Hab mal gelernt als Eselsbrüche wenn man ein und setzen könnte, dann kann das und durch Besistrich ersetzt werden. Wenn „und“ nicht passt kommt auch kein Komma.
Hab mal gelernt als Eselsbrüche wenn man ein und setzen
könnte, dann kann das und durch Besistrich ersetzt werden.
Wenn „und“ nicht passt kommt auch kein Komma.
stimmt das so?
ja, das ist eine der Unterscheidungsmöglichkeiten, die auch oben unter meinem zweiten Link aufgeführt sind,
Neben der Probe mit „und“ sind dort auch die Drehprobe und die Zählprobe erwähnt:
Bei der Drehprobe vertauscht man die Adjektive; wenn die Aussage des Satzes sich dabei nicht ändert, sind die Adjektive gleichrangig und werden durch Komma getrennt, z. B.
ein delikates(?) schmackhaftes Gericht ein schmackhaftes, delikates Gericht - ergibt denselben Sinn, also gleichrangig → Komma
Vgl. dagegen: ein delikates französisches Gericht ein französisches (und) delikatesGericht → nicht gleichrangig → kein Komma
.
Bei der Zählprobe werden die Adjektive mit „erstens“, „zweitens“ etc. aufgezählt:
ein aufsehenerregendes(?) erstaunliches Ergebnis
ein erstens aufsehenerregendes und zweitens erstaunliches Ergebnis → gleicher Sinn → gleichrangig → Komma
Vgl. dagegen: ein aufsehenerregender sportlicher Erfolg ein erstens aufsehenerregender und zweitens sportlicherErfolg → nicht gleichrangig → kein Komma
Ich kenn noch eine vierte Probe: Man versucht, das Gegenteil zu bilden:
ein vorzügliches, wohlschmeckendes Gericht
–> ein abscheuliches, wohlschmeckendes Gericht?? Das gibt es nicht! Das Gegenteil wäre eher ein abscheuliches, ungenießbares Gericht. Somit sind die Adjektive gleichrangig, da sie beide gleichzeitig ins Gegenteil verkehrt werden müssen.
Hingegen ein wohlschmeckendes französisches Gericht:
–> ein ungenießbares französisches Gericht (geht). Du kannst also das erste Adjektiv unabhängig vom zweiten ins Gegenteil umändern, also bestimmt es wohl die ganze Wortgruppe näher (d.h. die Adjektive sind nicht gleichrangig).
An diesem Beispiel kann man auch erkennen, dass das Komma den Inhalt der Aussage ändert. Wenn ich nämlich schreibe:
ein wohlschmeckendes, französisches Gericht
– dann behaupte ich, dass es kein „abscheuliches französisches Gericht“ gibt, also dass alle französischen Gerichte wohlschmeckend sind. Setze ich das Komma nicht, so gibt es eben auch abscheuliche französische Gerichte.
(Mein ’85er Duden nennt das Beispiel der „höher gelegenen(,) unbewaldeten Hänge“, mit denen man denselben Bedeutungsunterschied durch das Komma hinbekommt.)