Beim Psychologen gewesen

Hallo,

ich hatte nun gestern meinen aller ersten termin bei einem Psychater,aufgrund meiner „Ticks“ und meiner „Depressionen“

War ziemlich nervös und eigentlich schon die tage davor,ziemlich angespannt,da ich nicht wuste was mich erwartet.

Mitlerweile,habe ich das gefühl,das mich irgendwie,gar keiner richtig ernst nimmt und mich einfach nur so krankschreibt.Ich habe das gefühl das wenn ich zu den ärzten gehe,sie mir nicht zu höhren wollen und mich als „Faul“ abstempeln.
Ich weiß nicht wie ich das beschreiben soll,einfach komische situationen,das letzte gespräch,wenn ich es so nennen kann,waren 2 min."Wie gehts?wie lange wollen sie dieses mal zu hause bleiben,gut,ist eine reine formsache,müßen aufpassen das es nicht über 6 wochen so geht"Ich will nicht zu hause bleiben,weil ich faul bin,ich möchte das sich jemand,meine probleme an nimmt und mir versucht zu helfen.Das waren die wortlaute meines hausarztes mit einer packung citalopram.Die ich abends nehmen sollte…„Ich habs bislang nicht gemacht,weil ich angst vor den dingern habe,habe einwenig im www nachgelesen und weiß nun nicht was ich machen soll,ging so viele jahre ohne tabletten und nun soll ich welche nehmen,ich weiß nicht“

Das war nun letzte woche,gestern wie gesagt,war ich nun beim Psychologen,ich hab mir das ganze etwas anders vorgestellt,das soll nun auch kein vorwurf gegen über ärzte sein,aber massen abfertigung,mag ich persönlich nicht,ich fühle mich da immer als wenn ich ein nichts wäre und das hilft mir absolut nicht weiter im gegenteil…

Das gespräch ging eigentlich sehr schnell,ich glaube ich war binnen 10 minuten mit warte zeit wieder draußen.Es wurde nur gefragt was ich habe,wie lange ich schon krankgeschrieben bin und warum ich nicht schon früher gekommen bin.Obs was mit der arbeit zu tuen hat und wie lange ich das schon habe.
Als ich den punkt mit der arbeit angesprochen hatte,kahm ich mir vor als wenn ich was falsches gesagt hätte"mit der arbeit hat das nichts zu tuen"und in welcher ton lage.Ich sagte nur das wennn ich streß habe und die habe ich nun mal auf der arbeit,meine ticks schlimmer werden und mich damit keiner ernst nimmt und ich dann „hänge“ bei den kunden und mir das un angenehm ist.Das wollte sie aber irgendwie nicht höhren,fragte mich ob mir mein job wichtig wäre und das arbeitslosigkeit scheiße wäre…ja,das weiß ich wohl selber,dafür hätte ich da nicht hin gehen brauchen,hab ich mir so gedacht.

Der Psycholge hat mir dann wiederum Paroxetin aufgeschrieben,die solle ich nehmen,auch abends und mann könne meine „Ticks“ nur so behandeln,andere dinge würden nicht helfen…Damit war das gespräch zu ende und ich nichts schlauer als vorher.

Nun habe ich 2 verschloßene Packungen mit antidpressiva hier liegen und weiß nicht was ich machen soll und ob das wirklich der sinn ist.
Ich meine,wenn mann schon keine zeit hat zu zu höhren und so schnell abbehandelt wird,woher weiß ich dann,das tabletten mir helfen würden.Bei beiden ärzten worde ich nicht auf neben wirkungen aufgeklärt,das muste ich mir selber zusammen suchen,gut die beipack zettel sind dabei,aber ist das normal?Darf ich ich mit tabletten maschienen bewegen,KFZ fahren?

