…Seitenlage ?
Ansprechen, Puls fühlen ,wärmen …
Was muss man noch machen bei einem Unfallopfer das unter Schock steht ?
Gruss
Kosmokatze
…Seitenlage ?
Ansprechen, Puls fühlen ,wärmen …
Was muss man noch machen bei einem Unfallopfer das unter Schock steht ?
Gruss
Kosmokatze
Hallo Kosmokatze,
bei fehlenden Bewußtsein - Seitenlage .
Ansonsten Beine hochlagern .
Gruß
Merkur
hi kosmo,
Ansonsten Beine hochlagern.
weil das blut durch die geweiteten gefäße versackt und durch die hochgelagerten beine wieder zurück zum herzen fließen kann.
grüße
burkhard
Das PAKET
…Seitenlage ?
Nein - flach auf den Boden und dann Beine hoch, sofern bei bewusstsein.
Bei _jedem_ Bewusstlosen mit Atmung und mit Puls jedoch Stabile Seitenlage.
Ansprechen, Puls fühlen ,wärmen …
Das PAKET:
P ulskontrolle
A temkontrolle
K orrekter Notruf
E igenwärme erhalten
T rösten
Weiters: Schaulustige fernhalten, für Ruhe sorgen, den Auslöser vom Patienten abschirmen (also z.B. so hinsetzen, daß er den Unfall nicht sehen kann). Das Trösten kann auch durch vorsichtigen Körperkontakt geschehen, man kann das durch halten des Handgelenks mit der Pulskontrolle verbinden.
Wichtig: Den Patienten niemals allein lassen. Andere Aufgaben wenn möglich an andere Helfer deligieren („Sie rufen bitte die 112 an! Jetzt!“).
Wie das ganz leicht alles allein realisierbar ist, sagt ein Bild mehr als 1000 Worte:
http://m.bsdhackers.org/stuff/schock
(ich lasse das Bild nur bis heute Abend online)
Gruß,
Malte.
Ganz richtig, Burkhard,
also manchmal bin ich schon wirklich sehr kurz angebunden.
Merke das aber dann immer erst nachher.
Gruß (
)
Merkur
Hallo,
was für einen Schock meinst Du überhaupt? Bei diesem Begriff werden sehr häufig zwei verschiedene Sachen verstanden.
Medizinisch „Schock“: Ist ein lebensbedrohlicher Zustand
Psychischer „Schock“: Seelische Erschütterung
Meistens sagt man umgangssprachlich jemand hat einen Schock gehabt und meint damit, daß er z.B. nach einem Unfall völlig von der Rolle ist.
Bei einem medizinischem Schock würde es zu einer Störung der Zirkulation des Blutes kommen, Organe nicht versorgt werden und schließlich könnten die Organe langfristig absterben.
Schau mal hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Schock
…was man noch so unter Schock verstehen kann!
Gruß
Julia
P.S.: Zu dem medizinischen Bereich ist ja schon einiges gesagt worden.
Schock und Ohnmacht
Körperlicher Schock und Ohnmacht können auftreten, wenn aus irgendeinem Grund nicht genügend Blut durch den Körper fließt. Das Gehirn bekommt zu wenig Sauerstoff und der betreffenden Person wird schwindlig.
Ein Schock kann nach einem Unfall mit Blutungen, nach einer ernsthaften Infektion mit Flüssigkeitsverlust, nach einer Brandwunde oder nach anderen Zwischenfällen, die einen Blut- und Flüssigkeitsverlust bewirken, auftreten.
Die Symptome bei Schock und Ohnmacht sind:
Blässe
Nervosität und Ängstlichkeit
Kalter Schweiß
Schwindel
Der Puls wird schwach und rast.
Der Blutdruck fällt.
Der Atem wird langsam und schwach.
