphemistisch geworden wie anderswo.
Und somit bedient eben heute auch das Arbeitsamt Kunden…
Über Widerspruch würde ich mich freuen… denn bei diesem Ausdruck ist es mir schon in mehreren Zusammenhängen kalt den Rücken runtergelaufen…