Was ich so lese macht mir noch mehr angst…

Ich soll jetzt Montag nochmal zum Psychologen,allerdings,weiß ich nicht warum.Das worde mir nicht gesagt.Ich hab da ein sehr un gutes gefühl.Fühl mich irgendwie von allen miß verstanden und weiß nun ehrlich gesagt nicht wie es weiter gehen soll.Ich bin nun die 4 woche zu hause,die von der arbeit rufen ständig an,die ärzte,so ist mein gefühl,stempeln mich als „faulen“ Hund ab und ich bin immer noch da,wo ich vor 4 wochen war.Alleine der satz,„wer sie nun noch krank schreibt,ist mir egal,kann ich machen oder ihr hausarzt.“

Wenn es nach mir ginge,möchte ich gar nicht krank sein und arbeiten und ich geh bestimmt nicht diesen un angenehmen weg,nur um eine Krankschreibung zu bekommen.

Ich weiß nun wirklich nicht was ich machen soll,ich bin am überlegen,einfach ab zu brechen,zu tuen als wäre nichts gewesen,meine arbeit wieder auf zu nehmen und mich weiter mit meinem Ticks und schlechter laune auf die menscheit zu begeben.Den so habe ich das gefühl,das es eh nichts bringt.

Seitdem ich die arzt besuche habe,hänge ich noch stärker,schlafe noch weniger,mit schlecht gelaunt,hänge durch und mache mir immer und über alles einen Kopf.Ich geh kaum noch raus und bekomme gänsehaut,wenns klingelt oder das handy geht.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr weiter…

Aber ich dank euch für eure anteilnahme,auch die hilfe stellung in meinem letzten beitrag,hat mir sehr sehr geholfen,die tage fühlte ich mich anders,als ich es gelesen hatte.das hat irgendwie geholfen.

Dank euch

[MOD Jule]Titel archivtauglich gemacht

Hallo.

Du hast doch noch eine Verabredung, oder?

Dann sollst du 1. deine Medikamente gewissenhaft nehmen, und 2. treu wieder zum Psychologen (bzw. Arzt) gehen.

Leider sind in diesen Sachen vier Wochen keine lange Zeit, besonders wenn du bisher keine Medikamente genommen hast. Das weiss ich aus eigener Erfahrung.

Beste Grüsse,
TR

Hallo!

Es fällt Allgemeinärzten sehr schwer psychische Störungen ernst zu nehmen, das ist leider so. Es ist nicht Teil ihrer Ausbildung gewesen, viele stammen noch aus der Zeit, in der manche heute bekannten Störungsbilder so selten waren das man sie garnicht wirklich zur Kenntnis nahm. Die Depression ist so ein Beispiel, die Prävalenz, also das Auftauchen, ist in den letzten Jahren erst so sprunghaft angestiegen.

Du hast mit dem Besuch eines Psychiaters (Psychologen verschreiben keine Medikamente, dürfen sie nicht) das richtige getan.

Die Nebenwirkungen von Anti-Depressiva lesen sich härter als sie sind. Das liegt daran, dass man sie angeben muss, selbst wenn sie nur bei 1 von 10000 Personen aufgetreten sind. Wichtiger sind die Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, wenn Du welche einnimmst.

Ich weis nicht wie genau er dich über die Wirkweise von diesen Medikamenten aufgeklärt hat, sehr viele Ärzte sind da hoch nachlässig.

Die Mittel brauchen 2-3 Wochen überhaupt zum Wirken. Das ist leider unvermeidbar. Ich nehme an Du bekommst sogenannte SSRIs, diese sorgen über ein paar Tricks dafür das mehr vom Neurotransmitter Seorotonin im Gehirn befindlich ist. Dieser Stoff hängt mit Depression zusammen.
Dafür müssen die Wirkstoffe aber erstmal die Synapsen manipulieren, und dieser Prozess dauert leider so lange.

Wenn sich deine Stimmung verschlechtern sollte, keine Sorge, dass sind Wechselwirkungen der Umstellung des Organismus.

SOllte deine Stimmung subjektiv unerträglich werden, zögere nicht eine psychiatrische Klinik um Aufnahme zu bitten.

Ansonsten würde ich überlegen nicht einen Psychotherapeuten um einen Termin zu bitten. Medikamente können helfen, aber ohne eine begleitende Psychotherapie ist die Sache immer ein wenig schwach.

Hallo,

mir stehen die Haare zu Berge!

Nach 2 Minuten Gespräch mit dem einen Arzt Citalopram.

