Hi!
Ich habe seit etwa drei Wochen einen nun inzwischen drei Monate alten schäferhund-Labrador Mix. Ein wirklich toller Hund, sehr gelehrig und extrem aufmerksam, aber, obwohl ich mich in der Hunderziehung eigentlich ganz gut auskenne, komme ich an einer Stelle nicht weiter: Immer wenn er aufgeregt ist, also spielt, oder jemanden begrüßt, oder ihm langweilig ist, beißt er richtig heftig zu. Man merkt, dass er das nicht ernst meint (zumindest meistens), aber wenn das so weitergeht (und seine spitzen Milchzähne hat er ja noch ne Weile), hab ich bald nix mehr zum Anziehen. Überhaupt kaut er an allem rum, aber das ist ja normal in dem Alter. Also am liebsten kaut er auf Händen, er zwickt aber auch in Beine und Arme. Wie kann ich ihm das abgewöhnen?
Ignorieren der Spielaufforderung hab ich schon probiert, hilft manchmal, aber auch nicht immer und ist schlecht für die Wohnungseinrichtung. Schnautze zuhalten macht ihn erst richtig wild… Wer kann mir helfen? Wenn er größer wird muss das funktioniern, sonst verletzt er noch jemanden ohne es zu wollen…
Hallo carinaL.
Die Hundemutter kneift frechen Hundebabys ins Ohr das klappt ganz gut.
Mit Freundlichem Gruss DECUMANUS
hallo carina
wir haben einen labbi, der ist jetzt 2 jahre und ebenfalls sehr wild. bei solchen gelegenheiten haben wir ihm ins ohr gezwickt oder wahlweise auch leicht gebissen (ist zwar bischen flusig…gg, aber man brauchts auch net oft machen)
vor allem als wir ihn wenn er zugezwickt hat ins ohr gebissen haben-natürlich nicht sehr feste- hat er ziemlich dumm geschaut und das schnell sein gelassen
lg
mona
Danke! Werd ich probieren. Baer jetzt schläft er unter meinem Stuhl und ist der liebste von der Welt… ;o)
Für weitere Tipps bin ich immer dankbar!
Gute Nacht.
Hallo Namensvetterin!
Wenn dein Hund dich „beißt“, dann darfst du das nicht ignorieren. Obgleich das bei Welpen tatsächlich nicht böse gemeint ist. Aber du musst ihm auf jeden Fall zeigen, dass es dir weh tut. Manche Welpen hören schon ganz schnell damit auf, wenn man einen spitzen Schrei loslässt, wenn er beißt, „Aua“ ruft oder ähnliches. Du kannst es auch, wie schon gepostet, wie die Hundemutter machen und ihn auch zwicken. Stelle dir vor, dass eine Hundemutter von ihrem Welpen so gezwickt wird, dass es ihr wehtut: sie fährt herum und weist ihn in die Schranken, ggf. mit derselben Methode.
Carina
Hallo Namensvetterin!
Hallo :o)
Aber du musst ihm auf jeden Fall zeigen, dass es
dir weh tut. Manche Welpen hören schon ganz schnell damit auf,
wenn man einen spitzen Schrei loslässt, wenn er beißt, „Aua“
ruft oder ähnliches.
Das Problem ist auch, dass er auf Lautäußerungen (also wenn man laut au ruft, oder so) gar nicht reagiert.
Du kannst es auch, wie schon gepostet,
wie die Hundemutter machen und ihn auch zwicken. Stelle dir
vor, dass eine Hundemutter von ihrem Welpen so gezwickt wird,
dass es ihr wehtut: sie fährt herum und weist ihn in die
Schranken, ggf. mit derselben Methode.
Ich fürchte nur, dass, wenn ich ihn jedes mal ins Ohr zwicke, er sich eher daran gewöhnt, als dass er aufhört zu beißen…
Das ist so ärgerlich, wenn ich ihm das nur irgendwie verklickern könnte wär das so ein toller Hund.
Carina
Carina
Hallo Carina,
Das Problem ist auch, dass er auf Lautäußerungen (also wenn
man laut au ruft, oder so) gar nicht reagiert.
wie signalisierst Du ihm denn sonst, dass er bestimmte Dinge nicht darf? Auf welche Kommandos reagiert er schon, die Du eventuell auch beim „Beißen“ schon anwenden / übertragen kannst (sprich ein Minimum an Grundgehorsam)?
Bist Du in einer Welpenschule, wo er sich mit ähnlich Halbstarken messen kann und so auch „Schmerzgrenzen“ kennen lernt?
Das ist so ärgerlich, wenn ich ihm das nur irgendwie
verklickern könnte wär das so ein toller Hund.
In den nächsten Monaten wird es gewiss noch andere Momente geben, in denen Du denkst, es könnte so ein toller Hund sein, wenn…
Ich habe mit meinem Hund früh angefangen, mit ihm zu raufen (also, auf dem Boden wälzen, wo er dann auch mal „kneifen“ durfte und ich ihn auch zwickte), um dann aber urplötzlich immer mal wieder (aber am Anfang nicht übertrieben) mit einem „Sitz“ klar zu machen, dass ich jetzt nicht mehr will. Mit täglicher Übung hat er recht schnell verstanden, dass „Sitz“ machen auch toll ist (wenn es direkt Lob und Leckerlies gibt).
