Beinprobleme die länger anhaltend sind

Seit längerer Zeit habe ich wieder ständige
Schmerzen im linken Bein. Diese gehen vom Knie bis in den Fuß runter und habe dadurch häufiger ein Schmerz bis in den kleinen Zeh. Damals wurde dieses Problem mit einer mehwöchigen ruhigstellung behandelt, danach hatte ich dann für einige Jahre keine Probleme. Bei den letzten malen wurde es nur mit Salben oder Spritzen behandelt, was nie lange zu einer Besserung führte. Gibt es in Hamburg noch irgendwo Ärzte, die das Problem mit Ruhigstellung behandeln, wa mir aus Erfahrung lieber wäre.
Für Antworten wäre ich Dankbar.

Hallo mpelch1958

Ist denn schon die Ursache für diese Schmerzen gefunden? Denn nur wenn man die Ursache kennt, kann man das Problem evtl. dauerhaft beheben. In welchen Situationen tritt der Schmerz auf? Ist schonmal ein Röntgenbild vom Knie, der Hüfte oder der Lendenwirbelsäule gemacht wurden?

LG, Suse

Hallo Suse,

vielen Dank für dein Interesse. Solche Untersuchungen sind bei mir auch schon durchgeführt worden. In dem linken Knie ist eine Arthrose damals festgestellt worden. Des Weiteren ist dort ein Knorpelabriss Diagnosttiziert worden. Ausserdem sind durch mittlerweile 5 Operatiionen der Innenmeniskus nur noch zum Teil vorhanden.
Auch bei der Lendenwirbelsäule wurde bei mir im letzten Jahr eine MRT gemacht. Hierbei wurde auch festgestellt, das der fünfte Lendenwirbel ein Stück hervorsteht. Da ich am Ende des letzten Jahres Starke Rückenschmerzen hatte wurde ein paar mal gezielt gespritzt.

Hoffentlich kannst Du mit diesen Antworten etwas anfangen und kannst mir einen Rat geben.

mpelch1958

Dass deine Beschwerden bis in den Fuß/Zeh ausstrahlen, könnte evtl. von einem Bandscheibenproblem herrühren. Jenachdem in welcher Höhe dieses vorliegt, können Schmerzen, Paraesthesien (sog. „Ameisenlaufen“) bis in die Zehen auftreten. Es wäre also abzuklären, ob die Beschwerden in deinem Bein von der Lendenwirbelsäule oder vom Knie kommen. Was das Knieproblem angeht, gibt es wohl leider nicht mehr sehr viel, was man tun kann, da du ja schon einiges durch hast. Es gibt bestimmte Knorpelaufbaupräparate, die man als Tabletten einnehmen kann oder gespritzt bekommen kann. Fraglich ist jedoch, ob das in deinem Fall (Knorpelabriss) noch von Nutzen wäre. Es gäbe auch noch die Möglichkeit des künstlichen Kniegelenks, sollte die Arthrose schon weit fortgeschritten sein und alle konservativen Therapiemöglichkeiten erschöpft sein.

Das ist eigentlich alles, was ich erstmal sagen kann. Natürlich ersetzen meine Hinweise/Mutmaßungen nicht den Arztbesuch! :smile:

LG, Suse

Hallo Suse,
ich Dank Dir für die klare Aussage. Nun sollte ich wohl doch mal zu einem Arzt gehen. Was währe in diesem Fall das
Beste, Orthopäde oder Chirurg?

Gruß mpelch1958

Hallo,
es wäre nett, wenn ich noch ein paar detailliertere Angaben erhalten könnte.
Gab es in der Vergangenheit Verletzungen, Traumen, Thrombose, Entzündungen u. ä. im Bein?
Ist der Unterschenkel geschwollen? Gibt es im Knöchelbereich Hautveränderungen? Hatten sie jemals Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfälle?
Waren Sie bei einem Orthopäden? Waren Sie evtl. schon einmal bei einem Gefäßchirurgen?
Die Ursachen können vielfältig sei. Die Schmerzen können direkt vom Knie ausgehen, wobei es Strukturveränderungen im Knie mit Unterschenkelschwellung geben kann, Abnutzungserscheinungen bzw. Arthrose des Kniegelenks, die sich natürlich mit Schonung und kühlenden Salben lindern lassen. Genau so kann an der Wirbelsäule ein Nerv eingeklemmt sein und die Beschwerden verursachen. Hierbei können die Schmerzen am Oberschenkel entlang bis in die kleinen Zehe verlaufen. Es kann sich genauso gut um ein Krampfaderleiden handeln. Hierbei ist der Unterschenkel geschwollen und es kann im 2. Stadium zu Hautveränderungen bis hin zum offenen Bein = 3. Stadium führen.
Aber bevor ich Sie jetzt in Panik versetze, bitte ich sie mir die Fragen genau zu beantworten.
Es kann auch einfach nur eine Überanstrengung sein. Ist dem Schmerz eine anstrengende längerdauernde schwere Arbeit vorausgegangen? Trat der Schmerz nach einer ruckartigen Bewegung auf? Knien Sie viel bzw. gehen Sie immer wieder in die Knie?

