Hallo Axel,
Weil ich muß. Die Höhe der Beiträge ist aber zu hoch, weil
hier ungerechtfertigte Zusatzlasten mitgetragen werden
(Ostrenten, Aussiedlerrenten, schwarzarbeitende Arbeitslose,
Frührentner. Wobei ich nichts degegen sage, daß sie Rente
bekommen, aber wer die Kosten zu verantworten hat, soll sie
gefälligst auch tragen, nicht immer nur die Arbeitenden).
Diese Positionen machen eher die geringeren Leistungen aus. Den weitaus größeren Betrag machen versicherungsfremde Leistungen aus. Zudem kommt, dass wir seit 1960 durchschnittlich 4 Jahre eher in Ruhestand gehen und gleichzeitig durchschnittlich 12 Jahre länger Rente beziehen. Dies jedoch bei einem Anstieg auf mittlerweile ca. 18 Mio Rentner. (von ca. 5 Mio, wenn ich es richtig in Erinnerung habe). Da wir ein Umlageprinzip haben, müssen sich dann wiederum die Beiträge erhöhen.
btw: die jetzigen Ostrentner haben damals auch ihre Kosten bezahlt. Aber auch da war Umlage und letztendlich war das Kapital nach der Vereinigung weg, da der Staat bankrott.
Gruß
MArco
Oder soll man nach Deiner meinung erst dann sich versichern,
wenn der Schaden eingetreten ist?
Das ist eine reine Nehmeransicht.
Nein, natürlich nicht. Wo hab ich das denn geschrieben? Ich
gehöre nicht zu den Leuten, bei denen sich eine Versicherung
‚lohnen‘ muß und die sich deshalb ab und an mal das Autoradio
klauen lassen.
Eine Solidargemeinschaft funktiomniert anders.
Ja, natürlich. Ich bin auf keinen Fall gegen ALLE
Versicherungen. Aber es gibt schon einige, die ich nicht haben
will, aber muß. Meiner Ansicht nach sollte außschließlich das
zwangsversichert werden, was über die Kräfte des Einzelnen
geht. Dazu gehört eben nicht jeder einzelne Arztbesuch und
jedes Wehwehchen, aber natürlich der Krankenhausaufenthalt.
Natürlich sind die Kräfte des Einzelnen unterschiedlich groß,
je nach Einkommen. Aber sie sind nicht Null.
Auch passend zu diesem Thema: brauchen wir überhaupt eine
Polizei? Es ist die Versicherung der Solidargemeinschaft
Staatsbürger. Mit Beiträgen zahlen wir die Polizei.
Diese Beispiele könnte man noch 10 Seiten weiter führen.
s.o.
Du bist nicht ein Einmannstaat in einem Hochsicherheit Gebiet.
Sicheheit auf eine Person berechnet kostet so immens Geld,
dass es nicht finanzierbar wäre.
Genau so sehe ich das auch. Einige Versicherungen stellen das
aber so dar (in der Werbung).
ausserdem nicht vom Einzelnen
Berechenbar.
Nein. Aber abschätzbar. Wenn man nicht das Gehirn abschaltet
und einfach alles versichert, weil es grad angeboten wird.
Denke an die Autoversicherung. Du kannst jetzt
sagen: ich brauche keine, ich fahre anständig. Dann beobachte
Dich mal nur einen Tag beim Autofahren. Mit absoluter
Sicherheit erlebst Du 2-3 Situationen, in der Du sagen
könntest: wenn jetzt die anderen nicht aufgepasst hätten,
hätte es gekracht.
Das war von mir mißverständlich ausgedrückt. Natürlich muß es
eine Haftpflicht für KFZ gebe, sonst gäbe es für viele Opfer
keine Entschädigung. Ich hatte es nur als Beispiel dafür
angeführt, daß diejenigen mit geringem Risiko für das Risiko
der anderen zahlen.
also, überlege Dir noch mal das Solidarprinzip
Ich kenne das Solidarprinzip. Ich bin aber der Meinung, daß es
keiner misbrauchen darf. Wenn sich jemand nicht dir Zähne
pflegt, warum soll ich dann seinen Tzahnersatz bezahlen? Wenn
jemand frißt, säuft und raucht, warum soll ich dann für seine
Gesundheitsschäden aufkommen? Wenn jemand sich jeden Samstag
mit den ‚Genossen‘ des anderen Fußballvereins prügeln will,
warum muß das die Allgemeinheit zahlen? Wenn sich jemand an
seiner Arbeitstelle benimmt wie der Letzte, warum muß ich dann
nach seiner Kündigung die Kosten tragen? Ich könnte hier jetzt
auch noch 10 Seiten weiterschreiben mit anderen Beispielen.
Ich finde, irgendwo hat die Solidarität ein Ende. Sonst sind
wir nämlich irgendwann in einer vollkaskoversicherten
Gesellschaft, in der jeder machen kann, was er will, die
Gemeinschaft zahlt für alles. Das darf nicht sein! Oder willst
Du die Rundum-Pflichtversicherung für alle?
Trotzdem hab ich das mit meinem Posting gar nicht sagen
wollen. Ich wollte nur darauf hinweisen, daß man vor Abschluß
einer FREIWILLIGEN Versicherung einfach mal darüber nachdenken
sollte, ob man sie eigentlich braucht. Solidarität KANN da gar
nicht das Argument sein.
Axel