inwieweit stimmt die Aussage „Bei einer Lungenembolie kann dir keiner mehr helfen!“ welche man insbesondere von ArzthelferInnen desöfteren hört? Ausgehend davon das man mit einer akuten, schweriegenden Lungenembolie eingeliefert wird … Könnte der Arzt da wirklich nichts mehr tun? Und könnte man durch eine Lunhenembolie auch einfach so im Schlaf sterben?
„Bei einer Lungenembolie kann dir
keiner mehr helfen!“ welche man insbesondere von
ArzthelferInnen desöfteren hört?
Nichts gegen ArzthelferInnen - aber wenn das stimmen würde, wäre ich seit dem 15. Oktober tot dank einer beidseitigen Lungenembolie.
Ausgehend davon das man mit
einer akuten, schweriegenden Lungenembolie eingeliefert wird
… Könnte der Arzt da wirklich nichts mehr tun?
Natürlich. So man nicht schon tot ist, wird man intensivmedizinisch behandelt, anschließend erfolgt eine langwierige Behandlung mit Heparin oder Marcumar und man darf schicke Gummistrümpfe tragen.
Und könnte
man durch eine Lunhenembolie auch einfach so im Schlaf
sterben?
Also ich bin kein Arzt … denke aber: theoretisch ist das möglich. Nur: die Tromben, die in die Lunge finden, stammen meist aus tiefergelegenen Beinvenen und die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich in Ruhestellung bei hochgelegten Beinen lösen, dürfte eher gering sein.
Hi,
sicherlich nicht, sonst wäre ich schon seit 2 Jahren Witwe…
Ich habe meinen Mann (damals 39) sogar noch selber in die Klinik gefahren, wir dachten eigentlich, es wäre Wasser in der Lunge oder eine heftige Lungenentzündung…
inwieweit stimmt die Aussage „Bei einer Lungenembolie kann dir
keiner mehr helfen!“ welche man insbesondere von
ArzthelferInnen desöfteren hört?´
Man sollte die Ausbildung der Arzthelferinnen mal überprüfen. Das ist natürlich Unfug.
Ausgehend davon das man mit
einer akuten, schweriegenden Lungenembolie eingeliefert wird
… Könnte der Arzt da wirklich nichts mehr tun?
Da kann man noch eine Menge tun. Aber wie bei Herzinfarkten hängt es letztlich von der Schwere des Krankheitsbildes ab, ob der Patient überlebt.
Und könnte
man durch eine Lunhenembolie auch einfach so im Schlaf
sterben?
Ich denke, ja. Die Frage ist, ob man bei Eintritt der Embolie noch kurz aufwacht und dann den Löffel abgibt oder ob man so einfach dahinscheidet. Darüber hat noch kein Betroffener berichtet.
Pauschal falsch, im Einzelfall richtig
Hallo,
die fulminante Lungenembolie ist eine häufige Ursache für den sog. plötzl. Herztod, die meisten, kleineren Lungenembolien werden aber ohne größere Probleme, oft sogar ohne Symptome überstanden.
In kritischen Situationen gibt es mit thrombolytischen Medikamenten eine gute Möglichkeit, den Embolus aufzulösen. Einen Patienten konnte ich auf diese Art Leben und auch Hirn retten - unter Reanimationsbedingungen lysiert, ne halbe Stunde Reanimation anschließend und er ging nach längerem Aufenthalt auf eigenen Beinen nach Hause: Sein Glück war, dass er in der Ambulanz kollabierte. Unter allen anderen Bedingungen hätte kein Arzt mehr helfen können. Und auf solche Fälle beziht sich wohl die Aussage.
Ich vermute bei mir ganz vage irgendwie eine Lungenembolie … bin mir aber total unsicher. Das Risiko wäre schon da, da ich mich 2 Operationen unterziehen musste zwecks Kreuzband- und Miniskusriss - die letzte vor 6 Wochen. Die Bewegungsfähigkeit ist zwar noch nicht voll da, dennoch wurden Trombosespritzen vor 3 Wochen abgesetzt. Seit Vorgestern is mein operiertes Bein recht dick und ich habe auch ein stechen/schmerz in der linken Brust - sonst aber keine Symptome … das könnte aber auch schlichtweg daran liegen weil ich sehr viel gelaufen bin. Ansonsten hab ich soweit aber gar keine Beschwerden nur gerade in diesen Minuten kamen ein paar Huster …
Die Frage ist halt: Ist der Gang ins Krankenhaus gerade jetzt zu Weihnachten übertrieben oder doch gerechtfertigt?
Die Frage ist halt: Ist der Gang ins Krankenhaus gerade jetzt
zu Weihnachten übertrieben oder doch gerechtfertigt?
Nach deiner Schilderung zusammen mit der kürzlichen Vorgeschichte ist es durchaus sehr berechtigt, auch jetzt noch bzw. spätestens morgen ins Krankenhaus zu gehen. Es muß keine Thrombose sein, es kann aber.
Und wenn es eine kleine Lungenembolie war/ist - es kann der große Knall ev. noch folgen. Wie gesagt, es KANN sein, muß aber nicht. Und ich will dich jetzt auf keinen Fall in Panik versetzen, aber zu deiner eigenen Gewissheit solltest du doch zum Arzt.
Inwiefern der große Knall? Das noch ein zweites Gerinsel oben
drauf geschwebt wird oder wie?
Genau. Die ersten Thromben, sie dich lösen, sind meist die kleinen Anhängsel. Die ganze Thrombose oder ein erheblicher Großteil hingegen kann später noch nachkommen.