Nach 10 Minuten Gespräch mit dem anderen Arzt zusätzlich Paroxetin.

Wissen die Ärzte voneinander?

Was mich wundert ist, das ein Patient vom Arzt kommt und danach im Internet um Rat und Hilfe bittet. Mache dir bitte mal klar, das hier (im Internet) niemand verantwortlich gemacht werden kann für das, was er von sich gibt. Wenn du also nicht weißt, was du jetzt machen sollst, dann gehe am besten noch einmal zu deinem Hausarzt und verlange von ihm, das er dir zuhört und dich ernst nimmt. Du kannst auch deine Krankenkasse um Rat fragen, vielleicht auch die Ärztekammer oder einen Rechtsanwalt. Auf jeden Fall stelle deine Fragen jemanden, der fachlich qualifiziert ist und dir unmittelbar zur Seite steht. Warte damit nicht lange, mache es am besten jetzt gleich!

Viele Grüße
Ralf

Hallo,

ich möchte das sich jemand,meine
probleme an nimmt und mir versucht zu helfen.

… und gleichzeitig stellst Du in Frage, dass Dir überhaupt jemand helfen kann oder will.

Du hast Dir das „Ganze etwas anders vorgestellt“, „ein ungutes Gefühl“, nimmst die Medikamente nicht, willst einen weiteren Termin nicht wahrnehmen, weil Du das „Gefühl“ hast, „dass es nichts bringt“ etc.

Wie sollen Ärzte Dir helfen, wenn Du ihnen nicht vertraust, Dein Gefühl über ihr Fachwissen stellst und es von vornherein ablehnst, das zu tun, was sie Dir empfehlen?

Solange Du Dich nicht dazu durchringen kannst, Dich auf eine vorgeschlagene Behandlung einzulassen, drehst Du Dich im Kreis, und an Deinem gegenwärtigen Zustand wird sich definitiv nichts ändern.

Den nächsten Termin würde ich an Deiner Stelle auf jeden Fall wahrnehmen - Du hast nichts zu verlieren, aber eine Chance, dass sich Dein Befinden nachhaltig verbessert.
Das kann aber nur glücken, wenn Du kooperierst.

Gruß
Kreszenz

Hallo excentric30,

bitte um etwas Nachsicht, dass ich etwas weit aushole:

Ärzte, Psychologen und Psychotherapeuten sind eigentlich unberechenbarer als es Antidepressiva sind. Bis heute hat die medizinische Heilkunst zwar Fortschritte zu verzeichnen. Aber das ist höchstend den Wissenschaften und Zufällen zu verdanken und dem Umstand, dass die Menschheit nicht ausgestorben ist. Der Gesetzgeber hat es bis heute nicht vermocht, den praktizierenden Heilern etwa genau so wie den Antidepressiva eine Art persönlichen Beipackzettel vorzuschreiben, der jeden Patienten über die medizinisch nachteiligen Behandlungsnebenwirkungen aufklärt. Das gilt um so mehr für Kassenpatienten, weil die noch weniger Wahlfreiheiten haben. Von daher grenzt jeder Behandlungserfolg nahezu an ein Wunder.

Zum Beipackzettel:

So lange der nicht gesetzlich vorgeschrieben ist, obliegt es den Patienten selbst, in Eigeninitiative also, danach zu fragen. Und nicht nur einmal, sondern immer wieder. Wichtig wäre eine schriftliche Vereinbarung in Form eines Protokolls mit Angaben über die Behandlung, deren Dauer und eine verbindliche Angabe über den unter realistischen Bedingungen voraussichtlch zu erwartenden Erfolg.

Die Halbgötter in Weiß, die dafür nicht einmal Verständis zeigen, sind grundsätzlich unseriös. Als Patient weiß man zumindest woran man mit denen ist. Es fällt jedenfalls leichter zu entscheiden, ob man sich damit arangieren möchte oder nicht. Denn mit unter ist etwas mehr als nichts und um selbst noch über Alternativen nachzudenken (Sport, Fortbildung, Kunst, soziales Engagement etc.). Die Chance auf Heilung ist eben nur so groß, wie die Gesundheit einem selbst etwas Wert ist.

