Bekannter Versender werden?

Hallo,
das Luftfahrtbundesamt wirbt z.Zt massiv bei Exporteuren, dass sie sich zum bekannten Versender machen.

Aber warum eigentlich?

Als Vorteil sehe ich:

ca 0,10/kg Einsparung für Sniffen
evtl. kürzere Umschlagzeit wegen entfallendem Sniffen

als Nachteile:

Installation eines reglementierten Beauftragten
Schulungen Desselben
aufwendige Dokumentation
eingeschränkte Auswahl von Dienstleistern
Kosten für ein Stück Papier

IMHO lohnt sich dieser Status nur für Versender, die wirklich soviel Luftfracht haben, dass Aufwand + Kosten im guten Verhältnis zum Ertrag stehen.

Für die vielen Kleinversender, die jährlich vielleicht gerade mal auf 1 Tonne Fracht kommen, lohnt es nicht!

Wie ist hierzu die Expertenmeinung?

Gruss
Hummel

Hallo Hummel,

es ist richtig, dass es sich für viele nicht lohnen würde bV zu werden. Allerdings ist beim ´sniffen´ zu beachten, dass dies nicht als alleinige Sicherungsmaßnahme, sondern nur in Verbindung mit einer weiteren, wie ´hand search´ erlaubt ist und daher im Regelfall auch zum Teil deutlich teurer. Erlaubt als Einzelmaßnahme ist lediglich ´x-ray´ also röntgen. Wenn die Fracht Röntgenfähig ist, stimme ich voll zu, dass bei jährlichen Kosten von unter 1-2 TEUR, der Status bV sicher höhere Kosten verursachen würde. Wenn die Fracht nicht Röntgenfähig ist, erfolgt durch das Sicherheitspersonal ´hand search´, heißt öffnen der Verpackung und das kann einmal sehr teuer und zeitaufwendig werden und auch zu Beschädigungen führen.