hallo allerseits,
meine freundin ist vor 13 Wochen mit den Fahrrad gestürzt und hat seit dem echte Probleme mit ihren rechten Bein. Sie ist schon eine Ewigkeit krank geschrieben und muss auch hin und wieder zum Arzt, den sie schon drei mal wechseln musste, von der Berufsgenossenschaft aus. Keiner scheint jedoch eine treffsichere Diagnose stellen zu können.
Ihr Bein wurde schon geröntgt, durch diese MRT Röhre geschoben und Physiotherapie gibts noch oben drauf. Die Physiotante scheint auch die einzige zu sein, die entdeckt hat das daß Becken verschoben ist. Doch den Ärzten scheint das nicht sooo wichtig.
Jedenfalls ist das Bein seit Wochen geschwollen, das Knie schmerzt ständig (dagegegen nimmt sie Arcoxia, 60g) und die Zehen laufen schon öfter mal blau an. Sie passt in keinen Schuh mehr rein, sondern kann nur in Sandalen laufen, wenn sie überhaupt auftreten kann.
Ich hoffe das auf diesem Weg mir jemand ein paar Hinweise geben kann, was das sein könnte. Ich mach mir langsam echt Sorgen. Nicht das daß jetzt ein Leben lang so bleibt.
also danke erst einmal…
Hallo Andre,
wurde auch schon mal an CRPS bzw. RSD (heute: „complex regional pain syndrome“, früher: „reflex sympathetic dystrophy“) gedacht?
Gruß
Huttatta
hi,
du ich weiß nicht. Sie war schon mal beim Neurologen und dort wurden irgendwelche Nerverströme gemessen. Am rechten Bein waren halt andere Werte als am linken, gesunden Bein, jedoch sagten die Ärtze, das sei noch im Rahmen des Möglichen und völlig in Ordnung. Das linke, meinte sie, hat gezuckt und das rechte lag nur so da.
Die Frage ist ja auch, wenn es das sein sollte, wer behandelt das und wie?
Die junge Lady soll morgen wieder arbeiten gehen, zur Widereingliederung, hat aber immer noch höllische Schmerzen.
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Hallo,
Die Frage ist ja auch, wenn es das sein sollte, wer behandelt
das und wie?
Falls dem wirklich so wäre (war ja nur ein spontaner Gedanke meinerseits), kannst du mal hier schauen:
http://www.rsdfoundation.org/de/de_sac.html
Die beiden Deutschen sind mir persönlich bekannt und gehören in jedem Fall zu den besten Anlaufstellen für RSD/CRPS in Deutschland. Uni Tübingen und Klinikum Saarbrücken wären also für sowas empfehlenswerte Adressen. Es gibt aber sicher noch andere gute Adressen, evtl. in eurer Nähe. Die Behandlung hängt von vielen Faktoren ab und kann sehr vielfältig sein. Da fragst du besser jemanden, der sich auch besser damit auskennt. Am allerwichtigsten wäre aber zuallererst mal eine sichere Diagnosestellung. Falls also noch nicht geschehen, sollte schleunigst mal daraufhin untersucht werden. Bei RSD/CRPS ist die Zeit ein nicht zu unterschätzender Faktor.
lieben Gruß
Huttatta
ok, alles gut und schön. Nur wenn sie jetzt zu einem anderen Arzt geht, als der vorgschriebene von der Berufsgenossenschaft, bleibt sie dann auf den Kosten selber sitzen? Mir passt das nicht so recht, das sie scheinbar nicht die Möglichkeit hat sich mal einen anderen Arzt zu suchen. Der Ort in dem sie wohnt ist relativ klein und da gibts halt nur ein, zwei Ärzte (D- Ärzte sagt sie immer) die sie behandeln können. Kann sie nicht mal einfach woanders hinfahren und sich eine andere Meinung einholen? Irgendwie ist man völlig machtlos, so scheint es jedenfalls.
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Hallo,
soweit ich informiert bin, haben wir immer noch freie Arztwahl in D. Wenngleich die BG in ihren Belangen ggf. nur die von ihr empfohlenen Ärzte bezahlt, kann man auf gesetzl. Krankenkasse jeden anderen Arzt konsultieren, so wie man auch mit ner Grippe zum Hausarzt seiner Wahl gehen kann. --> Krankenkassenkarte durchziehen, Praxisgebühr bezahlen und untersuchen lassen, ggf. vorher Überweisung vom Hausarzt holen. Einfach mal direkt beim Arzt der Wahl anrufen und erkundigen. Oder gleich bei der Krankenkasse. Wenn die’s nicht wissen, wer sonst? Ich verstehe deine Hilflosigkeit nicht. Initiative ergreifen!
Lieben Gruß
Huttatta
Hallo,
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Deine Freundin kann nicht ohne Weiteres den Arzt wechseln. Anscheinend handelte es sich um einen Unfall auf dem Weg von oder zur Arbeit. Hier zahlt die Berufsgenossenschaft, nicht die Krankenkasse. Die BG muss also dem Arztwechsel zustimmen bzw. einen solchen vorschlagen. Vorschlag: Foto vom geschwollenen Knie/Bein an die BG senden und um Angabe eines geeigneten Arztes bitten.