Hallo excentric,

nun, warum soll es beim Psychiater anders sein, als beim „normalen“ Arzt ? Die Anzahl der schwarzen Schafe übersteigt auch dort die Zahl der weißen um ein Vielfaches… . Ist halt so, Systembedingt.

Dass Du die Psychopharmaka erst mal nicht nimmst, finde ich super. Versuche da erst mal hart zu bleiben.

Wenn Du möchtest, kannst Du ja mal das hier lesen, danach wirst Du wohl niemals solche Pillen nehmen :

http://www.mut-zum-anderssein.de/PDF/PsychopharmakaW…

Die Internetseite an sich ist auch nicht schlecht.

Ansonsten fährst Du denke ich am besten damit, wenn Du versuchst, dich mit dir selbst zu arrangieren. Frei nach dem Leitspruch von Prof. Manfred Lütz ( seines Zeichens auch Psychiater, aber kein schlechter denke ich ) : „Das Gegenteil von normal ist nicht krank, sondern außergewöhnlich!“

Das Buch von Prof. Lütz ( Irre! Wir behandeln die Falschen. Unser Problem sind die Normalen.) kannst Du, wenn Du magst, ja mal lesen. Vielleicht hilft es dir ein wenig dabei, zu erkennen, dass Du -was ich stark vermute - definitiv nicht psychisch krank, sondern eben nur ein außergewöhnliches Individium bist.

Grüßle

Eric

@mki,
deine Aussagen will ich so nicht stehen lassen, das lesen ja vielleicht viele Hilfesuchenden.
Eine Allgemeinaburteilung wie

Ärzte, Psychologen und Psychotherapeuten sind eigentlich
unberechenbarer als es Antidepressiva sind.

ist zum ersten falsch und zum zweiten kontraproduktiv. Klar gibt es Schwarze Schafe - die gibt es überall. Aber alle Ärzte, Psychologen und Psychotherapeuten so über einen Kamm zu scheren… was soll das?

Bis heute hat die
medizinische Heilkunst zwar Fortschritte zu verzeichnen. Aber
das ist höchstend den Wissenschaften und Zufällen zu verdanken
und dem Umstand, dass die Menschheit nicht ausgestorben ist.

Auch dieser Satz - der imo gar keiner ist, ist ein Allgemeinplatz der gar nichts sagt. Medizin und Forschung arbeiten Hand in Hand. Und ja, viele Fragen sind noch unbeantwortet. Aber ich habe lieber einen Arzt der eine einigermaßen ordentliche Ausbildung hat, zumal ich ja auch noch die Wahl habe, als keinen Arzt.

Der Gesetzgeber hat es bis heute nicht vermocht, den
praktizierenden Heilern etwa genau so wie den Antidepressiva
eine Art persönlichen Beipackzettel vorzuschreiben, der jeden
Patienten über die medizinisch nachteiligen
Behandlungsnebenwirkungen aufklärt. Das gilt um so mehr für
Kassenpatienten, weil die noch weniger Wahlfreiheiten haben.
Von daher grenzt jeder Behandlungserfolg nahezu an ein Wunder.

Auch das ist imo eine nichts sagende Platitude. Klar ist es nicht so einfach den richtigen Arzt - egal in welchem Fach - für sich zu finden. Es gibt gute und schlechte und gute die nicht zu einem passen und schlechte die man ganz toll findet weil man ihnen vertraut.

So lange der nicht gesetzlich vorgeschrieben ist,

Wie sollte so was denn aussehen?

obliegt es
den Patienten selbst, in Eigeninitiative also, danach zu
fragen.

Das ist ein guter Rat. Für sich selbst verantwortlich zu bleiben ist immer der erste Schritt zur Genesung.

Wichtig
wäre eine schriftliche Vereinbarung in Form eines Protokolls
mit Angaben über die Behandlung, deren Dauer und eine
verbindliche Angabe über den unter realistischen Bedingungen
voraussichtlch zu erwartenden Erfolg.

