verfolge ich beispielsweise Magazine wie Panorama oder Monitor die Schwarzbücher des Bundes der Steuerzahler, fällt mir eine Sache immer wieder auf: Wenn irgendwelche Ungereimtheiten aufgedeckt wurden und man die entsprechenden Ämter, Behören und Ministerien um Stellungnahmen oder Interviews bat, wurden diese nicht beantwortet bzw. abgelehnt.
Das ist ein Punkt, der mich stets aufs Neue aufregt, weil es für mich ein Zeichen von Willkür ist. Ebenso, wie jetzt in Hessen, wenn ein CDU-Justizminister darüber zu urteilen hat, welche Akten der CDU für eine Untersuchung freizugeben ist und welche nicht. (Solche Machenschaften spreche ich natürlich auch den anderen Parteien nicht ab!) Ein Schelm, der Schlechtes dabei denkt?
verfolge ich beispielsweise Magazine wie Panorama oder Monitor
die Schwarzbücher des Bundes der Steuerzahler, fällt mir eine
Sache immer wieder auf: Wenn irgendwelche Ungereimtheiten
aufgedeckt wurden und man die entsprechenden Ämter, Behören
und Ministerien um Stellungnahmen oder Interviews bat, wurden
diese nicht beantwortet bzw. abgelehnt.
hier stimme ich Dir vollkommen zu! Die Tatsache, daß man wenn überhaupt nur sehr allgemeine Aussagen (Ausreden?) auf kritische Anfragen bekommt fällt mir auch immer wieder auf.
Man kann den Damen und Herren „Volksvertretern“ ja meinetwegen zugute halten, daß sie mit der Verwaltung eines Staates und der Vertretung der Interessen seiner Einwohner eine ziemlich schwere Aufgabe zu bewältigen haben.
Diese Aufgabe aber haben sie doch nur der Tatsache zu verdanken, daß ihnen bei einer Wahl, der sie sich freiwillig gestellt haben, die Mehrheit der Bevölkerung ihr Vertrauen ausgesprochen hat (zumindest ist das der Grundgedanke einer Wahlentscheidung).
Ergibt sich daraus aber nicht direkt die Verpflichtung, sich kritischen Anmerkungen und Nachfragen aus eben dieser Bevölkerung, die ja die Grundlage der politischen Strukturen eines Landes darstellt (darstellen sollte?), umgehend und ohne Einschränkungen zu stellen?
Meine Antwort auf diese Frage ist: JA!
Ich muß aber zugeben, daß eine solche Handlungsweise immer unwahrscheinlicher wird, wenn man das eigentliche Ziel aus den Augen verliert und sich statt dessen mit Wahlkampfstrategien und mit der Frage „Wie kann ich meine Mitbewerber abwerten?“ beschäftigt.
Ich muß aber zugeben, daß eine solche Handlungsweise immer
unwahrscheinlicher wird, wenn man das eigentliche Ziel aus den
Augen verliert und sich statt dessen mit Wahlkampfstrategien
und mit der Frage „Wie kann ich meine Mitbewerber abwerten?“
beschäftigt.
Richtig! Ist es nicht seltsam, dass die etablierten Parteien so gut wie keine Ideologien mehr verfolgen, sondern nur noch auf Wählerpotentiale starren? Wenn die eine Partei dafür ist, ist die andere dagegen usw. Es erinnert an den schönen Spruch von einem mir unbekannten Verfasser: „Manche Menschen haben nur deshalb eine andere Meinung, damit man glaubt, sie besässen eine eigene.“
Das Fatale, ja fast schon Perverse daran ist, dass man keine Möglichkeit besitzt, als das kleinere Übel zu wählen, um sich jedoch anschliessend zu wundern, warum das kleinere Übel bloss so gross sein muss.
Ich muss gestehen, dass ich nicht an eine Demokratie dieses Landes glaube. Was wir haben, ist nur eine Illusion dessen. Halten wir doch mal fest: Mit zwei Kreuzchen alle vier Jahre wählen wir ein Parteiprogramm, wobei dies Politiker uns alles versprechen, solange wir sie wählen. Doch wie wir alle schon im Geschäftsleben erfahren haben, zählen mündliche Absprachen nichts, wenn sie nicht schriftlich fixiert worden sind. Das bedeutet, wir geben unsere zwei Stimmen auf ein blosses Versprechen hin, um die nächsten vier Jahre die blödsinnigsten Entscheidungen der Regierungen hinzunehmen, und sie können sich noch darauf berufen, dass sie ja den Wählerauftrag erhalten haben. Das ist ebensowenig Demokratie wie es das Schweigen der Ämter, Behörden und Ministerien darstellt.
Ungemütliche Anfragen hat man als Bürger nicht zu stellen, schliesslich hätte man ja bei der Wahl jemand anderes wählen können. Hinterher nörgeln kann jeder!