Beiträge & Rentenhöhe

Hallo,

weiß jemand wieviel man von seinen eingezahlten als Rente wieder rausbekommt? Ich habe gehört dass man nur noch 40 Prozent rausbekommt.

Stimmt dass? Wenn ja, gibt es dazu zuverlässige Quellen?

Viele Grüße
Andy

hallo,
vorerst noch. Sinkt aber von Jahr zu Jahr. Oder besser von Reform zu Reform.
Ziel ist m.M. die Einheitsgrundrente. Wer dann nicht vorgesorgt hat (privat) „gehört der Katze“ = Sozialfall.
Eingezahlt hat ein Vollbeschäftigter in seinem Leben etwa 500.000 Euro. Dafür erhält er einen Rente von vorerst noch …800 Euro.
Hätte er das mit diversen Versicherungen und sonstigen Anlagen getätigt, hätte er heute (nach 45 Jahren und gleicher Beitragseinzahlung) eine mtl. Rente von ca. 3500 Euro.
allerdings sollte man die BU-Renten mitberücksichtigen.
dann wären folgende Renten möglich:
BUR: ca. 1500 Euro mtl.
Tod: anfangs ca 200.000 Euro später steigend
Altersrente: ca. 2.500 Euro
Hinterbliebenenversorgung: ab seinem 65. LJ das gleiche wie er (lachende Wittwe!)
Vor dem 65. LJ: beginnend mit 1000 Euro, steigend bis 2.500 Euro.

Unsere Renten sind sicher! (Blüm) Die der Politker ja… nur unsere?

Grüße
Raimund

Hallo,

weiß jemand wieviel man von seinen eingezahlten als Rente
wieder rausbekommt? Ich habe gehört dass man nur noch 40
Prozent rausbekommt.

Hi,

es gibt sehr viele Berechnungen , z.B Prof. Raffelhüschen.
Jedoch läßt sich deine Frage ziemlich einfach beantworten.
Da die gesetzliche Rentenversicherung ein Umlagesystem ist.
Es interessiert nur die heutigen Rentner was du jetzt einzahlst.
Für dich ist relevant was zukünftige Generationen einzahlen.

Heute Zahlen 2,3 Arbeitnehmer die Rente für 1 Rentner
Ab 2035 etwa 1 Arbeitnehmer für 2 Rentner, da die
Zahlung zu 50 % vom Arbeitnehmer und 50 % vom Arbeitgeber
geleistet wird, bekommst du als Rentner genau soviel, wie
du heute einzahlst. Natürlich inflationsbereinigt. :wink:

Grüße

Björn Bernbom

hallo,
vorerst noch. Sinkt aber von Jahr zu Jahr. Oder besser von
Reform zu Reform.
Ziel ist m.M. die Einheitsgrundrente. Wer dann nicht
vorgesorgt hat (privat) „gehört der Katze“ = Sozialfall.
Eingezahlt hat ein Vollbeschäftigter in seinem Leben etwa
500.000 Euro. Dafür erhält er einen Rente von vorerst noch
…800 Euro.

Hallo!

Darf man fragen, wie du auf die 800 EUR kommst? Du solltest hier nicht nur die Vorteile der privaten Versicherungen aufzählen. Auch die gesetzliche Rente hat - bei allen Nachteilen - auch gewisse Vorteile. Alle Leistungen zur Rehabilitation sind z. B. in einer privaten RV nicht abgedeckt. Ebensowenig gibt es dort Kindererziehungszeiten, Anrechnungszeiten, Ersatzzeiten, Berücksichtungszeiten, Zurechnungszeiten usw.

Es ist nicht alles schlecht, aber vieles wird schlecht geredet!

Viele Grüße
Flo

Hallo Andy,

die 40% sind Quatsch oder Du hast etwas falsch verstanden. Du kannst in etwa mit einer Rente von 40% Deines letzten Bruttoeinkommens rechnen. Das ist aber etwas ganz anderes.
Raimunds Zahlen sind übrigens auch so falsch wie nur was, Björns Antwort habe ich besternt.

Derzeit liegt das Durchschnittseinkommen bei ca. 26000€ pro Jahr.
Bei 20% Rentenbeiträgen macht das im Jahr 5200€, und in 40 Jahren 208000€ Beiträge. Die Jahresbeiträge werden beim Durchschnittseinkommen mit einem Rentenpunkt entgolten und führen nach 40 Berufsjahren zu 40 Rentenpunkten. Dazu kommen noch Punkte für Ausbildung, Bundeswhr oder andere Ersatzzeiten, so daß man mit etwa 42-45 Punkten rechnen kann. Ein Punnkt ist etwas mehr als 26€ Monatsrente wert. Bei 43 Punkten also etwa 1120€ Monatsrente.
Ein 65 jähriger lebte etwa weitere 15 Jahre, so daß er in den Genuß von 12*15=180 Monatsrenten kommt. Macht zusammen 201600€.
Inflation habe ich hier nicht berücksichtigt, da sich Beiträge und Rentenhöhe aber etwa mit der Inflation weitrentwickeln, ist das in erster Näherung statthaft.

