Beim ersten Schuss der KFOR-Rückzug

Guten Tag zusammen,

grad lese ich die Nachrichten und muss mir ernsthaft Überlegen wozu eigentlich die KFOR-Truppe in Kosovo gut ist. Sobald der ersten Unruhen kommen sind die UN-Soldaten weg.
Wozu werden Soldaten zur Friedenssicherung geschickt wenn diese als erstes den Rückzug antreten sobald es Stress gibt?
Sollten die nicht in „Friedenssicherung zu Entspannungszeiten“ heissen? Oder wie soll man es sonst Deklarieren?

Danke für die Aufmerksamkeit

Asi

grad lese ich die Nachrichten und muss mir ernsthaft Überlegen
wozu eigentlich die KFOR-Truppe in Kosovo gut ist. Sobald der
ersten Unruhen kommen sind die UN-Soldaten weg.

Soso, ich gehe davon aus, dass du dich selbstverständlich heldenhaft dem „Feind“ entgegen werfen würdest, wenn du als kleiner Streifenpolizist von einer Übermacht an Angreifern mit automatischen Waffen beschossen wirst…

Wozu werden Soldaten zur Friedenssicherung geschickt wenn
diese als erstes den Rückzug antreten sobald es Stress gibt?

Oftmals ist es bei weitem produktiver zunächst einmal auszuweichen, Kräfte zu sammeln und zu gruppieren, um dann geplant und gezielt vorzugehen. Damit nimmt man dem Gegner nämlich die Initiative.

Sollten die nicht in „Friedenssicherung zu Entspannungszeiten“
heissen? Oder wie soll man es sonst Deklarieren?

Was erwartest du? Standrechtliche Erschießungen jedes Störers?
Orts- und Häuserkampf? Luftangriffe auf Wohngebiete?
UN-Polizei und Nato haben sich zunächst zurückgezogen, was wohl auch sehr sinnig ist. Die KFOR hat dann, nachdem sie Kräfte herangeführt hat die Lage erst einmal wieder unter Kontrolle gebracht.

Die UN-Polizei ist nicht dazu ausgerüstet sich mit Großlagen wie Unruhen auseinanderzusetzen, zudem mangelt es hier auch an einheitlicher, durchsetzungsfähiger Führung und einheitlicher Ausbildung - von einer einheitlichen Sprache mal ganz abgesehen. Die UN-Polizei ist nunmal zusammengewürfelt aus aller Herren Länder.
Und für solche Großlagen ist die KFOR auch entsprechend ausgerüstet und ausgebildet, nur müssen entsprechende Kräfte selbstverständlich auch erst einmal herangeführt werden.

Gruß Andreas

Hallo,

grad lese ich die Nachrichten und muss mir ernsthaft Überlegen
wozu eigentlich die KFOR-Truppe in Kosovo gut ist. Sobald der
ersten Unruhen kommen sind die UN-Soldaten weg.

So reagierte die UNO bisher in jeder Krise und so wird (muss)
sie immer reagieren. Was soll sie auch sonst tun?

Um einer massiven eskalierenden Gewalt entgegenzutreten bräuchte
die UNO klare Befehle und entsprechende Ausrüstung und Soldaten,
die dafür ausgebildet und motiviert sind notfalls für diese UN-
Mission zu sterben. Nichts davon ist auch nur im Ansatz vorhanden.

Jeder Glaube, dass die UNO irgendeinen Konflikt beruhigen könnte
in dem auch nur eine ‚Konfliktpartei‘ sich Vorteile von einer
Fortsetzung der Gewalt verspricht, ist naiv und zeigt eklatante
Mängel in geschichtlichen Wissen.

Lies mal ‚Mord am großen Fluss‘ von Peter Scholl-Latour …

Wozu werden Soldaten zur Friedenssicherung geschickt wenn
diese als erstes den Rückzug antreten sobald es Stress gibt?

In der Theorie sollen sie zwischen misstrauischen Parteien
vor Ort vermitteln, wenn diese sich zu sehr misstrauen um damit
allein klarzukommen. Bestenfalls sind sie eine Art Schiedsrichter
der der Welt (nach der eigenen Flucht) mitteilt wer angefangen
hat.

