Beilstiel ersetzen

Hallo,

ich habe hier 2 Beile, deren Stiele durch Holzwürmer zerfressen waren und deshalb oben am Beilkopf abgebrochen sind. In der alten Werkstatt (noch aus Vaters Zeiten) fand ich 2 weitere stiellose Beilköpfe. Da ich ab und zu aus Baumschnitt und Bauholz Brennholz mache, brauche ich aber auf jeden Fall ein Beil.

Die Löcher an den Beilköpfen (je 800g) haben die Maße 46 x 18 mm, 50 x 22 mm, 44 x 17 mm und 47 x 21 mm. Die Form ist immer ein längliches, teilweise an der Oberseite abgeflachtes Oval (nennt man wohl Kuhfuß).

Die Beilstiele, die man bei Ebay kaufen kann, haben entweder größere Maße oder gar keine genaue Angaben.

Ist das folglich üblich, dass der Stiel immer etwas zu groß bemessen ist, und man ihn dem Beilkopf anpassen muß?

Wie stellt man das am besten an … schleifen / feilen / raspeln?

Gruß, Pit

Ja, die sind immer etwas größer damit die wirklich spielfrei sitzen.
Anpassen tue ich die mit Hobel, Raspel oder Schleifscheiben.
Vergess den Keil nicht.

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Servus,

long time no see!

mittelgrobe Feile ist da ganz nützlich. Dort Material abnehmen, wo die Maserung nicht ganz durchgeht - sonst wird der Stiel geschwächt. Wenn richtig viel weg muss, auch Zugmesser.

Das wichtigste bei der Aktion ist die abschließende Sicherung: Mindestens Hartholzkeil, ergänzend Sfix-Keil oder Ringkeil.

Material für Forstarbeiten und alles, was dazu gehört, täte ich nicht bei Ebay kaufen und auch nicht im Baumarkt und gleich zweimal nicht bei Jeff Bezos, sondern bei Grube Bispingen. Stiele für Beile und Äxte sind „sicherheitsrelevant“, damit spielt man nicht

Schöne Grüße

MM

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Selbst im Bereich von Städten findet man immer einen Landhandel, einen Baufachhandel oder einen Handel für Industriebedarf. Wobei die „Raiffeisen“-Märkte in meiner Umgebung kräftig nachgelassen haben. Hultafors oder Bison sind da nicht zu bekommen, statt dessen „Gärtnerglück“ mit 5-Sterne-Bewertung eines Möchtergern-Heimwerker-Magazins.

Man erkennt sie an den unspektakulären Lagen, fehlenden Werbetafeln und fehlenden Wochenprospekten - ganz sicher aber daran, dass diese nie-niemals Werbung mit dem Begriff „Profi“ machen werden und auf dem Parkplatz statt SUVs und E-Klassen eher Unimog, Pritschenwagen und Trecker stehen.

Merke:
Werkzeug, dass mit „Profi“ beworben wird, ist meist Müll für gelegentliche Nutzung durch Heimwerker.

Servus,

das ist auch der Grund, weshalb ich sie nicht genannt und empfohlen habe - mir ging es mit dem unseren recht ähnlich: Vor fünf bis zehn Jahren hab ich dort „alles“ bekommen, was ich für den Garten brauchte (mit Ausnahme von Sämereien, da bin ich eigen); inzwischen ist das Sortiment dort auf Baumarkt-Niwoh gelandet, nur dass der Baumarkt eine Filiale mitten in der Stadt auf dem Rückweg vom Wochenmarkt hat, während der Raiffeisen-Markt bei einem eingemeindeten Dorf zehn Kilometer von meiner Behausung weg liegt.

Und die letzten gut sortierten Landhändler (die auch für Beschläge und Eisenwaren aller Art eine super Quelle waren) finden keine Nachfolger - da hat man Glück, wenn man noch einen mit unter 75 Lenzen am Ort hat: Das ist ungefähr das Alter, mit dem auch altgediente Spezialisten müde werden und sich nicht mehr so sehr um ihr Sortiment kümmern.

Aber natürlich: Wenn die Möglichkeit besteht, ist das sicher der bessere Weg. Auch deswegen, weil ein richtiger „Profi“ das mit den Keilen und das mit der Maserung gleich erklärt, wenn er nach einem Stiel gefragt wird.

Schöne Grüße

MM

Hallo, ich würde erstmal in den Baumärkten umsehen. Bei uns brach der Spatenstiel ab. Im nächsten Baumarkt hat ein Stiel mit dem T-Griff 14,90 € gekostet. Dann, ein Wunder! Ein Spaten mit Stiel (T-Griff) kostete zusammen 9,90 €. Also könnte es sein, das ein neuer Beil mit Stiel billiger ist, als nur der Stiel.
Gruß

Billig. Genau das. Möge der Kopf des Beils beim Brechen des Stiels nicht den Kopf des Nutzers treffen.

Ich habe dereinst einen Idealspaten gekauft. Den habe ich noch mit DM bezahlt. Den Stiel wechseln? Hömma, wir haben nur 300m² Garten, da fällt der Wechsel frühestens in 50 bis 200 Jahren an.

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Und was für einer…

Es gibt eine schöne Volksweisheit aus England, die da heißt: The poor pay more

Wenn Du den Spaten nur zum Hinhängen oder Hinstellen brauchst, ist das schon in Ordnung. Wenn Du damit arbeiten willst, wird sich Deine Pfennigfuchserei sehr schnell rächen.

Ich werde Dich dann allerdings nicht bemitleiden, weil genau durch diese Pfennigfuchserei die Hersteller brauchbarer Ware und die Händler, die sie anbieten, in größte Schwierigkeiten geraten.

Bewirtschafte Dein Gärtlein mal zweiundzwanzig Jahre wie ich das meinige -. dann reden wir wieder darüber, welches Werkzeug man da brauchen kann.

Schöne Grüße

MM

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