Bewusstlosigkeit
Erste Hilfe bei Schock
Speziell im Fall eines Schocks gilt es Folgendes zu beachten:
Die betreffende Person muss auf den Rücken gelegt werden, am besten mit den Füßen nach oben. Dadurch gelangt mehr Blut ins Gehirn.
Achten Sie darauf, dass die Person warm und so bequem wie möglich liegt.
Geben Sie der Person nichts zu trinken, da auf Grund des verringerten Bewusstseins Erstickungsgefahr droht.
Wenn es zu Erbrechen oder Blutungen aus dem Mund kommt, muss die Person auf die Seite gelegt werden, um ein Ersticken zu vermeiden.
Rufen Sie einen Krankenwagen. Eine Person unter Schock muss immer in ärztliche Behandlung.
http://www.netdoktor.de/ratschlaege/fakten/erstehilf…
Gruß
Marianne
Lieber Malte,
Wie das ganz leicht alles allein realisierbar ist, sagt ein
Bild mehr als 1000 Worte:
http://m.bsdhackers.org/stuff/schock
(ich lasse das Bild nur bis heute Abend online)
Warum? Besser kann man es nicht darstellen.
Problematisch wird es aber, wenn der Verletzte partout nicht will.
So erlebt am WE am Niederrhein.
Große Kreuzung, PKW und offensichtlich wiederaufgerichtetes Mopped (R1100RT) in der Mitte, Scherben, Kühlwasser.
Am Straßenrand mehrere Personen, u.a. im Bikerdreß.
Plötzlich sackt ein Mann (ca. 50 J. alt, Biker) zusammen, bleibt aber bei Bewußtsein. Er war der Fahrer der Maschine, seine Frau fängt sofort an zu weinen, ist also auch in dem Moment keine Hilfe (das war eine Feststellung, KEIN Vorwurf !).
Sofort Rückenlage, Kopf gepolstert, Beine hoch. Aber er will nicht, auch nicht auf eindringliches Zureden, er will partout aufstehen.
Körperlichen Zwang wollten wir nicht anwenden, also helfen, stützen und „Fangbereit“ halten - kann man es besser machen, was rät der Profi?
Gruß
Bernd
Moin,
Wie das ganz leicht alles allein realisierbar ist, sagt ein
Bild mehr als 1000 Worte:
http://m.bsdhackers.org/stuff/schock
(ich lasse das Bild nur bis heute Abend online)
Warum? Besser kann man es nicht darstellen.
Sagen wir es mal so: Bis heute abend werde ich den urheberrechtlichen Status des Bildes festgestellt haben.
Problematisch wird es aber, wenn der Verletzte partout nicht
will.
Sofort Rückenlage, Kopf gepolstert, Beine hoch. Aber er will
nicht, auch nicht auf eindringliches Zureden, er will partout
aufstehen.
Körperlichen Zwang wollten wir nicht anwenden, also helfen,
stützen und „Fangbereit“ halten - kann man es besser machen,
was rät der Profi?
Schwierig. Ich kenne solche Situationen zur Genüge, das ist ein häufiges Verhalten von Schockpatienten im „Anfangsstadium“ - körperlicher Zwang ist tatsächlich nicht drin, zumindest solang der Patient nicht auf Ideen kommt wie „Ich geh mal auf die andere Seite der Autobahn“ o.ä. Ich würde also zu freundlicher Hartnäckigkeit raten - irgendwas ausdenken, um ihn aus dem Gefahrenbereich zu schaffen „Haben Sie Durst? Ich habe eine Flasche Wasser im Auto.“ oder sowas - je nach Situation, Kreativität und Patient
Im schlimmsten Fall kannst Du ihm nur hinterherlaufen. Vorsichtiges „Führen“ kann man probieren, aber spätestens dann hört’s auf.
Gruß,
Malte.
Ich hatte selbst mal nach einem Unfall einen Schock (nach den Beschreibungen wohl nicht medizinisch), war bei vollem Bewußtsein und fühlte mich total elend.
