Beifach zum Kunsterziehungsstudium vorstudieren?

Liebe Wissende,

ich habe gerade erst mein Abi hinter mich gebracht und habe die Bewerbungsfrist der Kunsthochschulen (z.B. Karlsruhe, München) verpasst. Mein Berufswunsch ist der des Kunstlehrers an Gymnasien.
Zusätzlich zur Kunsterziehung muss ich ja ein Beifach studieren (davon wohl nur vier Semester). Ich habe zunächst vor, evangelische Theologie zu wählen, bis zum nächsten Bewerbungstermin möchte ich hier in Heidelberg schonmal damit anfangen.
Ein vollständiger Studiengang mit den Hauptfächern bspw. Kunstgeschichte und Evang. Theologie ist allerdings auf den Magisterabschluss hin ausgerichtet.
Wie finde ich heraus, welche Scheine ich auch für mein späteres Lehramts-Studium gebrauchen kann?

Vielen Dank für alle Mühen,

Martina

Um es ganz allgemein zu formulieren, denn ich kenne die Uni nicht:

Normalerweise gibt es immer ein kommentiertes Vorlesungsverzeichnis für Deine Fachbereich bzw. Deine Fachbereiche. Bei der Beschreibung der Veranstaltungen ist dann auch meistens angegeben, wer die Veranstaltung hören „darf“.

In Deinem Fall müsste da dann sowohl „MA“ als auch „LAG“ angegeben sein.

Grüße sannah

Hallo Martina,

abgesehen davon, dass der Tip meines Vorposters ganz richtig ist, habe ich da noch ein paar Fragen.

ich habe gerade erst mein Abi hinter mich gebracht und habe
die Bewerbungsfrist der Kunsthochschulen (z.B. Karlsruhe,
München) verpasst. Mein Berufswunsch ist der des Kunstlehrers
an Gymnasien.

Bist Du Dir sicher, dass es nur an Kunsthochschulen geht. Hier in Dresden gibt es auch Lehramtsstudenten und auch welche für Kunsterziehung. Sie besuchen viele Kurse gemeinsam mit Magisterstudenten.

Zusätzlich zur Kunsterziehung muss ich ja ein Beifach
studieren (davon wohl nur vier Semester). Ich habe zunächst
vor, evangelische Theologie zu wählen, bis zum nächsten
Bewerbungstermin möchte ich hier in Heidelberg schonmal damit
anfangen.

Möchtest Du dieses Beifach als Ergänzung zum Hauptfach studieren oder soll dies dein zweites Lehrfach sein ? Hier in Sachsen (kenn ich eigentlich auch generell so) haben die Lehramtsleute zwei Fächer in denen sie mal lehren können. Abtruse Kombinationen (Musik und Mathe, D und Ch) statt naheliegendes (D und Eng, Ma und Ph, Ph und Ch) sollen angeblich die Chancen auf Einstellung erhöhen.

Tschuess Marco.

Hallo Martina,

ich schließe mich Marco an. Da in meinem Bekanntenkreis auch jemand Kunstlehrerin an Gymnasien werden möchte, weiß ich mit aller Sicherheit, dass

  1. Teilweise noch Bewerbungsfristen laufen (aber jetzt echt tempo!!!)

  2. Lehramtstudiengänge für Kunst an Universitäten, und nicht (nur) an Kunsthochschulen angeboten werden.

Dann würde ich dir noch empfehlen, dich noch mal kundig zu machen wegen dem Zweitfach. Da Lehrer ja IMMER mindestens für 2 Fächer ausgebildet werden, die sie auch unterrichten sollen, kann ich mir nicht vorstellen, dass dafür 4 Semester reichen…
Die Fächer sind doch gleichrangig und nicht gewichtet in Haupt- und Nebenfach! Das ist bei Magister so.