Teils/teils. Eine Vereinbarung ist sicher prima, aber wie sollte bei psychischen Erkrankungen, bei denen die zugrunde liegenden Stoffwechselprobleme nicht bekannt sind ein ‚zu erwartender Erfolg‘ vereinbart werden. Da könnte der Arzt oder Psychologe höchstens auf Statistiken verweisen.

Die Halbgötter in Weiß, die dafür nicht einmal Verständnis
zeigen, sind grundsätzlich unseriös.

Wieder so eine Verallgemeinerung… das macht deine Aussagen unseriös.

Die Chance auf
Heilung ist eben nur so groß, wie die Gesundheit einem selbst
etwas Wert ist.

Und das empfinde ich schon fast zynisch. Einem Menschen mit Depressionen unterschieben zu wollen, wenn er nicht Gesund würde, wäre ihm seine Gesundheit halt nichts wert… na ja…

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Hallo,

deine negativen Gefühle sind Teil deines Krankheitsbildes. Dass du dich nicht ernstgenommen fühlst, beschreibst du ja nicht zum ersten Mal als Problem. Und wenn ich deine umfangreichen (und sich immer wieder im Kreis drehenden) Postings hier lese, dann vermute ich, dass es auch gar nicht leicht sein wird, dir das Gefühl zu vermitteln, ernstgenommen zu werden.

Auch diese Form des Festhängens in dem Bedürfnis, immer und immer wieder ausführlich mitteilen zu müssen, was man empfindet, gehört zum Krankheitsbild. Du wirst allerdings keinen Schritt weiterkommen, wenn du die selbe Geschichte noch hundert Mal erzählst. Du bestärkst dich damit nur selbst im Verhaftetbleiben deiner negativen Empfindungen. Das ist nicht schuldhaft - es ist Teil der Störung.

Nach meiner Erfahrung dienen Erstgespräche häufig in erster Linie einer groben Einschätzung des Patienten und des Problems. Nachdem du am Montag schon den nächsten Termin hast, könnte ich mir vorstellen, dass dieser dazu dient, abzuchecken, ob du wiederkommst und somit Bereitschaft zeigst, an deinem Problem zu arbeiten.

Bleibst du weg, ist das Signal für den Therapeuten klar. Er hat dann Platz für den nächsten Patienten, der daran interessiert ist und auch die nötige Energie aufbringt, seine Probleme lösen zu wollen.

Heißt: Du musst entscheiden, was du willst: Dem Therapeuten - und damit in erster Linie dir selbst - eine Chance geben oder in deinen schlechten Gefühlen und Zwängen verharren.

Und um ein altbekanntes, aber mir liebes Zitat zu bemühen: „Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren“.

Schöne Grüße,
Jule

Hallo

Du hast mit dem Besuch eines Psychiaters (Psychologen
verschreiben keine Medikamente, dürfen sie nicht) das richtige
getan.

Genau - sie verschreiben keine Medikamente, schreiben auch keine Krankschreibungen aus und meistens kommt man nach exakt 60 Minuten wieder raus (und nicht nach 10 Minuten).

Die Nebenwirkungen von Anti-Depressiva lesen sich härter als
sie sind. Das liegt daran, dass man sie angeben muss, selbst
wenn sie nur bei 1 von 10000 Personen aufgetreten sind.
Wichtiger sind die Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten,
wenn Du welche einnimmst.

Ich würde die Nebenwirkungen von Antidepressiva nicht unterschätzen - überschätzen natürlich auch nicht, aber gerade in den ersten 14 Tagen können erhebliche Nebenwirkungen eintreten, die dann aber wieder verschwinden.

Ich weis nicht wie genau er dich über die Wirkweise von diesen
Medikamenten aufgeklärt hat, sehr viele Ärzte sind da hoch
nachlässig.

Wohl wahr - deshalb sollte man als Patient hartneckig nachfragen.

Wenn sich deine Stimmung verschlechtern sollte, keine Sorge,
dass sind Wechselwirkungen der Umstellung des Organismus.

Eine sich verschlechternde Depression sollte immer dem Arzt mitgeteilt werden. „Keine Sorge“ hilft keinem Depressivem, sondern nur genaues Beobachten und Fachwissen mitteilen.