Viel Spaß mit ihm und liebe Grüße
Kathleen
Hallo,
Also am liebsten kaut er
auf Händen
Das klingt sehr danach, dass ihr ihm das „Kauen auf Händen“ erlaubt. Ist ja auch süß… leider ein Fehler.
Erlaube ab sofort nie mehr, dass er auch nur ganz leicht deine Haut mit den Zähnen berührt. Er muss denken, dass Menschen an der Haut gaaaaaaaaaaaanz empfindlich sind und auch nur der geringste Kontakt mit Hundezähnen zu sofortigem Spielabbruch führt.
Wenn er auch nur irgendwie deine Haut mit den Zähnen berührt, schrei was du kannst (Au! genügt nicht, du musst wirklich kreischen so laut du kannst - war bei unserem Hund auch so, die ganze Familie ist zusammengezuckt, war eine Weile recht lästig
) und vor allem musst du SOFORT jegliches Spiel usw. Abbrechen, dich abwenden und den Hund für mindestens eine Minute ignorieren, ihn nicht mehr angucken!
Er MUSS die Beißhemmung aufbauen, sonst hast du ein Leben lang Probleme.
Wichtig ist, dass jede Person, die mit dem Hund Kontakt hat, sich auch so verhält.
Wenn du das konsequent ein paar Wochen durchhältst, hat er es kapiert.
Viel Erfolg!
Julia
er zwickt aber auch in Beine und Arme. Wie kann
ich ihm das abgewöhnen?
Ignorieren der Spielaufforderung hab ich schon probiert, hilft
manchmal, aber auch nicht immer und ist schlecht für die
Wohnungseinrichtung. Schnautze zuhalten macht ihn erst richtig
wild… Wer kann mir helfen? Wenn er größer wird muss das
funktioniern, sonst verletzt er noch jemanden ohne es zu
wollen…
Der ist einfach verdammt schnell und wenn man ihn nicht beachtet beißt er eben ins Bein. Er hat halt mitgekriegt, dass man ihn dann wieder beachtet. Und da ich ihn auch wenn möglich mit auf Arbeit nehme, muss er eben auch lernen fremde Leute nicht anzukauen. Oder wenn ich ihn mal festhalten muss, ist er auch verdammt flink mit den Zähnen, vor Allem, wenn er grad in Spiellaune ist…
Ich dachte schon an Wasserpistolen, da er irgendwie alles (Schnautze zuhalten, in die Ohren zwicken, aufschreien,…) als lustiges Spiel empfindet. Der nächste Versuch wird sein ihn endlich unter andere Welpen zu bringen, dass er mal merkt dass Zähne auch spitz sind. Erwachsene Hunde sind immer zu zimperlich und lassen dem kleien zu viel durchgehen. Ist leider nicht leicht in unserer Gegend ne ordentliche Hundeschule mit Welpenspielstunde zu finden.
Bald habt ihr einen gefährlichen Hund
Hallo Carina,
Der ist einfach verdammt schnell und wenn man ihn nicht
beachtet beißt er eben ins Bein.
Fehlverhalten, das nicht selbstbelohnend ist (wie z.B. jagen), musst du ignorieren, auch wenns schwerfällt.
Er hat halt mitgekriegt, dass
man ihn dann wieder beachtet.
Das zeigt, dass ihr ihm das Beißen ganz konkret beigebracht habt. Ungewollt zwar, aber ihr habt es ihm beigebracht oder zumindest extrem verstärkt durch eure Reaktion.
Ich dachte schon an Wasserpistolen, da er irgendwie alles
(Schnautze zuhalten, in die Ohren zwicken, aufschreien,…)
als lustiges Spiel empfindet.
Dann schreist du nicht laut genug, und vor allem hast du das danach sofort ignorieren weggelassen (beim Festhalten ist es natürlich etwas anders).
Du willst schon wieder reagieren und ihm damit Aufmerksamkeit geben!
Der nächste Versuch wird sein
ihn endlich unter andere Welpen zu bringen, dass er mal merkt
dass Zähne auch spitz sind.
Da habt ihr tatsächlich was versäumt, wenn ihr das bisher noch nicht gemacht habt.
Erwachsene Hunde sind immer zu
zimperlich und lassen dem kleien zu viel durchgehen.
Das wundert mich. Ich denke, dass ein sozialer erwachsener Hund sogar noch das bessere Erziehungsmittel wäre.
Allerdings: Die Beißhemmung gegenüber den Menschen müsst IHR aufbauen, das kann kein Hund für euch machen! Und ihr solltet euch damit beeilen, sonst habt ihr bald einen Hund, der als erwachsener Hund tatsächlich gefährlich wird.
leider nicht leicht in unserer Gegend ne ordentliche
Hundeschule mit Welpenspielstunde zu finden.
Wo wohnst du denn?
Ich fahre zu meiner Hundeschule 30 km, weil die näheren alle nichts taugen. Um eine gute zu finden, würde ich auch noch weiter fahren, wenn es nötig wäre.
Viele Grüße,
Julia