Hallo, woher kommt der Ausdruck „bei der Stange bleiben“. Was er meint, ist mir schon klar, aber, woher kommt er?
Danke für Aufklärung Antal
Hallo, woher kommt der Ausdruck „bei der Stange bleiben“. Was er meint, ist mir schon klar, aber, woher kommt er?
Danke für Aufklärung Antal
„bei der Stange bleiben“.
Bei der Stange bleiben: man denke hier an das Pferde-Doppelgespann, das durch die Deichselstange zusammengehalten wird. Wenn ein Pferd nicht „bei der Stange bleibt“ sondern ausbricht, stört es die Fahrt.
(aus: Krüger-Lorenzen, „Deutsche Redensarten“)
Bei Röhrich heißt es aber:
_ Bei der Stange bleiben :
bei jemandem oder bei einer Sache standhaft ausharren, eine einmal angefangene Tätigkeit fortführen, treu bleiben.
Die Redensart geht wahrscheinlich auf die Fahnenstange zurück, an der der kämpfenden Truppe das Feldzeichen vorangetragen wurde, nach welchem man sich ausrichtete und um das man sich immer wieder sammelte (vgl. ‚Bei der Fahne bleiben‘ und ‚Bei der Standarte bleiben‘, Fahne; vgl. dagegen die vom Fechten hergenommene Redensart ‚Bei der Klinge bleiben‘). Entsprechend gilt auch die Wendung Jemanden bei der Stange halten: jemanden zu folgerichtigem Handeln anhalten, nicht ausweichen oder abweichen lassen. Dagegen im Französischen: ‚ne pas en fiche une rame‘ (wörtlich: keine Stange tun, im Sinne von: müßig bleiben).
[Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten: Stange, S. 3. Digitale Bibliothek Band 42: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten, S. 6154 (vgl. Röhrich-LdspR Bd. 5, S. 1527) © Verlag Herder]_
Gruß Fritz