SOllte deine Stimmung subjektiv unerträglich werden, zögere
nicht eine psychiatrische Klinik um Aufnahme zu bitten.

Unbedingt.

Ansonsten würde ich überlegen nicht einen Psychotherapeuten um
einen Termin zu bitten. Medikamente können helfen, aber ohne
eine begleitende Psychotherapie ist die Sache immer ein wenig
schwach.

Du meist wohl er SOLLTE einen psychologischen Psychotherapeuten aufsuchen (das „nicht“ lässt einem das Gegenteil interpretieren, was wohl von Dir nicht gemeint ist.

Antidepressiva sollten grundsätzlich nicht ohne begleitende Therapie genommen werden.

Viele Grüße

Pollux36,

danke. Pauschalierungen und Verunsicherungen - das ist zusammenfassend Deine Kritik an meiner Antwort. Mal sehn.

Im Gegensatz zu Deiner Kritik, sehe ich im Mittelpunkt ausnahmslos die Patienten, die Behandelnden drum herum. Ich halte es für bedeutsam, dass die Patienten ihre Sichtweise von grundauf ändern sollten. Es geht mir um Bedeutsamkeiten. Es ist absolut unerheblich , ob und wieviel die Mediziner und Therapeut an Kunstfehlern begehen. Der eine, noch so unscheinbare Fehler, könnte der schwerwiegende sein und sei es dass der Patient zwei mal den gleichen Weg geht. Die These von den wenigen schwarzen Schafen ist grundlegend irreführend. Alle Behandelnden sind potentiell Risikofaktoren. Es sind und bleiben Menschen, unabhängig von Qualifikation und sonstigen öffentlichen Auszeichnungen.

Würde mich freuen, wenn das Dich veranlassen würde, das, was Dich bewegt und was Du denkst von grundauf zu überdenken. :smile:

in Freundschaft mki

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Hallo mki,

ich stimme dir ja im Grunde zu, aber wäre es nicht besser, das Problem an der Wurzel zu packen, anstatt dass die Patienten versuchen, durch eine Verhaltensänderung die Mißstände in der Ärzteschaft auszugleichen ??

@Pollux : Rein vorsorglich, falls Du auch mir Verallgemeinerung vorwirfst : Ich darf das, meine Ärzteerfahrungen waren zu 100 % negativ. Also kan ich mit Fug und Recht von „allen“ sprechen.

Grüßle

Eric

Hallo Eric,

was könnte Deiner Meinung nach die Wurzel des Übels sein?

Sshr interessiert mki

was könnte Deiner Meinung nach die Wurzel des Übels sein?

Wenn ich die Frage mal aus meiner Sicht beantworten darf: Die Wurzel allen Übels ist, nur eine Wurzel allen Übels zu suchen und die dann auch noch bevorzugt nur auf der jeweils anderen Seite des Schreibtischs, das gilt für beide Seiten!

Richtig ist: Es ist nicht DIE Medizin schlecht, nicht DIE Ärzte, nicht DIE Psychotherapie und nicht DIE Psychotherapeuten. Richtig ist aber auch, dass man das Thema nicht auf ein paar schwarze Schafe reduzieren kann. Ebenfalls richtig ist, dass sich hier zwei Fachgebiete, Medizin und Psychotherapie, mit überprüfbarer Qualität und Transparenz im Vergleich zu anderen Branchen noch schwer tun. Die Medizin ist da etwas weiter, die Psychotherapie hinkt dramatisch hinterher.

Das führt dazu, dass es schon im Medizinbereich schwierig wird, Behandlungsfehler nachzuweisen, im Bereich Psychotherapie ist das fast unmöglich. Dass das so ist, liegt sicher nicht daran, weil Therapeuten keine Fehler machen. Ich sehe hier ganz dringend Verbesserungsbedarf. Das Machtgefälle in einer Psychotherapie ist - das liegt in der Natur der Sache - sehr groß, analog die Einflussmöglichkeiten. Darin liegt die Chance von Psychotherapie, aber auch die Gefahr. Endet etwas nicht wie gewollt, dann kann der Schaden groß sein. Das kann ein ungeplanter Verlauf sein, für dessen Entwicklung der Therapeut nichts kann, das kann aber auch ein Behandlungsfehler oder gar direkter „Machtmissbrauch“ sein.