In der Praxis stehen sich im Kosovo zwei Machtblöcke gegenüber
die beide kein Interesse an Frieden haben. Die Serben wollen
ihre Siedlungsgebiete so umbauen das sie verteidigungsfähig sind
und die Albaner wollen ein 'serbenfreies Kosovo. Beide Seiten
haben ihre Waffenlieferanten und ihre Schutzmacht im UN-Sicher-
heitsrat. Russisches Geld und arabisches Geld wirken mit. Was
soll da die UNO ausrichten?

Sollten die nicht in „Friedenssicherung zu Entspannungszeiten“
heissen? Oder wie soll man es sonst Deklarieren?

Das sind nur Ediketten um zuhause den Einsatz der UNO-Truppen
zu rechtfertigen … sprich um den Wählern in westlichen Demo-
kratien Sand in die Augen zu streuen.

Viele Grüße

Jake

Um einer massiven eskalierenden Gewalt entgegenzutreten
bräuchte die UNO klare Befehle und entsprechende Ausrüstung und
Soldaten, die dafür ausgebildet und motiviert sind notfalls für diese
UN- Mission zu sterben. Nichts davon ist auch nur im Ansatz
vorhanden.

Ähem, fehlen da eventuell die banalsten Sachkenntnisse zum Thema?
Die UN betreibt im Kosovo eine Verwaltungs- und Polizeimission. Das hat mit der von der NATO gestellten KFOR, die - wie man ja sieht - durchaus in der Lage ist mit den Entwicklungen umzugehen, zunächst einmal nichts zu tun.
Und ja, die KFOR hat klare Befehle, geeignete Ausbildung und Ausrüstung und genug Soldaten. Insbesondere die Franzosen (um deren Sektor es hier geht) sind nicht gerade für ihre Untätigkeit und unangebrachte Milde bekannt.

Gruß Andreas

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Hallo,

wie Andreas unten schon geschrieben hat, stimmt Deine Beschreibung nicht:

grad lese ich die Nachrichten und muss mir ernsthaft Überlegen
wozu eigentlich die KFOR-Truppe in Kosovo gut ist. Sobald der
ersten Unruhen kommen sind die UN-Soldaten weg.

Zurückgezogen hat sich die UNO-Polizei (UNMIK- United Nations Mission In Kosovo), dafür ist die KFOR-Truppe eingerückt. Frage erledigt!?

Andreas

wie wärs mit zurückschiessen?
Hi,

Soso, ich gehe davon aus, dass du dich selbstverständlich
heldenhaft dem „Feind“ entgegen werfen würdest, wenn du als
kleiner Streifenpolizist von einer Übermacht an Angreifern mit
automatischen Waffen beschossen wirst…

ich bezweifle das die un-polizei „nur“ mit pistolen bewaffnet durch die gegend läuft. auch wenn nicht direkt schweres gerät zur stelle ist, sollte man diese schleunigst hinkarren…

Oftmals ist es bei weitem produktiver zunächst einmal
auszuweichen, Kräfte zu sammeln und zu gruppieren, um dann
geplant und gezielt vorzugehen. Damit nimmt man dem Gegner
nämlich die Initiative.

das gilt für kämpfe im offenen feld…im urbanen gebieten:
-deckung
-unterstützung anfordern
-alles plattmachen

Was erwartest du? Standrechtliche Erschießungen jedes Störers?
Orts- und Häuserkampf? Luftangriffe auf Wohngebiete?
UN-Polizei und Nato haben sich zunächst zurückgezogen, was
wohl auch sehr sinnig ist. Die KFOR hat dann, nachdem sie
Kräfte herangeführt hat die Lage erst einmal wieder unter
Kontrolle gebracht.

kontrolle gebracht = die angreifer hatten alle muniton verballert, alle brandstätze geworfen und alles frust abgeladen…dann sind sie in aller ruhe nach hause marschiert

Die UN-Polizei ist nicht dazu ausgerüstet sich mit Großlagen
wie Unruhen auseinanderzusetzen, zudem mangelt es hier auch an
einheitlicher, durchsetzungsfähiger Führung und einheitlicher
Ausbildung - von einer einheitlichen Sprache mal ganz
abgesehen. Die UN-Polizei ist nunmal zusammengewürfelt aus
aller Herren Länder.
Und für solche Großlagen ist die KFOR auch entsprechend
ausgerüstet und ausgebildet, nur müssen entsprechende Kräfte
selbstverständlich auch erst einmal herangeführt werden.

