Beitrag, Aufsatz, Abhandlung? Wie sagt man noch

Ich würde gern wissen, wie ich den wissenschaftlichen Beitrag eines Autors in einem Sammelband bezeichnen kann, wenn ich z.B. schreiben will „in seinem xy schreibt der Autor…“. Wenn ich „Beitrag“ schreibe, dann muss ich auch den Bezug nennen, also „in seinem Beitrag aus dem Sammelband…“. Ich würde aber lieber die Form eigenständig nennen.

Mir fallen Begriffe wie „Aufsatz“, „Artikel“ oder „Abhandlung“ ein, nur habe ich ernsthafte Zweifel, ob diese korrekt sind.

Bei Aufsatz denke ich spontan an einen Schulaufsatz, bei Artikel eher an einen kurzen Beitrag in einem Magazin oder einer Zeitung, bei Abhandlung scheint der Gegenstandsbereich sehr eng begrenzt.

Vielleicht kann mir jemand sagen, welche Form er / sie für korrekt hält und warum. Vielen Dank!

Ich würde gern wissen, wie ich den wissenschaftlichen Beitrag
eines Autors in einem Sammelband bezeichnen kann, wenn ich
z.B. schreiben will „in seinem xy schreibt der Autor…“. Wenn
ich „Beitrag“ schreibe, dann muss ich auch den Bezug nennen,
also „in seinem Beitrag aus dem Sammelband…“. Ich würde aber
lieber die Form eigenständig nennen.

Mir fallen Begriffe wie „Aufsatz“, „Artikel“ oder „Abhandlung“
ein, nur habe ich ernsthafte Zweifel, ob diese korrekt sind.

Bei Aufsatz denke ich spontan an einen Schulaufsatz, bei
Artikel eher an einen kurzen Beitrag in einem Magazin oder
einer Zeitung, bei Abhandlung scheint der Gegenstandsbereich
sehr eng begrenzt.

Moin Chris,

grundsätzlich sind alle diese Bezeichnungen möglich; Artikel verweist allerdings eher auf einen Beitrag im Lexikon.

Keiner Deiner Leser wird derart skrupulös nach der Richtigkeit der Bezeichnung fragen.
Den Titel der Abhandlung mußt Du ohnehin nennen,deswegen kannst Du beruhigt auch „Beitrag“ nehmen.
Mir fällt noch Untersuchung ein oder Essay. Dann gibt es natürlich noch die qualifizierenden Begriffe wie „Kritik“, „Pamphlet“ etc.

Gruß - Rolf

Hallo Chris,

mit einer ausführlichen Quellenangabe unterbrichst Du den Fluß Deiner Rede/Schreibe und zwingst den Leser auf eine Schleife, die er an dieser Stelle vielleicht gar nicht mag.
Du kannst Dein beschriebenes Problem „umlaufen“, wenn Du mit Fußnote und Literaturverzeichnis arbeitest.

Das geht dann etwa wie folgt:
XY vertritt dazu die Meinung, daß „…Zitat blablabla…“. *)

Als Fußnote
*) aaO S.35

und im Literaturverzeichnis (Anhang zu Deiner Abhandlung)
XY, Zeitschrift für blablabla, Jahrgang 19xx, Heft 7

Damit überläßt Du es dem Leser, wann und ob er sich um die von Dir angezogene Quelle kümmert.

Gruß
Cassius

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

ich würde Aufsatz nehmen. Unsere Fernleihe ist z. B. gegliedert in „ein Buch bestellen“ „Einen Aufsatz bestellen“ „Eine Zeitschrift bestellen“. Also scheint die Bezeichnung schon verbreiteter zu sein und keinesfalls nur für Schulaufsätze zu gelten.
Auch Dozenten empfehlen oft „den Aufsatz zum Thema von Soundso“.

Viel Erfolg

Sonja

Vielen Dank, damit ist mein Eindruck von „Aufsatz“ im Sinne eines Schulaufsatzes widerlegt. Habe bei Wikipedia unter dem Stichwort „Wissenschaftliche Publikation“ im Punkt 2 (Formen) unter anderem „Aufsatz in Sammelbänden“ gefunden, was genau dem entspricht, was ich suche.

Das stimmt natürlich. Es sollte also nicht zu oft im Text die Quelle direkt genannt werden (höchstens der Autor). Darauf werde ich achten. Bislang ist es allerdings nur eine Stelle, bei der der Kontext wichtig ist. Wenn es z.B. um Hirnforschung geht und man einen Autor mit einer relativ allgemeinen Aussage zitiert, wäre die Quelle (z.B. Abhandlung über neurowissenschaftliche Methoden) schon von Bedeutung.

Moin,
also, in meinen Arbeiten verwende ich immer Fußnoten für sowas. Da kann man im Text durchaus schreiben ‚Müller 1995 vertritt die Ansicht…‘ und in der FN ‚a.a.O., S. xy ff.‘, im Quellenverzeichnis dann ‚Müller 1995: Müller, A., Blablabla, Verlag Ort 1995.‘

Ist durchaus üblich (zumindest in der Linguistik).

Oder einfach ‚Müller vertritt die Ansicht…‘ mit FN ‚Müller 1995, S.xy‘

Zu oft ‚Beitrag, Aufsatz‘, o.ä. zu vewenden, liest sich meist etwas holprig.

LG
Christiane