Viele Grüße K. Schönberg

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Die Auskünfte und Ratschläge, die hier erteilt werden, ersetzen nicht die Beratung durch einen Arzt und sind vollkommen unverbindlich. Ratschläge von Fachkundigen (Ärzten und/oder Heilpraktikern, Apothekern usw.) sind von diesem Vorbehalt nicht ausgenommen, da durch die Schriftform eine echte Diagnosestellung, somit auch ein Therapievorschlag, ausgeschlossen ist.

Gleichzeitig warnen wir ausdrücklich vor Selbstmedikation ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt, Heilpraktiker oder mit dem Apotheker.

Ja, das solltest du tun :smile:
Ich würde einen Orthopäden empfehlen. Günstig in deinem Fall wäre einer, der ein Sonographiegerät besitzt, damit kann man, wenn nötig, ins Knie schauen, um nochmals den Knorpel zu bewerten und eventuell die Bänder zu begutachten.

Ich wünsche dir alles Gute und gute Besserung!

LG, Suse

Hallo Kerstin Schönberg,
dank für das Interesse. Nun zu Deinen Fragen. Verletzungen im linken Bein habe ich häufiger mal gehabt, die man Fußball gespielt hatte. Meist waren es Prellungen oder Bänderdehnung. Am linken Knie ist 5 mal operiert worden. 2 mal wurde ein Teil des Innenmeniskus entfernt, 1 mal wurde eine Zyste entfernt und 2 mal wurde wegen Knorpelabriß geglättet. Außerdem wurde vor Jahren eine Arthrose diagnostiziert. Eine Thrombose habe ich nicht, der Unterschenkel ist nicht geschwollen und eine Hautveränderung im Knöchelbereih ist nicht zu erkennen. Allerdings hatte ich mal einen Sehnenanriss im nöchelbereich. Nun zum Rücken. Hier habe ich schon häufiger mal Entzündungen gehabt. Außerdem ist ein leichter Bandscheibenvorvall am 5. Lendenwirbel vorhanden. Wegen starker Rückschmerzen schickte mich ein Orthopede zu einem Röntgenarzt, wo gezielt gespritzt wurde (Dez 09). Überlastung kaum möglich - EU Rentner.

Hoffentlich sind das die Informationen die Du brauchtest.