Bezüglich deines Vorwegstudiums in Theologie und Kunstgeschichte, solltest du dich bei der Fachschaft für Lehramt Kunst/Theologie deiner zukünftigen (!) Uni erkundigen, inwieweit sie woanders erbrachte Leistungen anerkennen, wenn es dir darum geht. Willst du dagegen nur die Zeit sinnvoll überbrücken, solltest du wissen, dass Zeiten, in denen du (auch fachfremd) studierst, nicht als Wartezeit gelten.

In diesem Sinne,

noch mal etwas Ordnung in deine Pläne bringen,

rät:
Flora.

http://www.studienwahl.de

*kümmer*: Lehramt in Baden-Württemberg => Info
Fächer und Fächerkombinationen

Neben den wissenschaftlichen Fächern im Umfang von 72 SWS pro Hauptfach sind parallel folgende Leistungen aus dem schulischen Grundlagenbereich zu erbringen:

Pädagogische Studien (8 SWS)
Fachdidaktik (4 SWS)
Ethisch-Philosophisches Grundlagenstudium (4 SWS)
Unterrichtsfächer (Kombinationsmöglichkeiten/Ausschlüsse)

Bedarfsorientiert sind die Fächer in drei Gruppen eingeteilt; mindestens zwei Fächer werden als Hauptfächer geprüft.

Gruppe I: Deutsch, Englisch, Französisch, Mathematik

Gruppe II: Biologie, Chemie, Evangelische Theologie, Geographie, Geschichte, Italienisch, Katholische Theologie, Latein, Philosophie/Ethik, Physik, Politikwissenschaft, Spanisch, Sport

Gruppe III: Erziehungswissenschaft, Griechisch, Informatik, Russisch

Für Bewerber, die in Baden-Württemberg zum Vorbereitungsdienst zugelassen oder in den öffentlichen Schuldienst eingestellt werden wollen, gelten für die Fächerwahl folgende Bestimmungen: Die Fächer der Gruppe I können beliebig in einer Zwei-Fächer-Verbindung gewählt werden. Ein Fach der Gruppe II kann in Verbindung mit einem Fach der Gruppe I oder mit zwei weiteren der Gruppe II gewählt werden. Ein Fach der Gruppe III kann nur in Verbindung mit zwei Fächern der Gruppe I oder einem Fach der Gruppe I und einem weiteren Fach der Gruppe II gewählt werden.

Ausnahmen für Zwei-Fächer-Verbindungen:

Ev. Theologie oder Kath. Theologie mit allen Fächern der Gruppe II außer Philosophie/Ethik
Biologie, Chemie und Physik beliebig untereinander
Latein mit Geschichte
Mathematik mit Informatik
Ausschluss von Fächerverbindungen:

Ev. Theologie mit Kath. Theologie
Ev. Theologie oder Kath. Theologie mit Philosophie/Ethik
In einer Drei-Fächer-Verbindung kann eines der Fächer als Beifach studiert werden.

In einer Erweiterungsprüfung kann zusätzlich eine Prüfung in folgenden Fächern abgelegt werden: Andere lebende Fremdsprachen, Archäologie, Astronomie, Geologie mit Mineralogie, Hebräisch, Kunstwissenschaft, Mittellatein, Musikwissenschaft, Psychologie, Ur- und Frühgeschichte, Volkskunde.

Künstlerische Prüfung

Studium der Bildende Kunst oder der Musik in Verbindung mit einem wissenschaftlichen Beifach. Erziehungswissenschaft, Griechisch und Russisch können mit dem künstlerischen Fach nur in Verbindung mit einem weiteren wissenschaftlichen Beifach kombiniert werden. Bei einem Studium der Bildenden Kunst besteht die Möglichkeit, statt eines wissenschaftlichen Beifachs das Verbreiterungsfach Bildende Kunst/Intermediales Gestalten zu wählen, bei einem Studium der Musik das Verbreiterungsfach Musik/Jazz und Popularmusik. Ein Diplom in Kirchenmusik kann anstelle einer Prüfung in einem wissenschaftlichen Fach als Prüfung in einem Verbreiterungsfach angerechnet werden.

Hoffe, das hilft dir…

Grüßwünsche:
Flora.