Beitragserhöhung PKV

Hallo,

meine PKV (Universa) hat dieses Jahr nach 4 Jahren Abstinenz meinen Beitrag um sage und schreibe 12,5% erhöht.

Als Begründung angegeben waren zum einen die gestiegenen Ausgaben im Gesundheitswesen und dann, für mich absolut unverständlich, die Auswirkungen des Antidiskriminierungsgesetz.

Weiß hier jemand näher Bescheid, ob man sich dagegen wehren kann?

Danke,

Thomas

Hallo,
was ist da so dramatisch - nach 4 Jahren!? Überprüfe doch einmal, wie die GKVn eingedenk der BBG gestiegen sind (0,9 %Sonderbeitrag nicht vergessen)!

Gruß cooler

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Hallo Thomas,

Als Begründung angegeben waren zum einen die gestiegenen
Ausgaben im Gesundheitswesen

OK, das dürfte verständlich sein, denke ich.

und dann, für mich absolut
unverständlich, die Auswirkungen des
Antidiskriminierungsgesetz.

Das ist richtig. Laut unserer Regierung bekommen jetzt auch Männer Babys. Die dafür anfallenden Kosten müssen sie natürlich anteilig tragen. Deshalb der Prämienanstieg.

Glaubst Du nicht? Doch, ist so. Frauen können schwanger werden und die Männer sollen dafür zahlen, so unsere Regierung. Nachdem die Regierung Männern und Frauen beispielsweise bei der Riesterrente schon dieselbe Lebenserwartung verordnet hat (Unisextarife), ist das jetzt der nächste Karnevalsscherz - nur ohne Karneval und Scherz. Ich warte nur noch auf den Tag, an dem Frauen höhere Beiträge zahlen müssen, weil ihre Prostata ab 50 muckert. Ich bin mir recht sicher, diesen Tag noch zu erleben.

Weiß hier jemand näher Bescheid, ob man sich dagegen wehren
kann?

Bei der Universa hast Du enorm viele Tarifwechselmöglichkeiten. Prüfe mal, ob ein höherer Selbstbehalt oder eine andere Tarifstruktur für Dich in Frage kommt.

Theoretisch kannst Du natürlich auch zu einer anderen Gesellschaft wechseln. In der Praxis ist dies jedoch praktisch für den Rest Deines Lebens ausgeschlossen. Also laß Dich über andere Tarife berate, die vielleicht besser zu Dir passen oder mit denen Du Dich finanziell eher anfreunden kannst.

Benni

Weiß hier jemand näher Bescheid, ob man sich dagegen wehren kann?

Versicherungsverträge kann man natürlich kündigen, aber ob Du Dir damit einen Gefallen tust, vermag ich nicht zu sagen.

Die Benzinpreise sind in den letzten vier Jahren sicherlich stärker gestiegen als Dein PKV-Beitrag. Wie wehrst Du Dich dagegen ?

Bei der Universa hast Du enorm viele
Tarifwechselmöglichkeiten. Prüfe mal, ob ein höherer
Selbstbehalt oder eine andere Tarifstruktur für Dich in Frage
kommt.

Das ist wohl selbstverständlich!

Theoretisch kannst Du natürlich auch zu einer anderen
Gesellschaft wechseln. In der Praxis ist dies jedoch praktisch
für den Rest Deines Lebens ausgeschlossen. Also laß Dich über
andere Tarife berate, die vielleicht besser zu Dir passen oder
mit denen Du Dich finanziell eher anfreunden kannst.

Wieso ist ein Wechsel zu einer anderen PKV für einen 30jährigen für den Rest seines Lebens ausgeschlossen? Er hat doch kaum Alterungsrückstellungen. Wenn er gesund ist…

Wieso ist ein Wechsel zu einer anderen PKV für einen
30jährigen für den Rest seines Lebens ausgeschlossen? Er hat
doch kaum Alterungsrückstellungen. Wenn er gesund ist…

Hallo,

Wenn der 30jährige schon seit 10 Jahren in der PKV ist, hat er jede Menge Rückstellungen.

Zweitens würde er bei einer anderen Gesellschaft neu einsteigen - mit 30 Jahren. Er ist älter und kränker und zahlt weniger Altersrückstellungen ein. Entsprechend lebenslang höher sind seine Prämien (verglichen mit einem Versicherungsbeginn weitaus früher im Leben).

Drittens ist es kaum möglich, daß ein 30jähriger bei wahrheitsgemäßer Beantwortung der Gesundheitsfragen einen zuschlags- oder ausschlußfreien Vertrag bekommt. Wohl fast jeder hatte in diesem Alter schon mal das eine oder andere Wehwehchen, kein Idealgewicht, ein Ziepen im Rücken (*kreisch*), eine Allergie, einen Ausschlag oder ähnliches. Alles Gründe, auf die die Versicherung nur wartet.

Ich habe es selbst erlebt, wie ein 28jähriger aufgrund von Übergewicht nicht mal eine LV mit einer Laufzeit von 10 Jahren und einer Summe von €10k abschließen konnte. Und nein, 500 kg wog er nicht. Bei Berufsunfähigkeitsversicherungen führen beispielsweise Behandlungen aufgrund von Rückenverspannungen selbst bei nachweislicher gesunder Wirbelsäule grundsätzlich zum Leistungsausschluß in diesem Bereich. Und im Gegensatz zu einer KV laufen diese Versicherungen nicht bis zum Tod.

Fazit: Natürlich kann man versuchen, die Gesellschaft zu wechseln. Dagegen spricht nichts. Aber bitte nicht von den Tarifen blenden lassen und erst die alte kündigen, wenn man den neuen Vertrag in der Tasche hat. Dabei hat der Fragesteller mit der Universa schon eine sehr beitragsstabile und finanzstarke Versicheurng gewählt. Die Beitragsentwicklung für die Zukunft kennt niemand - bei keiner Gesellschaft.

Benni