Die Frau, die mich unbedingt in die stabile Seitenlage bringen wollte, habe ich irgendwann losgeschickt, die verbliebenen Einzelteile meiner Uhr zu suchen. Die ging mir unheimlich auf den Keks.
Ansonsten kann ich mich nicht an viel erinnern. Alle, die hatten, haben Decken aus ihren Autos geholt. So konnte ich mich auf eine ISO-Matte legen und wurde mit einer Wolldecke zugedeckt. Dafür war ich unheimlich dankbar. Die Rückenlage mit aufgestellten Beinen fand ich auch am angenehmsten. Und ein Mann hat sich vor meine Füße gekniet und die mit den Händen gewärmt. Dafür bin ich noch heute dankbar. Das hat ungemein beruhigt und war eben auch schön warm. Danach kann ich mich nur noch an die Krankenwagenfahrt erinnern. Der Wagen war auch schön kuschelig warm. Da ging es mir gleich besser, ich konnte mich besser konzentrieren und den Sanitätern antworten.
Bei Unfallopfern bei Bewußtsein niemals stabile Seitenlage! Ansonsten ist viel Wärme wichtig.
Bis denne
Schnoof
Dann…
hi kosmo,
Ansonsten Beine hochlagern.
weil das blut durch die geweiteten gefäße versackt und durch
die hochgelagerten beine wieder zurück zum herzen fließen
kann.
…dann hab ich ja alles richtig gemacht .Hab gestern einen jungen Mann nach einem Unfall mit dem Roller erstversorgt ,sein Puls war ganz flach und sein Gesicht kreidebleich ,er wusste seinen Namen nicht mehr ich hab seinen Helm unter die Beine gelegt ,den Puls gefühlt und immer mit ihm geredet ,damit er nicht wegdriftet.Hab ihn auf ne Decke gelegt und zugedeckt mit meinem Mantel und ner Rettungsdecke. Ich hab halt heute nacht überlegt ,ob ich Seitenlage hätte machen müssen.
Dann ist ok.
28 Jahre nach dem Erstehilfekurs noch auf Kurs…
Kosmokatze
Hi Kosmokatze,
Ich hab
halt heute nacht überlegt ,ob ich Seitenlage hätte machen
müssen.
Kosmokatze
Nachdem Erste Hilfe in der Hauptsache logisch organisiert ist, lautet die Gegenfrage: „Warum hättste sollen?“
Stabile Seitenlage macht man bei Leuten mit Atmung und Herzschlag, aber ohne Bewusstsein, damit sie nicht Blut oder Erbrochenes aspirieren und auch nicht ihre eigene Zunge verschlucken können. (Kopf in den Nacken wegen der Zunge, Mund nach unten und offen wegen Blut und sonstigem…). Stabil deshalb, damit die Person nicht „rausrollt“.
Wer noch bei Bewusstsein ist, kann
a) seine Zunge nicht verschlucken und
b) sich selbst drum kümmern, dass Flüssigkeiten aus dem Mund rauskommen…
Soweit so klar.
Glückwunsch zum richtigen Verhalten und allein schon dafür, ÜBERHAUPT was gemacht zu haben.
Grüße
Tom
PS: Reine Auffrischungskurse, für die man keine Bescheinigung braucht kosten übrigens nichts, zumindest bei meinem ehemaligen Arbeitgeber…
Hi Kosmokatze,
Ich hab
halt heute nacht überlegt ,ob ich Seitenlage hätte machen
müssen.verschlucken können. (Kopf in den Nacken wegen der Zunge, Mund
nach unten und offen wegen Blut und sonstigem…). Stabil
deshalb, damit die Person nicht „rausrollt“.
…na war ein frisch ausgebaggerter Graben ,da hätt nix passieren können ,in jeder Beziehung nicht …und verschlucken kann sich einer nicht ,der noch mit mir spricht. Stimmt schon…
allein schon dafür,
ÜBERHAUPT was gemacht zu haben.