Zur reinen Altersrente kommen ja dann auch noch Ansprüche auf Witwen- und Waisenrente sowie für eine Berufsunfähigkeits bzw. Erwerbsunfähigkeitsrente, so daß man insgesamt schon von einer Äquivalenz von Beiträgen und Leistungen sprechen kann.
Eine genauere Rechnung zeigt, daß derzeitige Rentner eine Verzinsung von ein paar % hatten, heutige 40jährige etwa ihre Beiträge unverzinst zurückerhalten, während jüngere etwas weniger als ihre Beiträge bekommen. Dabei geht es aber bei weitem nicht um Gößenordnungen von 40% der Beiträge, sondern eher um 5-10%.

Liebe Grüße,

Max

nein, natürlich ist nicht alles schlecht an der RV.
Doch die Nachteile überwieden.
Übrigens ist eine Reha und ebenso eine Kur für ein paar Cent in der Privaten abzusichern. Z.B. der Kurtarif der DBV-Winterthur. Der kostet für einen 21-jährigen nicht mal 2 Euro in der Höchststufe. Ein Beitrag, der vernachlässigbar ist, oder? Gerade dieser Tarif hat extrem niedrige Beitragsanpassungen. und ist trotzdem der Leistungsfähigste.

Du kannst so gut wie alles über die privaten absichern. Doch wozu soll ein Mann z.B. Mutterschaftszeiten absichern?
m.M. das einzige manko der privaten ist die Arbeitslosigkeit. Hier wird bei der RV ein gewisser Teil weiter bezahlt.
Doch da die Renditen bei den Privaten exorbitant höher sind, als bei der RV, und das liegt nicht nur an den leistungen, die sonst noch drin sind, sondern an dem irrsinnig großen Wasserkopf*, der bezahlt werden muss, ist dies gut aufholbar, wenn es mal 2-3 Jahre AL gibt.

Zu den Rentenhöhen: die Durchschnittswerte:
Altersrente: 689 Euro
EWR klein: 586 euro
EWRgroß: 760 Euro
Wittw.R: 586 Euro
WaisenR.: 161 Euro
Die von mir gewählten 800 Euro sind deswegen höher, als die hier genannte Zahl, weil ich hier von ausgegangen bin, dass wir die Frauen, die als „nurhausfrauen“ arbeiten und den Durchschnittssatz drücken, ausklammern.
Du kannst auch gerne 900 Euro einsetzen oder meinetwegen 1000 Euro (wieviel % erhalten 1000 Euro und mehr Rente?). der Unterschied ist immer noch enorm.
Grüße
Raimund
überall, wo Staatbedienstete tätig sind, wird verwaltet und der Verwalter verwaltet. Dort sind traditionsgemaäß die Verwaltungskosten wesentlich zu hoch.

Doch
wozu soll ein Mann z.B. Mutterschaftszeiten absichern?

Er bezahlt diese Beiträge, um die Anrechnungszeiten wegen Schwangerschaft für die Frauen zu finanzieren. So etwas nennt man Solidarität. Leider muss ich sagen, ist es so, dass Wörter wie Solidarität oder Soziales immer weniger in unserer Gesellschaft wert sind. Jeder kämpft nur noch für sich. Die Verlierer dieses Gesellschaftswandels sind die, die sowieso schon nichts haben.

überall, wo Staatbedienstete tätig sind, wird verwaltet und
der Verwalter verwaltet. Dort sind traditionsgemaäß die
Verwaltungskosten wesentlich zu hoch.

Na ja, ich weißt jetzt nicht, bei oder für welche® Versicherung du beschäftigt bist. Ich weiß jedoch ziemlich sicher, dass die Verwaltungskosten dort wo ich arbeite niedriger sind, als bei vielen privaten Versicherungen.

Flo

hallo Flo

wozu soll ein Mann z.B. Mutterschaftszeiten absichern?

Er bezahlt diese Beiträge, um die Anrechnungszeiten wegen
Schwangerschaft für die Frauen zu finanzieren. So etwas nennt
man Solidarität. Leider muss ich sagen, ist es so, dass Wörter
wie Solidarität oder Soziales immer weniger in unserer
Gesellschaft wert sind. Jeder kämpft nur noch für sich. Die
Verlierer dieses Gesellschaftswandels sind die, die sowieso
schon nichts haben.

Hier ging es um eine private Absicherung, nicht um die RV.

überall, wo Staatbedienstete tätig sind, wird verwaltet und
der Verwalter verwaltet. Dort sind traditionsgemaäß die
Verwaltungskosten wesentlich zu hoch.

Na ja, ich weißt jetzt nicht, bei oder für welche®
Versicherung du beschäftigt bist.

Bei und für keine! Ich bin seit 1982 vollkommen unabhängig.

Ich weiß jedoch ziemlich
sicher, dass die Verwaltungskosten dort wo ich arbeite
niedriger sind, als bei vielen privaten Versicherungen.

Die Zeiten haben sich geändert. Die Versicherungen bauen kräftig Personal ab.
Ich weiß von so mancher Geschäftsstelle, dass sie geschlossen wurde.
Aber Du hast natürlich Recht: so manche Versicherung ist heute noch ein Verwaltungsverein.
Grüße
Raimund