nur mal zum verständnis…„zurückschiessen“ sollte eigentlich in jeder sprache,konfession und ausbildungsgrad gelernt worden sein…
wozu sonst sollte man eine waffe mitführen wenn man nicht diese in einem direkten angriff einsetzen kann?
wenn die soldaten dort den frieden nicht sichern können/wollen/dürfen dann haben die dort nix verloren…

Gruß Andreas

gruß back

asi

Eine Waffe die man nicht benutzt …,
ist eine Waffe die man nicht hat.

Hi

Zurückgezogen hat sich die UNO-Polizei (UNMIK- United Nations
Mission In Kosovo), dafür ist die KFOR-Truppe eingerückt.
Frage erledigt!?

äähhmmmm… also sind soldaten mit hellblauen barets abgezogen, dafür sind andere mit dunkelblauen barets gekommen um die lage wieder unter kontrolle zu bringen…
wir können gerne die katze n fisch nennen, schwimmen wird sie trotzdem net

Andreas

asi

ich bezweifle das die un-polizei „nur“ mit pistolen bewaffnet
durch die gegend läuft.

Klar, grundsätzlich mit Pistolen, bei der Stürmung und Absicherung der Stürmung des Gerichts hatten viele der Kollegen auch MPs oder Gewehre dabei, aber was bringt das bei einem unfriedlichen Mob?

auch wenn nicht direkt schweres gerät
zur stelle ist, sollte man diese schleunigst hinkarren…

Wie gesagt (hast du evtl. nicht ganz verstanden): Die UN-Polizei ist weder ausgerüstet, noch einheitlich ausgebildet, um Großlagen wie Unruhen zu begegnen. Das ist Sache der KFOR.

Oftmals ist es bei weitem produktiver zunächst einmal
auszuweichen, Kräfte zu sammeln und zu gruppieren, um dann
geplant und gezielt vorzugehen. Damit nimmt man dem Gegner
nämlich die Initiative.

das gilt für kämpfe im offenen feld…im urbanen gebieten:
-deckung
-unterstützung anfordern
-alles plattmachen

Sorry, dass ich dir das jetzt mal spontan so deutlich sagen muss, aber du hast offensichtich nicht den Hauch einer Ahnung von der Materie und es scheint sogar am gesunden Menschenverstand zu mangeln. :wink:

kontrolle gebracht = die angreifer hatten alle muniton
verballert, alle brandstätze geworfen und alles frust
abgeladen…dann sind sie in aller ruhe nach hause marschiert

Die Munition und Waffen, die im Kosovo lagern dürften wohl ohne Probleme für durchaus längere Unruhen ausreichen. :wink:
Eventuell informierst du dich vor deinen nächsten Beiträgen einfach ein wenig und schaltest dein Kopf-Kino mal ab.

nur mal zum verständnis…„zurückschiessen“ sollte eigentlich
in jeder sprache,konfession und ausbildungsgrad gelernt worden
sein…

Auf wen? Auf Steineschmeißer? Auf Molly- und Granatenwerfer mitten in der Menge? Und klar, die Heckenschützen werden sich gut sichtbar auf einen leeren Platz gestellt und gerufen haben „Ich schieße jetzt auf euch, nur dass ihr Bescheid wisst!“.

wozu sonst sollte man eine waffe mitführen wenn man nicht
diese in einem direkten angriff einsetzen kann?

Ja, glorreich - aber sinnlos - angesichts der Übermacht untergehen. Warum haben wir dich nicht als Chefstrategen in Afghanistan? Du würdest da doch sofort aufräumen. *lol*

wenn die soldaten dort den frieden nicht sichern
können/wollen/dürfen dann haben die dort nix verloren…

Noch mal für dich zum Verständnis: Die KFOR-Soldaten haben da relativ zügig wieder die Ordnung hergestellt. :wink:

Gruß Andreas

wir können gerne die katze n fisch nennen, schwimmen wird sie
trotzdem net

Du willst nicht, oder?

Andreas

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