Alles aber ein KANN!
Ich denke wohl auch das ich morgen gehen werde, ich mach so ja
auch kein Auge beruhigt zu.
Gute Besserung und ich drück dir die Daumen, daß es keine Thrombose ist,
Sharon
So, ich war beim Arzt. Zum Glück fand ich noch nen ärztlichen Notdienst heute und musste daher nicht ins Krankenhaus. Die Ärztin meinte das es wohl eine Thrombose sei und wohl auch schon eine Lungenembolie begonnen hatte. Begründet hat sie das mit verschiedenen Druckpunkten und einem EKG auf dem man angeblich was sähe.
Einweisung ins Krankenhaus bekommen die das ganze allerdings erstmal auf ambulant geändert haben weil sies gerne selber untersuchen möchten. Die Ärztin im Krankenhaus machte dann ein Ultraschall des Beines komplett vom Oberschenkel beginnend bis in den Unterschenkel, dabei hat sie die Venen immer wieder zusammen gedrückt und meinte das man daran sehen kann ob eine Thrombose vorläge. Außerdem hat sie dann noch die Atemgeräusche abgehört und das Herz hat auch noch ein Ultraschall bekommen wobei sie besonders auf das Rechtherz geschaut hat, was „dünn“ war was total atypisch für eine Embolie wäre.
Nun durfte ich wieder heim, ist durch die Ultraschalluntersuchungen die Thrombose sowie Embolie nun gänzlich auszuschließen? Ja oder?
Nun durfte ich wieder heim, ist durch die
Ultraschalluntersuchungen die Thrombose sowie Embolie nun
gänzlich auszuschließen? Ja oder?
Leider nein. Wurde Blut abgenommen? Wenn der Wert „D-Dimer“ negativ ist, ist eine Thrombose zu 95% ausgeschlossen, also ziemlich sicher.
Ultraschall kann eine Thrombose nachweisen. Wenn man aber hierbei keine sieht, heißt es NICHT, daß keine da ist.
Kleinere Embolien führen nicht zu Rechtsherzveränderungen, nur größere.
Definitiv ausschließen oder nachweisen kann man eine Thrombose mit einer Phlebographie. Nur diese Methode ist einzig sehr sicher. Zum Nachweis einer Embolie kann man eine Ventilations-Perfusions-Szintigraphie durchführen, aber IMHO ist dies unnötig, denn auch eine vorliegende Embolie ändert nichts an der Therapieform, die bleibt identisch.
Ich würde mir noch eine weitere Meinung einholen und zumindest auf den D-Dimer-Test bestehen, wenn er nicht erfolgt ist.
Sofern aber keine Rechtherzbelastung auffällig ist, ist das ganze aber erstmal nicht so gefährlich und der D-Dimer Test hat Zeit bis nach den Feiertagen, oder? Dann kann ich nämlich auch abwarten wie sich die Beschwerden weiter verhalten, ich mein … so richtig beeinträchtigen tun die Beschwerden ja nicht und auch der Schmerz im Bein gleicht mehr einem Muskelkater als sonst etwas.
Nachtrag: Zu dieser Phlebographie … darauf hatte ich sie angesprochen aber sie meinte das die Phlebographie gar nicht mehr so oft gemacht würde, da die modernern Ultraschallgeräte das ganze ähnlich gut darstellen können
Sofern aber keine Rechtherzbelastung auffällig ist, ist das
ganze aber erstmal nicht so gefährlich
Eine Thrombose schießt nicht immer gleich als ganzes los, sondern oft spalten sich erstmal kleine Teile ab. Daher KÖNNTEST du nun kleine Embolien gehabt haben - aber wenn sich der Thrombus (wenn du einen hast) schließlich gänzlich löst oder zumindest ein großer Teil, folgt dann ev. eine fulminante Embolie.
und der D-Dimer Test hat Zeit bis nach den Feiertagen, oder?
Bis dahin wird er ev. wieder normal sein. Der Wert fällt ja langsam wieder ab. In der Zwischenzeit kann es aber auch ohne Therapie dazu kommen, daß die Thrombose größer wird und/oder eine fulminante Embolie folgt.
Dann kann ich nämlich
auch abwarten wie sich die Beschwerden weiter verhalten,
Wie gesagt, ich rate dir eindeutig vom Abwarten ab! Feiertage hin oder her…
Letztlich ist es aber deine Entscheidung bzw. es liegt in deiner Verantwortung. Mehr als dazu raten, kann ich nicht.
Und zu deinem anderen Posting:
Ja, Ultraschall kann eine Phlebographie ersetzten bzw. überflüssig machen - WENN man einen Thrombus sieht. Sieht man aber keinen, bringt einen nur eine Phlebographie weiter.
Also, ich war heute beim Arzt. Bluttest wurde allerdings wieder keiner gemacht, nur ein EKG das unauffällig war. Die Brustschmerzen sind noch da, die Beinschmerzen schwächer geworden und die Schwellung eigentlich ganz weg. Wenn ich viel gehe schwillt oder lange sitze schwillts halt noch an was aber sicherlich mehr mit der Operation zusammenhängt als wie mit sonst was?
Ich bin mittlerweile darauf gekommen das der Brustschmerz vllt. auch durch Luft im Bauch kommen könnte, ich hab eigentlich ziemlichen Durchfall und der Bauch rumort auch kräftig. Mal sehen wie sichs weiter verhält.