Beim EKG gibt es Zwichenschläge,sagt der Arzt

Nach einem EKG hat der Internist erklärt: Es ist im Prinzip OK aber es gibt einzelne Zwischenschläge,
Was bedeutet das ?

Moin,

Vorab, ich bin kein Experte was das EKG angeht. Ich denke aber dein Arzt meint Extrasystolen. Diese können aus der Kammer(Ventrikuläre) oder aus dem Vorhof (Supraventrikulär) kommen. Sie sind bis zu einer gewissen Anzahl in der Minute ungefährlich (die Lehrmeinung meiner Schule ist: bis zu 15 Extrasystolen in der Minute). Extrasystolen sind einfach nur Schläge die dein Herz zwischen den normalen Schlägen machen. Sprich sie sind zusätzlich da.

Liebe Experten, bitte Korrigiert mich, wenn ich hier etwas Falsch erklärt habe.

Gruß

der Schma

Besten dank für die erste Auskunft. Der Arzt hat auch gesagt, dass es kein Grund zur Besorgniss ist, aber man möchte sich doch vergewissern. Besten Dank

Solche Extrasystolen können aus welchen Gründen auch immer entstehen, es gibt einige.
Ich will Sie nicht verängstigen (das der Witz), aber ungefährlich ist es nicht - es kommt auf die Ursache für diese an.

Viele Leute haben Extrasystolen auf Grund von einer zusätzlichen Erregung, andere durch nicht korrekte Zusammenarbeit der Herz-Reizsysteme, es gibt etliche Gründe.
Aber viele haben auch nicht ganz verschließende Klappen, also wenn der Verlust minimal ist, kann man es als „unbedeutend“ ansehen - das kann auch Extrasystolen auslösen. Mit neueren, genaueren Herzuntersuchungsmethoden kann man das feststellen.

Hallo,

Wenn der Hausarzt Extrasystolen sieht, und nichts unternimmt, kann man in der Regel davon ausgehen, dass diese ungefährlich sind.

Es gibt viele Ursachen für dieses Auftreten.

Es gibt Studien, die zeigen dass Menschen mit Extrasystolen länger leben als Leute ohne.

Anja

Also würden Sie einem Hausarzt (der keine adäquaten Gerätschaften für diese Utnersuchung hat) mehr Glauben schenken, als einem Facharzt?
Der Hausarzt misst den Blutdruck, vielleicht hört er sich das Herz mit dem Stethoskop ab und sagt (da alles in der Norm ist): „So Sie sind gesund, die Extrasystolen sind egal, die sagen nichts aus.“
Würden Sie mit dieser Antwort zufrieden sein?

Schön und gut, es gibt viele Studien, die unsinnig sind. Man muss denen aber keinen Glauben schenken.
Ich glaube trotzdem, dass viel häufiger Todesursachen durch Herzversagen bei Extrasystole-Patienten vorkommen, als bei nicht „Extrasystolikern“.
Es wird von vielen Ärzten immer schön geredet, um den Patienten nicht zu verunsichern und deren Compliance zu gewährleisten - in Wirklichkeit wissen viele einfach die Ursache nicht.

Hallo,

Also würden Sie einem Hausarzt (der keine adäquaten
Gerätschaften für diese Utnersuchung hat) mehr Glauben
schenken, als einem Facharzt?

Also wenn ich richtig gelesen habe, hat UP vom einem EKG geredet. Damit hat der Hausarzt die notwendige Gerätschaft. Der Hausarzt der selbst auch Facharzt ist, sollte genug Ahnung vom EKG haben. Den er ist auch die primäre Schlüsselstelle die bei Bedarf beim Kardiologen und evtl. sogar beim Elektrophysiologen einen Rat einholte bzw. dorthin überweist.

Der Hausarzt misst den Blutdruck, vielleicht hört er sich das
Herz mit dem Stethoskop ab und sagt (da alles in der Norm
ist): „So Sie sind gesund, die Extrasystolen sind egal, die
sagen nichts aus.“
Würden Sie mit dieser Antwort zufrieden sein?

Darum ging es gerade aber nicht.

Schön und gut, es gibt viele Studien, die unsinnig sind. Man
muss denen aber keinen Glauben schenken.
Ich glaube trotzdem, dass viel häufiger Todesursachen durch
Herzversagen bei Extrasystole-Patienten vorkommen, als bei
nicht „Extrasystolikern“.

Das stimmt soweit, wenn man alle Extrasystolen über einen Kamm schert.
Meine Aussage sollte die sein. Beim Auftreten einer malignen HRST ist der Patient der nie vorher benigne HRST Störungen hat, mehr gefährtet als der Patient der sowas schon mal gehabt hat, oder gelegentlich hat.
Genauso sagt es die Studie, deren Glaube ich auch auch klinischer Erfahrung glauben schenke.