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Es ist nicht außergewöhnlich, dass nach starken Prellungen bestimmte Beschwerden über viele Wochen anhalten. Ich selbst hatte nach einer Zehenprellung weit über ein halbes Jahr lang ein geschwollenes Fußgelenk samt Fußsohle, was allein aufgrund der Schwellung schon schmerzhaft war und das Auftreten fast unmöglich machte. Hochlagern, kühlen und ruhig Stellen des Fußes hat ein bisschen geholfen, beim Gehen war die Schwellung wieder voll da. Geholfen hat mir letztendlich ein Orthopäde, der einen Lymphstau vermutete - hervorgerufen durch kleinste Gefäßverletzungen und diesen mittels Kryotherapie (=besondere Art der Kälteanwendung) behandelte.
Hoffentlich findet Deine Freundin bald einen Arzt, der das Richtige für sie kennt!
Grüße
Mara
hi,
also geht das doch nicht so einfach mit dem Arztwechsel wenn ich das hier lese. Naja, wie dem auch sei, ich hab icht eh geraten bevor sie einen solchen Schritt macht, vorher die Krankenkasse zu konsultieren.
So und die andere Sache - das hat bei dir echt ein halbes Jahr gedauert? Ist ja der Hammer.
Bei ihr ist halt auch das Bein immer, im Gegensatz zum linken, immer relativ kalt. Die Ärzte meinen dann bloss immer, sie habe einfach eine Schlechte Durchblutung.
Wie dem auch sei, mal sehen ob uns deine Erfahrung einen Schritt weiter bringt.
danke.
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Möglicherweise liegt mein Tip völlig daneben, aber bei mir war es so, dass sich wohl über einen längeren Zeitraum das Iliosakralgelenk verschoben hatte. Die Folgen waren:
-Unregelmäßig ein taubes Gefühl im ganzen Bein
-immer das Gefühl, das Bein sei kälter als das andere, ein fremdartiges Gefühl, als wäre das ein „anderes“ Bein
-bei längerem Sitzen starke stechende Schmerzen im Oberschenkelmuskel direkt oberhalb des Knies am Muskelansatz.
Die Ärzte haben nichts gefunden. Erst nach einem Tipp hier aus dem Forum wurde nach dem verschobenen ISG gesucht und tatsächlich was gefunden. Bei der Krankengymnastik wurde gedrückt, gedehnt und die vorhandene eingeschränkte Beweglichkeit der Beine im Beckenbereich wegtrainiert. Dann waren nach 2 Monaten auch die Probleme weg.
na ich weiß nicht ob du so daneben liegst, mit deinem Tip. Klingt doch eigentlich fast genauso wie es bei ihr ist. Wo ist denn dieses Iliosakralgelenk? Im Oberschenkel oder wo? Hab echt keine Ahnung.
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na ich weiß nicht ob du so daneben liegst, mit deinem Tip.
Klingt doch eigentlich fast genauso wie es bei ihr ist. Wo ist
denn dieses Iliosakralgelenk? Im Oberschenkel oder wo? Hab
echt keine Ahnung.
Musst „Ilosakralgelenk“ mal bei www.google als Suchbegriff eingeben. So genau kriege ich das auch nicht mehr zusammen, weil zu lange her.
Verschoben hatte sich bei mir die Knochenplatte, die oben unter dem Gesäßmuskel sitzt. Diese Knochenplatte geht von der Wirbelsäule zur Seite weg unter den Gesäßmuskel. Nachdem ich den Orthopäden darauf hingewiesen hatte, konnte er es auch ertasten und dann beim Röntgen aufnehmen. Die Platte stand an der Wirbelsäule ca. 1-2mm zu weit nach außen/hinten. Dadurch stimmte wohl die ganze Beingeometrie nicht mehr. In der Krankengymnastik wurde u. A. die Platte nach innen gedrückt und gleichzeitig das Becken seitwärts nach außen gezogen.
Musst „Ilosakralgelenk“ mal bei www.google als Suchbegriff
eingeben. So genau kriege ich das auch nicht mehr zusammen,
weil zu lange her.
Verschoben hatte sich bei mir die Knochenplatte, die oben
unter dem Gesäßmuskel sitzt. Diese Knochenplatte geht von der
Wirbelsäule zur Seite weg unter den Gesäßmuskel. Nachdem ich
den Orthopäden darauf hingewiesen hatte, konnte er es auch
ertasten und dann beim Röntgen aufnehmen. Die Platte stand an
der Wirbelsäule ca. 1-2mm zu weit nach außen/hinten. Dadurch
stimmte wohl die ganze Beingeometrie nicht mehr. In der
Krankengymnastik wurde u. A. die Platte nach innen gedrückt
und gleichzeitig das Becken seitwärts nach außen gezogen.
ok hab ich mal gemacht. Steht eine ganze Menge drin, was man nicht versteht.
Aber was du so schilderst wird uns, bzw ihr, glaub ich weiter helfen. Klingt einfach zu ähnlich. ich denke, wenn sie die Gedanken des Arztes mal in die Richtung lenkt, klappts vielleicht wirklich.
Also,…danke.