Gruß mpelch1958

Guten Tag,
natürlich ist da eine gewaltige Vorgeschichte bzgl. Wirbelsäulenproblematik, Knieverletzungen und Knöcheltrauma da.
Leider kann ich Ihnen in Hamburg keine Arzt empfehlen, da ich mich in H überhaupt nicht auskenne. Eine Patientin von mir sprach positiv über die Endo-Klinik in Hamburg.
Die Schmerzsymptomatik wird höchstwahrscheinlich von der LWS ausgehen. Hier können SChmerzen bis in die Kleinzehe ausstrahlen. Da bei Ihnen schon einmal eine Zyste aus dem Kniegelenk entfernt wurde (Bakerzyste?) können sie Knie- und Knöchelschmerzen auch daher kommen. Durch die Kniegelenksarthrose und die häufigen Operationen im Kniegelenk sind erhebliche Strukturveränderungen im Gelenk vorhanden. Von einer Ruhigstellung würde ich allerdings abraten. Früher war das Mittel der Wahl. Nur durch Bewegung wächst der Knorpel und baut sich Knochen auf. Natürlich bei Ihnen angemessene Bewegung. Wie wäre es mit täglichen Spazierengehen? Langsam anfangen. Sie müssen diese Schmezgeschichte von einem Orthopäden abklären lassen. Falls die Bandscheibe prolabiert ist und dort im Bereich LW 5 ein Nerv eingeklemmt ist, muss behandelt werden. Am einfachsten wäre eine Wärmeanwendung mit anschließender Massage und Krankengymnastik. Beim Liegen einmal die Stufenbettlagerung zwecks Entlastung versuchen.
Ich weiß, dass es heute schwierig ist einen guten Arzt zu finden. Das Budget ist knapp, keiner hört mehr zu und verordnet Anwendungen. Schade eigentlich. Es wird viel Geld für Operatione rausgeschmissen und an der Anschlussheilbehandlung wird gespart.
Ich weiß nicht, wie es finanziell bei Ihnen aussieht. Ich denke ein guter Heilpraktiker mit Kenntnissen in Ab- und Ausleitungsverfahren, Osteopathie bzw. Chiropraktik, evtl. mit Blutekeltherapie könnte Ihnen helfen die Schmerzsymptomatik in den Griff zu bekommen.
Ich würde Ihnen totzdem vorschlagen den Hausarzt zu konsultieren, der Ihnen eine Überweisung zum Orthopäden ausstellt. Der Hausarzt kann Ihnen Wärmeanwendungen mit anschließender Massage aufschreiben. Am Besten sie gehen Anfang April zu Ihrem Hausarzt, da ein neues Quartal beginnt und noch „genügend“ Geld vorhanden ist. Zum Quartalsende wird gewaltig gespart.
Ansonsten versuchen Sie sich mit alten Hausmitteln wie zum Beispiel den Kohlwickel, Lehmwickel, Quarkwickel für das Knie und den Knöchel zu helfen. Einfach mal bei google eingeben und es kommen praktische Tipps, wie man solche Wickel anlegt. Ich hatte vor 2 Jahren gewaltige Probleme mit dem Knie, sodass ich kaum noch beugen konnte. Im MRT wurde eine leichte Degeneration festgestellt, einfach eine Überlastung, da ich täglich 12 Stunden auf den Beinen bin. Ich habe Umschläge mit Retterspitz (Apotheke), Quark u.ä gemacht. Meine Kollegin hat mir zu Gelenkkapseln geraten, die wiederum ihrer Freundin gut geholfen haben. Seither nehme ich sie ununterbrochen.
Doppelherz aktiv Gelenkkapseln Extra 600 mit Glucosamin und Chondroitin
Die gibt es in der Drogerie und sie kosten so um 6 €. Haben mir gut geholfen.
Auch wenn die Ärzt sagen, der Knorpel ist hin und man kann ihn nicht mehr aufbauen, sage ich Quatsch, es ist alles möglich, man muss nur daran glauben uns selber was tun. Wovonich noch abraten würde ist von übermäßigen Schweinefleischkonsum. Ja richtig. Bitte ausgewogen ernähren. Wir leiden heute leider an einer totalen Übersäuerung, die sich in den Gelenken ablagert, bzw. die Schlacken und Giftstoffe lagern sich in den Gelenken ab. Dies wiederum begünstig das Ungleichgewicht zwischen Knochenab- und aufbau, auch beim Knorpel. Es wird mehr abgebaut wie aufgebaut. Dies kann man mit ausgewogener Ernährung und viel Bewegung an der frischen Luft ausgleichen. Wir müssen aus dem sauren Bereich herauskommen. Aber ich möchte jetzt hier schließen, da ich sonst kein Ende finde.

Schönen Tag K. Schönberg

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Die Auskünfte und Ratschläge, die hier erteilt werden, ersetzen nicht die Beratung durch einen Arzt und sind vollkommen unverbindlich. Ratschläge von Fachkundigen (Ärzten und/oder Heilpraktikern, Apothekern usw.) sind von diesem Vorbehalt nicht ausgenommen, da durch die Schriftform eine echte Diagnosestellung, somit auch ein Therapievorschlag, ausgeschlossen ist.

Gleichzeitig warnen wir ausdrücklich vor Selbstmedikation ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt, Heilpraktiker oder mit dem Apotheker.

Hallo Kerstin Schönberg,

dank für Deine klaren Aussagen. Die Probleme versuche ich jetzt auch erstmal mit alternativen Möglichkeitten zu Beheben. Hierzu werde ich auch noch mal im Internet recherchieren. Dein Vorschlag mit den Kapseln hört sich auch nicht schlecht an, werde ich mal ausprobieren.
Gegen die Rückschmerzen kann man wohl so oder so nichts machen, denn jedes mal wenn ich bei dem Orthopeden bin gibt es nur Spritzen oder Tabletten. Dieses half aber auch immer nur für eine kurze Zeit. Das liegt wohl daran das Frührentner eben keine Privatpatienten sind.
Ich wollte nun noch mal fragen ob es eigentlich Sinn macht am Anfang des nächsten Quartals noch einmal zu meinem Hausarzt zu gehen, um eventuell eine Überwiesung zu einem Spezialisten zu kriegen ?
Oder ist dieses bei der Lage in der Gesundheitsreform aussichtslos?

Gruß mpelch 1958