…ups! Normal oder ? Obwohl …die Frau die da stand ,als ich anhielt ,war gelähmt. Sie konnte nichts machen .Sie war so erschrocken.Dann war sie einfach weg !!!
Gruss
Kosmo
Hi Merkur,
also manchmal bin ich schon wirklich sehr kurz angebunden.
Kein Problem! Dafür gibt es ja bei w-w-w andere, die ergänzen…
Liebe Grüße
Burkhard
Hi,
…na war ein frisch ausgebaggerter Graben ,da hätt nix
passieren können ,in jeder Beziehung nicht …und
verschlucken kann sich einer nicht ,der noch mit mir spricht.
Stimmt schon…
das mit dem „rausrollen“ bezieht sich mehr darauf, dass er/sie nicht aus der Seitenlage zurück auf den Rücken rollt (Aspirationsgefahr)…
allein schon dafür,
ÜBERHAUPT was gemacht zu haben.…ups! Normal oder ? Obwohl …die Frau die da stand ,als ich
anhielt ,war gelähmt. Sie konnte nichts machen .Sie war so
erschrocken.Dann war sie einfach weg !!!
Äähm, leider nicht normal… War schon ernst gemeint. 
Gruß
Tom
Gruss
Kosmo
Was die Anzeichen des Schock sind wurde schon beschrieben. Es gibt verschiedene Schocks wie z. B. einen Schock durch großen Blutverlusst bei Wunden oder inneren Blutungen, einen Schock bei allergischen Reaktionen z. b. auf Medikamente, einen Schock bei dem „das Gehirn spinnt“ und man plötzlich ohne jeden erkennbaren Grund zusammensackt.
Grundsätzlich immer die Beine hoch, Wärmeerhalt und Notruf (was die anderen schon gesagt haben)
Aber: bei Herzbeschwerden (Herzinfarkt, Angina Pectoris usw.) treten auch die Schockzeichen auf - es ist auch ein Schock, der so genannte „Kardiogene Schock“.
Das ist die Ausnahme: man setzt den Patienten schräg auf (30 bis 50 °), Wärmeerhalt, Notruf). Damit wird verhindert dass das ohnehin geschädigte Herz einen so großen „Ansturm“ von Blut - im konkreten Fall aus den Beinen - bewältigen muss.
Bei Unfällen kann man das aber (fast) ausschließen. Also wie einen „ganz normalen“ Schock behandeln.
die 7 B´s
Finde ich klasse, den Thread hier und fände es richtig gut, wenn Leute durch die Überlegung "was würde ich denn tun, wenn…? auf die Idee kommen würden mal wieder einen Erste-hilfe-Kurs zu besuchen.
Es muß nicht immer der fremde Rollerfahrer sein, den es erwischt. Man selber, der Partner, die Eltern oder die eigenen Kinder können genauso Eure erste-hilfe benötigen. Da tut es schon gut, wenn man weiß was zu tun ist.
Möchte gerne zum „PAKET“ noch die „7-B`s“ anfügen.
Damit sind die Punkte gemeint, wann man keine Schocklage durchführt:
Birne (Verletzung am Kopf)
Buckel (Verletzung am Hal und Rücken)
brust (Verletzung der Atmewege, atembeschwerden)
Becken (Verletzung rund ums Becken)
Bauch (Verletzung oder Schmerzen am, im Bauch)
Beine (Verletzung an einem oder beiden Beinen)
dabei ist natürlich von größeren Verletzungen, oder Brüchen auszugehen, nicht von kleinen Schrammen)
Bewußtlosigkeit (Da macht ihr dann ja eine stabile Seitenlage)
Klar ist am Anfang beim Helfen immer die Angst da etwas falsches zu tun, doch wenn man sieht das es dem Menschen durch die Hilfe besser oder zumindestens nicht schlechter geht, kann es auch ein tolles Gefühl sein, nicht bls gaffen zu können!
also nur Mut!