Es wird von vielen Ärzten immer schön geredet, um den
Patienten nicht zu verunsichern und deren Compliance zu
gewährleisten - in Wirklichkeit wissen viele einfach die
Ursache nicht.

Solange jeder weiss, was er macht, sollte das Problem nicht vorhanden sein.

Liebe Grüsse

Anja

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Hallo,

aber man möchte sich doch vergewissern

Und dafür ist jemand, der noch in der Ausbildung zum Rettungsassistenten steckt (nebenbei: prima! :smile: ), sicherlich geeigneter als der Facharzt, der das EKG geschrieben hat…

Grüße
niere

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Vorsicht mit Halbwissen…
Hi!

Solche Extrasystolen können aus welchen Gründen auch immer
entstehen, es gibt einige.
Ich will Sie nicht verängstigen (das der Witz), aber
ungefährlich ist es nicht - es kommt auf die Ursache für diese
an.

Wären sie immer gefährlich, würde kein Mensch mehr auf der Welt wandern…
Extrasystolen kommen auch physiologisch (natürlicherweise) vor - z.b. bei völlig herzgesunden Menschen, oft auch bei Jugendlichen und Kindern. Denn das Herz ist nun mal keine Präzisions-Atomuhr, sondern kann sich schon mal leicht „verhaspeln“ und ungenau gehen - auch wenn KEIN krankhafter Grund dafür vorliegt!

Wenn der Stuhlgang morgens mal zwei Stunden später auftritt und nicht wie gewohnt nach dem ersten Kaffee, vermutet man ja auch nicht gleich einen Darmverschluß oder gar Darmkrebs, oder?!

Der UP schreibt, es lägen einzelne Extraschläge vor, diese werden nach Lown niedrig klassifziert. Das heißt soviel, als daß sie meist tatsächlich harmlos sind.
Höhergradige Extrasystolie zeigt sich mit sehr häufigen Extrasystolen, die meist auch in Folge auftreten (als Couplet, Triplet oder Salven) und manchmal auch unterschiedlich aussehen (polymorph sind). Hier wäre die Suche nach einer kardialen Ursache sinnvoll - allerdings dürfte der Pat. in solchen Fällen meistens die Herzerkrankung zuerst bemerkt/erlebt haben, bevor die maligne Extrasystolie überhaupt erstmalig auftrat. Der umgekehrte Fall ist eher die Ausnahme.

Viele Leute haben Extrasystolen auf Grund von einer
zusätzlichen Erregung, andere durch nicht korrekte
Zusammenarbeit der Herz-Reizsysteme, es gibt etliche Gründe.

Hier verwürfelst du Extrasystolen mit anderen Rhythmusstörungen. Diese Aussage stimmt auf die Extrasystolen bezogen einfach nicht.

Aber viele haben auch nicht ganz verschließende Klappen, also
wenn der Verlust minimal ist, kann man es als „unbedeutend“
ansehen - das kann auch Extrasystolen auslösen.

Ja, auch. Aber undichte Klappen sind nicht die häufigsten Gründe dafür. Die häufigsten Ursachen sind strukturelle, meist erworbene Herzfehler, die den Muskel selbst betreffen, wie z.b. Untergang eines bestimmten Herzmuskelareals nach einem Herzinfarkt, oder bei Kardiomyopathien.

Bitte erst genauer informieren, bevor man unnötig Ängste schürt…

Gruß,
Sharon

Was soll das denn Bitte heißen?

Haaalt, Katecholamine einfahren. :smile:

Was soll das denn Bitte heißen?

  1. … dass ich Engagement im Rettungswesen (sei es als Ehrenamtlicher, Ausbilder oder Hauptberuflicher) begrüße.

  2. … dass ich es begrüße, wenn (wie hier geschehen) fachkundige Antworten gegeben werden.

  3. aber, dass ich die (nicht seltene) Situation immer wieder überraschend finde: Ein (Fach-)Arzt erklärt im persönlichen Gespräch etwas, „besser“ fühlt sich der jeweilige Mensch, wenn es irgendwo im Internet nochmal jemand genauso sagt - völlig unabhängig von der Qualifikation.

Und 4.: siehe 1. + 2. :wink:

Schönen Abend noch!!
niere

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Ok, ich wusste nur nicht ob da jede Menge Ironie drin waren oder du es meintest wie es geschrieben steht :smile:

den jkann ich nur eben so wünschen!

gruß

der Schma

Ich habe nicht geschrieben, dass alle Extrasystolen gefährlich sind. Ich habe lediglich erwähnt, dass sie unter Umständen gefährlich sein können.
Sie haben aber Recht, bei allem anderen.