ich habe in meinem Garten einen ca 6m hohen Apfelbaum, der dieses Jahr mal wieder extrem viele Äpfel getragen hat. Bei mir finden diese jedoch keine Verwendung, ausser das sie beim Rasen mähen überall herumliegen, verschimmeln und was das schlimmste ist, Wespen anlocken. Bin kurz davor den Baum einfach zu fällen, was schade wäre, wegen dem Schatten. Habe das Haus vor 2 jahren gekauft, mit dem Baum im GArten und war mir nicht bewusst was er für ekelige Spuren hinterlässt. Vielleicht muss man dazu sagen, das ich mich vor Obst eine extreme Abneigung hab, das es mich richtig anwiedert die Dinger aufzusammeln… Für hilfreiche Tipps wäre ich dankbar, mit freundlichem Gruß
Keine Methode kann verhindern, dass ein zum Fruchttragen bestimmter Baum tut, was er soll. Aber vielleicht kannst Du Personen oder Institutionen finden, die Freude am Obst haben (ein Kinderheim, eine Seniorenresidenz …) und Dich von dem ungeliebten Segen befreien!
Ach ja, bei mir daheim hätte es da geheißen: „Andere Kender wäret froh dro…“; ich kenne einen heute gestandenen Mann, gebürtig von einem Schwarzwälder Viertelsbauernhöflein, der als Bub, sobald er es körperlich vertragen hat, zum Mosttrinken angehalten wurde, weil der Sprudel halt Geld gekostet hätte (und das eigene Brunnenwasser ungenießbar war). Die Mostäpfel wurden von der Obstwiese mit Rucksäcken und Kiepen heimgeholt, weil der Hang zu steil war, um mit irgendeinem Gefährt herunterzukommen.
Und schon der Duft von leicht angegorenem Fallobst in Häufen, am besten unter einem Septembermorgen in Blau und Gold, ist eine ganze Sinfonie prunkvollen Zerfalls -
Aber es ist schon wahr, ein alter Apfelbaum ist einfach auch für sich allein ein schöner Baum, so gesehen. Einen seiner schönsten Zustände, die volle Blüte, vergibt man sich allerdings mit einer chemischen Ausdünnung: Der Bluescht in leicht rosa überhauchtem Weiß sieht nach dem Verätzen gar nicht mehr sehr nobel aus, sondern halt - praktisch.
Wohl gesprochen, lieber Martin, ein blühender Apfel ist eine Zierde für den Garten und die Seele. Nur für den TO nicht, wenigstens die Folgen betreffend.
Wäre es vielleicht möglich, kurz vor der Blüte den ganzen Baum mit „Fliegengitter“ einzupacken? Vielleicht könnte man ihn auch vorher mal etwas stutzen?
Ich denke, ein Baum wo zur Blütezeit keine oder nur wenige Insekten rankommen, kann auch später nix tragen…
Bei der Größe könnte man vielleicht mit langen Holzstangen und noch ein paar Helfern sowas bewerkstelligen. Sähe zwar für zwei, drei Wochen doof aus, aber danach könnte man das ganze ja wieder runtermachen.
Fragt sich nur, woher man ein so großes Netz bekommt. Ggf. mehrere Bahnen zusammennähen.
Und fragt sich auch, wie es da Wetter/windmäßig aussieht für die Zeit.