Ich befürworte daher, dass Patienten tatsächlich über „Risiken und Nebenwirkungen“ einer Therapie aufgeklärt werden. Ebenfalls plädiere ich dafür, dass Therapeuten zu Beginn einer Therapie Aussagen über Verlauf und Erfolgsaussichten / Perspektiven treffen. Das bedeutet natürlich KEINE GARANTIE für einen Erfolg! Das ist nicht möglich und daher unseriös. Es ist aber möglich, Einschätzungen darüber zu treffen, die einen gewissen verbindlichen Rahmen abstecken und sei es nur, dass man mit Erfahrungswerten arbeitet oder wenn-dann-Schleifen. All das natürlich unter der Voraussetzung, dass sich der Patient darüber im Klaren sein muss / ihm klar gemacht werden muss, wie hoch seine Mitverantwortung und die Erfordernis der Mitarbeit ist.

Die Verantwortung für das Gelingen einer Therapie tragen Beide, Patient und Therapeut. Wie viel Verantwortung der Patient trägt, hängt natürlich auch von seinem Zustand ab. Beiden muss auch klar sein, dass sie sich nicht der Verantwortung nach Laune entledigen können: Der Patient nicht, der mit der Haltung zum Therapeuten kommt: mach mal. Der Therapeut nicht, der dann, wenn es schief geht, alles auf die fehlende Mitarbeit des Patienten schiebt. Da wo jemand von Berufswegen Verantwortung für jemanden / einen Prozess übernimmt, ist zwangsläufig auch der Fall möglich, dass jemand dieser Verantwortung nicht gerecht wird. Dann muss er auch die Konsequenzen tragen.

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@ www,

ein guter Schritt wäre es, das Thema sowohl immer wieder hier auf w-w-w als auch mit den jeweiligen Wahlkreisabgeordneten für den Deutschen Bundestages zu diskutieren.

Eine Kontaktadresse wäre http://www.abgeordnetenwatch.de/.

Grüße mki

Hallo und sry, das Thema war soweit nach hinten gerutscht, dass ich es „verdrängt“ habe, aber nicht im Freudschen Sinne…

Ich denke Janinas Beitrag erhält schon die wichtigsten Punkte.

Das Problem ist wirklich, dass es kaum Leitlinien gibt, und wenn, dann immer nur beim Geld ! So kann es auf der einen Seite sein, dass ein Azrt ein Problem hat, ein benötigtes Medikament zu verschreiben, weil sein Budget voll ist, auf der anderen Seite passiert es eben immer wieder, dass ein und die Selbe Hand unnötiger Weise dreimal geröngt wird, weil es beim Budget kein Problem gibt.

Insgesamt sollte im System die Leistung (=Gesundheit )in den Vordergrund , und die Wirtschaftlichkeit ( =Geld ) in den Hintergrund.

Wie bekommt man bessere Leistung ?

Sicher mit den von Janina schon angedachten Leitlinien. Man denke z.B. nur an Handwerker in Deutschland. Wenn der Fliesenleger Mist verlegt, muss er auf seine Kosten nachbessern. Wenn ein Arzt aufgrund einer Untersuchung ein Medikament verschreibt, welches das Problem nicht löst, verschreibt er halt nach einer zweiten Untersuchung ein anderes. Beide Untersuchungen und beide Medikamente werden bezahlt !! Vielleicht müsste man im Gesundheitswesen zumindest teilweise auch soetwas wie erfolgsabhängige Vergütungen einführen … ?

Darüber hinaus, sollten die Patienten mehr Möglichketen haben, mit den Füssen abstimmen zu können. D.h. 1. Kann es nicht sein, dass die Anzahl der Ärzte künstlich klein gehalten wird, und so ein Projekt wie vor kurzen gestartet ( Barmer und AOK ? bin nich sicher ) wo die Patienten die Ärzte bewerten können, darf kein Einzelfall sein, sondern sollte die gängige Praxis darstellen.

Ich denke, dann kämen wir mal in die richtige Richtung voran.

Grüßle

Eric