wo ich gerade den Artikel unten bezüglich des Essens gelesen haben kommt mir auch gleich eine Frage in den Sinn. Unser kleiner Rocker, zwei Jahre und ein bisschen, ist zwar ein guter Esser (macht zwar seine Sperenzien aber alles noch im Rahmen) macht mir aber in einer Hinsicht doch etwas Kummer:
Beim Essen vergisst er das kauen. Gemüse, Joghurt etc… alles kein Problem aber bei einer Knackwurst oder bei Brot stopft er sich den Mund oft so voll das er es nach ein zwei Minuten wieder ausspuckt. Selbst bei mundgerechten Stückchen kommt es fast immer vor das er nach ein zwei mal kauen den Happen einfach runter schluckt.
Reden, vormachen hat bis jetzt noch nichts geholfen gesund kann es aber doch nicht sein. Wie kann ich/wir Ihm nun das kauen an Herz legen ?
schlecht kauen und schlingen ist generell eine Marotte unserer Zeit. Wir Großen machen es den Kleinen vor. Und die erleben, wie wir neben einer Beschäftigung etwas essen können. Und das kenne ich bei den Meinen auch: da muß der Magen schon in der Kniekehle pendeln, wenn sei bereit sind sich zum Essen hinzusetzen, weil momentan alles andere viel interessanter ist. Ich könnte von Spaghettis erzählen, was ich aber lieber nicht tue…
Reden, vormachen hat bis jetzt noch nichts geholfen gesund
kann es aber doch nicht sein. Wie kann ich/wir Ihm nun das
kauen an Herz legen ?
Also, langer Laber kurzer Sinn. Dass dein Kleiner dir verständnisvoll recht gibt, wenn du ihm zu Kauen ermahnst, ist unwahrscheinlich. Das macht er auch nicht mit zehn.
Ich z.B. lege Wert darauf, dass meine Töchter sich „ordentlich“ (Füße unter dem Tisch) an den Tisch setzen, - fördert die Konzentration aufs Geschehen am Tisch, kein Spielzeug neben bei, kleine überschaubare Mengen auf dem Teller - motiviert eher zum Essen, weil ein Ende absehbar ist…
Wenn er die Grillbockwurst gerne im Ganzen in sein Mäulchen stopft, dann würde ich sie gleich wieder rausholen, und Brocken schneiden. Und viel Trinken lassen, der Verdauung wegen. Und du mußt dir halt als Elter Zeit nehmen, neben ihm bleiben, ihm das Essen im wahren Sinn des Wortes beibringen, ihm soviel Essen im Moment zuteilen wie er gerade bewältigen kann, mit ihm reden „schmeckt´s gut? die Soße ist lecker, gell, willst du ein Brot dazu…“, so konzentriert er sich auf seine Sinne, und ist in Gedanken nicht schon wieder im Sandkasten.
Ich bin davon überzeugt, dass viele Verdauungs- und Gewichtsprobleme von unserer nachlässigen Einstellung zur Nahrungsaufnahme herrühren.
Wer erst einmal den Dreh raus hat sich seine Zeit zum Essen zu nehmen, der kann bald nicht mehr anders.
viele Grüße
grilla *die leider auch gerne beim Computern nascht*
mit dem „die Zeiten haben sich geändert“ magst du sicherlich recht haben und sobald ich mich unbeobachtet fühle esse ich wahrscheinlich auch nicht viel anders.
Unserem kleinen Rocker gegenüber versuchen wir aber bewusst ein Vorbild zu sein. Auch haben wir uns an feste Zeiten am Esstisch gewöhnt.
Bei deinem Tipp mit dem Spielzeug habe ich mich sofort ertappt gefühlt, wobei und das zu meiner/unserer Entschuldigung, unser Kleiner aus allem ein Spielzeug macht.
Es ist schön zu wissen, dass wir nicht alleine mit diesem Problem dastehen und vielleicht hat ja noch jedem den alles umfassenden Tipp, denn im Moment habe ich das Gefühl es wird von Tag zu Tag schlimmer.